Starke Argumente für BIO

Biolandbau...
damit uns nicht die Luft ausgeht!

Pflanzen binden große Mengen Kohlendioxid und filtern Schadstoffe aus der Luft. Die Landwirtschaft setzt aber auch die Treibhausgase Kohlendioxid, Methan, Lachgas und das indirekt wirkende Ammoniak frei. Ammoniak stammt vorwiegend aus der Gülle oder Jauche der Tiere sowie von leicht löslichen (L1) Mineraldüngern.

Die Veröffentlichung einer Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zeigt: Bezogen auf den Viehbesatz wird in Biobetrieben  44 Prozent weniger Ammoniak frei als in konventionellen Betrieben (L1).

Der Biobauer stimmt die Futterrationen sorgfältig auf den Eiweißbedarf der Tiere ab, um deren Gesundheit zu erhalten. In der Milchviehfütterung senkt er die Menge des als Eiweißquelle gegebenen Kraftfutters und vermindert so gleichzeitig die Stickstoffausscheidung seiner Tiere (L1).

Im Biolandbau wird weniger intensiv gedüngt, z.B. wird keine Gülle aus Massentierhaltung oder leichtlöslicher Stickstoffdünger verwendet. Deshalb wird weniger Stickstoff in Form von Ammoniak an die Luft abgegeben, wie wissenschaftliche Untersuchungen ergaben: Die Ammoniakverluste waren auf den Bioflächen um etwa 60 Prozent und die Lachgasabgabe um 45 Prozent geringer. (L2).

Auch der Kohlendioxid-Ausstoß von Biobetrieben ist auf den Hektar bezogen um 50 Prozent niedriger (L3, L4). Der Verzicht auf mineralische Stickstoffdünger und Pestizide, der geringere Eintrag von Phosphor und Kalium und der geringere Einsatz von Kraftfutter wirken sich positiv auf die Kohlenstoffdioxid-Bilanz aus (L3). Zudem ist die Kohlenstoffdioxid-Bindung aufgrund der größeren Wurzelmassen der Hauptfrüchte, der höheren Humusgehalte im Boden sowie der längeren Begrünungszeiten durch Zwischenfrüchte wesentlich effizienter.

(L1) HAAS / KÖPKE (1994):
Vergleich der Klimarelevanz ökologischer und konventioneller Landbewirtschaftung - In: Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre", Bd. 1, Landwirtschaft, Teilband 2. S. 69, 70ff

(L2) GEIER, U.; FRIEBEN, B.; HAAS, G.; MOLKENTHIN, V.; KÖPKE, U.:
Ökobilanz Hamburger Landwirtschaft. Umweltrelevanz verschiedener Produktionsweisen, Handlungsfelder Hamburger Umweltpolitik. Teil I: Landwirtschaftliches Gutachten i. A. d. Freien u. Hansestadt Hamburg. Schriftenreihe. Inst. f. Organ. Landbau. Berlin: 1998. S. 52, 53

(L3) STOLZE, M.; PIORR, A; HÄRING, A; DABBERT, S.: The environmental impacts of organic farming in Europe. - Stuttgart-Hohenheim: 2000. - (Organic Farming in Europe: Economics and Policy; 6). S. 62

(L4) Naturland: Gräfelfinger Thesen, Klimaschutz und Ökologischer Landbau, S. 57, Gräfelfing 2000

 
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