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Abwechslungsreiche Landschaften fördern die Artenvielfalt ungemein (Fotos: Sonja Herpich)

Artenvielfalt: Jetzt handeln!

Bildergalerie zum Naturschutz im Bioland

20.06.2022

"Ich finde es gut, dass wir Verantwortung übernehmen und unsere Produkte nicht durch ausgelagerte Naturschutz-Maßnahmen subventioniert werden", sagt unsere Naturschutzexpertin Katharina Schertler. "Ähnlich wie beim Klimawandel müssen wir jetzt etwas tun, bevor es zu spät ist." Wir zeigen dir, was unsere Betriebe genau tun.

Von Meike Fredrich
Zusammen mit sieben weiteren Kolleg*innen kümmert sich Katharina Schertler federführend um die Themen Naturschutz und Biodiversität

 

"Wir haben ein weltweites Biodiversitätsproblem, auch in Mitteleuropa, und die Landwirtschaft trägt eine Mitschuld daran", erklärt Katharina weiter. "Die Bio-Landwirtschaft viele Vorteile für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt, allerdings reicht unsere nachhaltige Wirtschaftsweise alleine nicht aus. Auch wir müssen weitere, konkrete Maßnahmen umsetzen."

Und genau deswegen haben wir auf Wunsch der gewählten Interessenvertretung aller Bioland-Betriebe eine eigene Richtlinie eingeführt. Sie sichert das Engagement für die Artenvielfalt ab. Statt auf Ge- und Verboten beruht sie auf Punkten, die die Betriebe mit ganz unterschiedlichen, individuell passenden Maßnahmen sammeln.

 

Und so können unsere Landwirt*innen die Artenvielfalt fördern und Punkte sammeln:

 

Vielfaltige Fruchtfolgen in einem Anbaujahr sorgen für verschiedenes Futter für Insekten, Feldhamster, Feldlerche und Co.

 

 

Hecken, Gehölze etc. sind artenreiche Lebensräume. Sie fungieren als wichtige Rückzugsorte und Schutz für Wildtiere

 

 

Offene Bodenstellen, Steinhaufen und Gehölze sind ein Eldorado für Wildbienen, Hummeln und Co.

 

 

Naturschutz-Fortbildungen erweitern das Wissen unserer Betriebe

 

 

Streifen beim Mähen stehen lassen als Rückzugsort, Futterquelle und Überwinterungsmöglichkeit für Nützlinge, z. B. Schmetterlingsraupen

 

 

Nistkästen für gefährdete Tiere, z. B. Schleiereulen, Rauchschwalben, Insekten oder Fledermäuse

 

 

Agro-Biodiversität fördern durch alte, seltene oder gefährdete Nutztierrassen (Foto: Pinzgauer Rind) und Kulturarten (z. B. Emmer, Einkorn)

 

Landschafts- und Strukturelemente …




… sind z. B. Hecken, Einzelbäume, Feldsäume, Böschungen, Waldränder, Teiche, Unbefestigte Feldwege, natürliche, Natursteinmauern, Totholz-/Stein-/Erdhaufen

… stellen v. a. in den agrarisch geprägten Räumen eine wesentliche Grundlage für die biologische Vielfalt dar

… sind Flächen, die wenig oder gar nicht genutzt werden

… liegen auf oder zwischen bewirtschafteten Äckern, Wiesen und Weiden

… bieten Pflanzen und Tieren einen Rückzugsraum, die durch die regelmäßige Nutzung der Felder nicht oder nicht das ganze Jahr dort leben können

… sind wichtig für den Erosionsschutz

… übernehmen wichtige Pufferfunktionen


 

Die Nisthilfen am Rapsfeld sollen Bestäuber anlocken (Foto: Janosch Fiedler)

 

Voller Einsatz für Bestäuber

Nisthilfen für Insekten sind ein kleiner Baustein in einer großen Feldstudie, um Bayerns derzeitige Bestäubersituation zu erfassen. Gemeinsam mit der Universität Würzburg und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaf arbeitet unser Naturschutz-Team derzeit am Forschungsprojekt "FarmerBeeWild".

Dazu werden in den unterschiedlichsten Agrarlandschaften in ganz Bayern Wildbienen und Schwebfliegen untersucht. Zu den zehn unterschiedlichen Flächentypen gehören z. B. Felder mit Bio-Ackerbohnen und konventioneller Raps.

Ziel ist es, mehr über die Attraktivität verschiedener Kulturarten und Strukturelemente für unterschiedliche Bestäubergruppen und ihre Eignung als Nahrungs- und Nistlebensraum zu erfahren.

Das Projekt wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Agrarregionen für bestäubende Insekten nachhaltig attraktiv zu gestalten.


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