Starke Argumente für BIO

Biolandbau...
damit Qualität kein leeres Versprechen ist!

Mit jedem Einkauf beeinflussen Konsumenten die Qualität des Lebensmittelangebotes: Sie können hochwertige Produkte zu Bestsellern machen und Waren von minderer Qualität oder mit unerwünschten Eigenschaften zum Ladenhüter de-gradieren. Qualitätsziele für Bioprodukte sind Naturbelassenheit, Nährstoffreichtum und Schadstoffarmut.

Biogemüse ist nitratärmer und die Pestizid-Belastung bei Biogemüse und Obst ist wesentlich geringer, aufgrund der allgemeinen Umweltbelastung aber nicht auszuschließen. In einer Studie wurden ca. 450 konventionelle und biologische Lebensmittel auf Pestizidrückstände hin untersucht: Die biologischen Proben enthielten durchschnittlich 0,011 mg/kg Pestizide, die konventionellen Proben 0,84 mg/kg. Somit waren die konventionellen Proben um das 76-fache höher belastet als Bioware (Q1, Q1a, Q1b, Q3).

Im Biofleisch sind weniger Arzneimittelrückstände (Q5, Q6) zu erwarten: Werden Medikamente verabreicht, verdoppelt sich die Wartezeit bis zur Vermarktung.

Laut EG-Bio-Verordnung ist Stress vor und während der Schlachtung zu minimieren (Q6). Das Fleisch gestresster Tiere schmeckt fade, verdirbt schneller und ist schlechter zu verarbeiten.

Biofleisch und Biomilch haben einen höheren Gehalt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, z.B. gesundheitsfördernde Omega3-Fettsäuren und konjugierte Linolsäuren (Q5, Q16, Q19).

Biogetreide braucht keine Pestizide: Weite Fruchtfolgen, sorgsame Bodenbearbeitung sowie geeignete Sorten- und Standortwahl schützen vor gesundheitsgefährdenden Schimmelpilzen (Q5, Q7, Q8). Die dadurch vielfältigere Wildkrautflora verringert zudem die Anfälligkeit gegenüber Pilzen (Q9).

Biolebensmittel enthalten mehr Inhaltsstoffe: Bioobst und -gemüse sind reicher an sekundären Pflanzenstoffen (Phenole, Flavonoide, Lycopine) und Vitamin C (Q2, Q4, Q 18). Biogemüse enthält weniger Wasser (Q5, Q10,Q 14). Vergleichsstudien zeigen große Unterschiede im Magnesium-, Eisen-, Phosphor- und Zinkgehalt. Bio-Weizen und Bio-Hülsenfrüchte weisen höhere Werte an essentiellen Aminosäuren auf (Q2). Weitere Studien deuten auf wertvolle Inhaltsstoffe hin (Q9, Q11, Q12, Q13,), die die Entstehung von Erbgutschäden bzw. Krebs hemmen können (Q9) oder die Haltbarkeit der Produkte erhöhen. (Q14, Q15, Q17).

Zur Aromatisierung von Biolebensmitteln sind nur natürliche Aromen und Aromaextrakte zulässig. Künstliche oder gentechnisch erzeugte Aromen sind tabu (Q6).

Die EU erlaubt in der Lebensmittelverarbeitung 316 Zusatzstoffe – für Bioerzeugnisse sind es hingegen nur 47 Stoffe. Bioland setzt nur 22 dieser „Helfer“ ein, jedoch keine Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel (Ausnahme: geschwefelter Wein).

Riskante Technologien wie Gentechnik oder ionisierende Bestrahlung sind im Biolandbau verboten (Q6). Testpersonen sind sich deshalb einig:„Bio schmeckt besser“ (Q5, Q15).

