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Stolz blicken wir auf unsere Arbeit zurück und freuen uns auf die nächsten 50 Jahre mit vollem Einsatz für das Beste (Fotos: Sonja Herpich)

Die 5 bedeutendsten Errungenschaften

Unsere Highlights aus 50 Jahren Bioland

01.03.2021

Als Verband, der nun schon ein halbes Jahrhundert besteht, blicken wir natürlich auch stolz auf einige Meilensteine zurück. Heute stellen wir die bedeutendsten unter ihnen vor: die Entwicklung unserer Richtlinien, die Eintragung als Markenzeichen, unsere Tierwohlkontrolle, die ökologische Tierzucht und unseren Einsatz für mehr Biodiversität.

Von Meike Fredrich

Unsere Richtlinien

Nur knapp zwei Seiten lang waren die ersten Bioland-Richtlinien Anfang der 70er-Jahre. Und Richtlinien konnte man sie damals eigentlich noch nicht wirklich nennen. Sie waren vielmehr Teil der Verträge zwischen den Landwirt*innen und dem Verband, der damals noch "bio gemüse e.V." hieß. Inhaltlich ging es hier beispielsweise um Düngung, Pflanzenschutz und Unkrautbekämpfung. Basis waren landwirtschaftliche Gemischtbetriebe – mit dem Fokus auf Gemüse, wie der damalige Vereinsname schon vermuten lässt.

Die ersten acht Jahr trug unser Verband den Namen "bio gemüse e.V."

 

Im Jahr 1979 wurden neben der Umbenennung in "Bioland e.V."  auch die ersten Erzeugerrichtlinien beschlossen – mittlerweile vier Seiten lang. Stück für Stück wurden sie immer ausführlicher und detailreicher. So waren die "Bioländer*innen" 1987 die ersten in Deutschland, die spezielle Gemüsebaurichtlinien zum Beispiel zum Anbau im Gewächshaus oder zu Substraten entwickelt haben.

Die Tierhaltung spielte hingegen lange eher eine untergeordnete Rolle – bis 1993. In diesem Jahr wurden die Richtlinien konkret rund um die Tierhaltung – differenziert nach Tierart - ergänzt. Auch die Bienen fanden nun Einzug in das Regelwerk, das mittlerweile als eigenes Heft mit 43 DinA5-Seiten existiert.

Über die Jahre kommen immer wieder neue Themen hinzu, wie zum Beispiel:


  • konkretes Verbot von gentechnisch veränderten Betriebsmitteln (1994)
  • Zierpflanzen, Stauden und Gehölze (1997)
  • Dam- und Rotwild sowie Kaninchen (2001)
  • 100%-Bio-Fütterung für Rinder (2003)
  • Tauben und Wachteln (2005)
  • Pflanzenzüchtung (2012)
  • Geflügelhaltung in Mobilställen (2016)

 

Die Themen sind und bleiben vielfältig. Bis heute werden unsere Richtlinien für die Erzeugung und Herstellung von Lebensmittelnstetig weiterentwickelt und ergänzt - mittlerweile sind sie 150 Seiten lang. In diesem Jahr tritt beispielsweise die Biodiversitäts-Richtlinie in Kraft, zu der du ganz unten mehr erfährst.

Unser Markenzeichen

Unser grünes Quadrat mit dem weißen Bioland-Schriftzug kennst du ja. Erst durch das Logo wird Bioland überhaupt sichtbar – sei es auf dem Lebensmittel im Biomarkt, auf dem Schild am Hofladen oder auf dem Eierkarton vom Straßenständchen. Über die Produkte unserer Mitglieder und Marktpartner – Landwirtinnen, Imker, Bäckerinnen, Metzger und Co. –  transportiert es die Ziele und Werte unserer Gemeinschaft. Es dient quasi als Eingangstür in das Bioland.

Nach dem Eintreten öffnen sich dahinter viele Räume und Informationen. Wie leben die Tiere? Wie wachsen die Pflanzen? Was tut der Verband für das Klima? Die Marke zeugt vom gleichen Selbstverständnis, von hohen Standards und kontrollierten Richtlinien. Du als Kund*in kannst dir sicher sein: Wo das Bioland-Logo drauf ist, ist auch Bioland drin.

 

Unser Markenzeichen schmückt Verpackungen. Dadurch weißt du, dass die Erdbeeren nach unseren Richtlinien angebaut wurden

 

 

Beim Eintreten in die Geschäfte unserer Marktpartner erfährst du gleich am Eingang, was Sache ist

 

 

Drinnen ist dann ganz klar zu erkennen, welche Produkte Bioland zertifiziert sind

 

 

Auch bei Hoffesten wird unser Logo gerne eingesetzt

 

Unser Logo und auch der Verbandsname haben sich über die Jahre gewandelt. Das aktuelle Logo gibt es seit 2010. Als eingetragene Marke fallen wir unter den Schutz des Markenrechts und wir setzen alles daran, die Marke zu schützen. Als Verband kümmern wir uns neben der fachlichen Richtlinien-Kontrolle der Betriebe auch um die Einhaltung der Vorgaben zur Markennutzung. Denn nur dann können wir als ein starker Verband auftreten und bleiben glaubhaft. Für dich bedeutet das, dass du uns – ganz simpel – (wieder-)erkennst. Aber vor allem: Du kannst dich auf uns verlassen.

Wir als Verband stellen selbst keine Lebensmittel her. Es sind unsere Mitglieder und Marktpartner, die sie erzeugen, verarbeiten und vermarkten. Die Marke lebt durch die Nutzung unserer Bioland-Gemeinschaft. Wir sind kein Qualitäts-Siegel, sondern ein Verband, der sich durch strenge Vorgaben definiert. Ein bekanntes Prüfsiegel ist zum Beispiel das EU-Bio-Siegel.

