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Eine Hand voll Getreide - nur welches bloß?! Wir bringen Licht ins Dunkle (Foto: Sonja Herpich)

Getreide: Who is who?

Eine kleine Vorstellungsrunde

16.08.2021

Hast du schon mal von Triticale oder Emmer gehört? Tatsächlich sind das auch beides Getreide. Genauso wie übrigens Reis und Mais. Wir geben dir einen kleinen Überblick über verschiedene Getreidearten und verraten dir, was Pseudogetreide ist und was Bioland-Getreide eigentlich ausmacht.

Von Meike Fredrich

Getreide zählt zur Familie der Süßgräser und ist ein echtes Grundnahrungsmittel. Vor allem Mais, Reis und Weizen spielen weltweit eine große Rolle. Buchweizen, Amaranth oder Quinoa gehören zwar nicht zu den Süßgräsern, werden aber wie Getreide verwendet. Diese Pseudogetreide sind glutenfrei und daher nicht backfähig. Ohne bindende Hilfsmittel kannst du aber ein Fladenbrot machen.


Was ist am Bioland-Getreide besonders? Unsere Bäuer*innen verwenden robuste und alte Sorten, die anspruchsloser sind und mit weniger klarkommen. Bei uns herrscht Vielfalt und das sowohl bei der Sortenwahl, in der Fruchtfolge und auch neben dem Acker. Darüber hinaus gilt für Getreide das gleiche wie bei allen Bioland-Pflanzen: Wir verwenden keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemittel. Doch nicht nur der Anbau, sondern auch die Verarbeitung ist anders - bio eben.


 

Facts zu Weizen: backfähig, da glutenhaltig / verwandt mit Dinkel und Emmer / Hartweizen (z. B. Bulgur und Couscous) vs. Weichweizen (z. B. für Grießbrei) / 30 bis 50 Körner pro Ähre / Weizenbier mit hohem Anteil Weizenmalz hergestellt

 

 

Facts zu Roggen: backfähig, geringer Glutengehalt / vielseitige Verwendung, z. B.: Wodka, Brot, Futter, Biogas, Werk- und Dämmstoffe / wichtige Nahrungspflanze v.a. in Nordeuropa / bis zu 2 Meter hoch / Triticale: Kreuzung aus Weizen und Roggen

 

 

Facts zu Dinkel: schmeckt nussig / geschliffener Dinkel = Dinkelreis (regionale, klimaschonende Alternative zu Reis) / Grünkern = unreif geernteter Dinkel / fest umschlossen von Spelz: Schutz vor Umwelteinflüssen, aber aufwendiges Mühlenverfahren

 

 

Facts zu Gerste: genutzt für Gerstensaft aka Bier, harten Alkohol oder Tierfutter / auch: Grütze, Graupen, Brotzusatz / Ursprungsgebiete: Vorderer Orient und östliche Balkanregion / heute: in ganz Mitteleuropa / im Mittelalter: v. a. in kühlen Region

 

 

Facts zu Emmer: auch Zweikorn genannt / seit mindestens 10.000 Jahren angebaut / von ertragsstärkeren Getreidearten verdrängt / ebenfalls feste Spelz / es gibt auch Emmerbier / genügsam und robust / verträgt Trockenperioden

 

 

Facts zu Hafer: nicht backfähig, dafür im Müsli oder als veganer Milchersatz beliebt / glutenfrei / dient auch als Futtergetreide / es gibt auch "Nackthafer": man muss ihn nicht entspelzen

 

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