(Q1) Statusbericht 2003; Senat der Bundesforschungsanstalten. Bewertung von Lebensmitteln verschiedener Produktionsverfahren; S.38

(Q1a) Die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter in Baden-Würtemberg: „Ökomonitoring 2005, Hrsg. CVUA Stuttgart, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart

(Q1b) Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben 02 OE 677 – Auswertung der Pestizidgehalte von Lebensmitteln ökologischer und nicht-ökologischer Herkunft des deutschen Marktes im Zeitraum 1994-2002, KWALIS, Dr. Peter Stolz, Annette Weber, Dr. Jürgen Strube, Dipperz 2005

 

(Q2) Ist Bio wirklich besser? Faktensammlung zur Qualität biologisch erzeugter Lebensmittel. Hrsg.: BIO Austria, 2005

 

(Q3) Lach, G., Der „kleine“ Unterschied Obst und Gemüse aus ökologischem und konventionellem Anbau im Pestizidvergleich; 15.02.2007; S. 6

 

(Q4) Alyson, E, et al: Ten-Year Comparison of the Influence of Organic and Conventional Crop Management Practices on the Content of Flavonoids in Tomatoes. Journal of Agriculture and Food Chemistry 2007, 55, S. 6156

 

(Q5) VELIMIROV, A., MÜLLER, W.: Die Qualität biologisch erzeugter Lebensmittel. Ergebnisse einer umfassenden Literaturrecherche. Endbericht. Im Auftrag von BIO ERNTE AUSTRIA – Niederöster-reich / Wien. 2003, S. 7, 29, 33-40, 43

(Q6) Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen: EG-Verordnung Ökologischer Landbau, 3. überarbeitete Auflage, Mai 2003, S. 7, 8, 44, 57

(Q7) BECK, R.; LEBSCHY, J.; OBST, A.: Fusarien schon im Herbst aufs Korn nehmen. dlz 9/97, S. 28 - 32. und BIOLAND Bayern 4/99 Mitglie-derbrief

(Q8) Dr. Daniel Neuhoff
Mykobelastung von Ökoweizen, bioland 3/2002

(Q9) Hrsg.: Senat der Bundesforschungsanstalten des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL): Bewertung von Lebensmitteln verschiedener Produktionsver-fahren. Statusbericht 2003. S. 19, 48, 50, 55, 58

(Q10) NEUHOFF; D.:
Nahrungsmittelqualität aus konventionellem und ökologischem Landbau im Vergleich. - Ernährung im Fokus 08/2001, S. 198 -201

(Q11) MAHNKE-PLESKER, S.:
Öko-Kost - aid-Spezial: Zwischen Öko-Kost und Designer-Food: Ernährung im 21. Jahrhundert. aid-Forum 1999 in Bonn, S. 36 - 39

(Q12) RAABE, L.:
Öko-Orangen enthalten mehr Vitamin C. – Naturland magazin 3/2002, S. 7

(Q13 Baxter, G. J. et al
Salicylic acid in soups prepared from orgnically and non-organically grown vegetables. In: European Journal of Nutrition 6/40, 289 -292, 2001

(Q14) AHRENS, E:
Aspekte zum Nachernteverhalten und zur Lagerungseignung, S. 113 - 127. - In: Meier-Ploeger, A.; Vogtmann, H. (Hrsg.): Lebensmittelqualität - ganzheitliche Methoden und Konzepte. - Karlsruhe : Müller, 1988 (Alternative Konzepte ; 66)
(Q15) VOGTMANN, H.:
Lebensmittelqualität - ein ganzheitliches Prinzip. S. 21. - In: Meier-Ploeger, A.; Vogtmann, H. (Hrsg.): Lebensmittelqualität - ganzheitliche Methoden und Konzepte. - Karlsruhe: Müller, 1988 (Alternative Konzepte ; 66)

(Q16) Fibel Dossier: Qualität und Sicherheit von Bioprodukten. Nr.4; 4 Februar 2006; 1.Auflage; S.8

(Q17) Kumar, Sinclair, Mattou (Beltsville Agricultural Research Center): „An alternative agriculture system is defined by a distinct expression profile of select gene transcripts and proteins“ in: Proceedings of the National Academy of Sciences, Vol. 166, No. 2 , p. 21, Beltsville.

(Q18) Hallmann, E., Rembialkowska, E.: Comparision of the Nutritive Qualtity of Tomato Fruits from Organic and Conventional Production in Poland, Archived http://orgprints.org/9944; S1

 

(Q19) Ehrlich, M.: Untersuchung von Molkereimilchprodukten aus Deutschland auf gesundheitlich bedeutsame Fettsäuren (Omega 3, Omega 6, CLA) unter Berücksichtigung des eingesetzten Maisfutters. Ökologische Agrarwissenschaften Uni Kassel; Juni; S. 18