Unsere Tierwohlkontrolle

Da das Tierwohl seit geraumer Zeit für uns eine sehr große Rolle spielt, ist die artgerechte Haltung in den sieben Prinzipien unseres Verbandes festgeschrieben. Über die normalen Kontrollen unserer Bioland-Richtlinien hinaus, haben wir eine zusätzliche Tierwohlkontrolle eingeführt. So erhält das Thema in der internen Qualitätssicherung noch mehr Gewicht und du kannst darauf vertrauen, dass es die Bioland-Tiere gut haben.

Alleine haben wir das allerdings nicht auf die Beine gestellt: Gemeinsam mit den anderen Verbänden haben wir im Jahr 2013 die Arbeitsgemeinschaft Tierwohl ins Leben gerufen. Heute besteht die AG aus Bioland, Naturland, dem Gäa e.V. und Biokreis. Fachleute aus den vier Verbänden tauschen sich regelmäßig aus und entwickeln die Prüfkriterien für Rind, Schaf, Ziege, Schwein und Geflügel jedes Jahr weiter. Geprüft werden Ernährungs-, Pflege- und Gesundheitszustand, Verlustraten sowie der Zustand von Stall, Auslauf und Futter. Ziel ist es, mögliche Schwachstellen auf den Mitgliedsbetrieben zu identifizieren und zu beheben.

Unser Einsatz für die ökologische Tierzucht

Die meisten Betriebe mit Geflügel, auch aus dem Bio-Bereich, sind von industriellen Zuchtstrukturen abhängig. Um dem entgegenzuwirken haben wir im Jahr 2015 zusammen mit dem Bioverband Demeter die Ökologische Tierzucht gGmbH (ÖTZ) gegründet. Ziel ist die Zucht von Tieren, die speziell für die Bio-Landwirtschaft geeignet sind. Aktuell werden vor allem Legehennen und Zweinutzungshühner gezüchtet. Perspektivisch sollen weitere Tierarten hinzukommen. Seit letztem Jahr treibt die ÖTZ die Züchtung von Rindern voran.

Hier erbringen beide ihre Leistung: Die Hennen liefern Eier und die Hähne setzen Fleisch an (Foto: Daniel Schewe)

Zweinutzungshühner


Bei den sogenannten Zweinutzungshühnern stehen Henne und Hahn wirtschaftlich für sich. Die Hennen legen genügend Eier und die Hähne setzen genügend Fleisch an. Es handelt sich also nicht um eine einseitige Züchtung.

Anders ist es beim Bruderhahn. Damit die männlichen Küken reiner Legerassen nicht getötet werden müssen, wird deren Futter über den Verkauf der Eier und der Kaufentscheidung der Kund*innen mitfinanziert. Denn bei reinen Legerassen frisst auch der Bruder ordentlich, setzt aber kaum Fleisch an. Daher ist er leider unwirtschaftlich.

Das Töten der männlichen Küken wird durch beide Ansätze verhindert.


Bei der Ökologischen Tierzucht geht es um das Öko-Huhn von morgen und zwar durch 100 % Bio von Anfang an. Das bedeutet unter anderem ökologisches Futter und keine künstliche. Im Gegensatz zur kommerziellen Zucht dürfen die Tiere nicht einzeln in Käfigen gehalten werden, sondern unter ökologischen Haltungsbedingungen in Gruppen.

Weitere Informationen findest du hier: www.oekotierzucht.de

Unsere Richtlinie für mehr Biodiversität

Ganz aktuell: In diesem Jahr tritt unsere Richtlinie zur Förderung der Biodiversität auf den Betrieben in Kraft. Wir wollen damit unser Grundbekenntnis, mit der Natur zu wirtschaften, manifestieren und noch fester in den Alltag der Landwirt*innen einbinden. Zudem tragen Richtlinien generell zu einer Veränderung am System bei und haben natürlich eine andere Dynamik als die Freiwilligkeit.

Um für mehr Biodiversitä zu sorgen, sind viele Maßnahmen möglich

 

Dass unsere Mitgliedsbetriebe sich für mehr Biodiversität einsetzen wollen, steht außer Frage. Bei einer Umfrage vor drei Jahren haben alle 250 Teilnehmer*innen gesagt, dass ihnen Biodiversität wichtig oder sogar sehr wichtig ist. "Oft wissen die Betriebe schlichtweg nicht genau, wie sie für mehr Biodiversität sorgen können," berichtet Bioland-Naturschutzberaterin Katharina Schertler, die hauptverantwortlich für die Entwicklung unserer Biodiversitäts-Richtlinie ist. Manchmal fehle aber auch die notwendige Priorität.

Anregungen und Ideen liefert nun das Punktesystem der neuen Richtlinie. 100 Biodiversitäts-Punkte gilt es in verschiedenen Rubriken, zum Beispiel Acker-, Grünland- oder Obstbauflächen, zu sammeln. Die Betriebe können selbst auswählen, welche Maßnahmen sie umsetzen. Konkret kann das zum Beispiel bedeuten:


  • gefährdete Ackerwildkräuter zu erhalten
  • bei der Mahd auf den Schutz von Wildtieren zu achten
  • einen Nistkasten für eine Schleiereule bereitzustellen

 

Alle Maßnahmen werden relativ zur Betriebsfläche bewertet und ab 2022 jedes Jahr stichprobenartig bei fünf Prozent der Betriebe kontrolliert.

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