Politik

Ohne Kurswechsel könnte die weltweite Fleischproduktion bis 2028 um 40 Millionen Tonnen im Jahr steigen. (Foto: Landpixel)

Fleischkonsum halbieren

Der Fleischatlas 2021 analysiert die globalen Folgen des hohen Fleischkonsums und zeigt Lösungsstrategien

Die Ausbrüche von Corona-Infektionen haben ein grelles Licht auf die Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen geworfen. Zwar sind die besonders kritisierten Werkverträge nun verboten, trotzdem: „Eine echte Fleischwende ist nicht eingeleitet“, sagte Barbara Unmüßig aus dem Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung bei der Vorstellung des Fleischatlas 2021. Der Fleischatlas erscheint alle zwei Jahre, die Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) geben ihn heraus. Unmüßig weiter: „Die wirtschaftlichen Interessen der milliardenschweren Fleischindustrie und die Reformverweigerung der Politik halten uns auf einem dramatischen Irrweg, der die ökologischen Grenzen des Planeten sprengt.“

Die Herausgeber fordern von der deutschen und europäischen Politik einen grundlegenden Umbau der Fleischproduktion und gezielte Strategien, um den Fleischverbrauch um mindestens die Hälfte zu vermindern. Ohne Kurswechsel könnte die weltweite Fleischproduktion bis 2028 um 40 Millionen auf rund 360 Millionen Tonnen im Jahr steigen. Eine derartige Zunahme bei einem weiterhin zu hohen Pro-Kopf-Konsum in den Industrieländern verschärfe die Auswirkungen der Klimakrise weltweit, denn schon jetzt verursache die Tierhaltung 14,5 Prozent der globalen Emissionen.

Themen des Fleischatlas 2021, den man hier herunterladen kann, sind außerdem die weltweite Futtererzeugung, die Auswirkungen der Nutztierhaltung auf Klima und Wasserhaushalt, die Macht der globalen Fleischkonzerne, der Zusammenhang von Nutztierhaltung und Pandemien, die Zukunft der vegetarischen und veganen Ernährung sowie die notwendigen politischen Strategien.

 

 

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