Starke Argumente für BIO
Biolandbau....
damit wir für ein gutes Klima Energie sparen!
Die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde hat sich seit Ende des 19. Jahrhun-derts durch Treibhausgase um 0,7° Celsius erhöht. Dies hat fatale Folgen: die Klimazonen verschieben sich, Gletscher schmelzen, Meeresspiegel steigen an, Hochwasserkatastrophen und verheerende Wirbelstürme nehmen zu.
Der Biolandbau reduziert den Ausstoß von klimaschädigenden Gasen. Wissenschaftler führen dies auf den sparsameren Umgang mit fossilen Energieträgern, verminderten Kraftfuttereinsatz oder einen geringeren Viehbesatz zurück. Zudem bindet er durch die wechselnde Fruchtfolge, organische Düngung und Bodenbearbeitung vermehrt CO2 (K1, K2, K3, K4, K6, K9).
Durch den geringeren Viehbesatz ist der flächenbezogene Ausstoß von Methangas im Biolandbau geringer. Das klimaschädigende Methan entsteht im Magen von Wiederkäuern und bei der Mistlagerung (K3). Zudem gibt es bisher kaum intensive Bioschweine- und Geflügelbetriebe, die auf energiezehrende Lüftungs- und Heizungsanlagen angewiesen sind (K2).
Die Herstellung von Pestiziden, leichtlöslichen Stickstoffdüngern, Kalium- und Phosphor-düngern verschlingt viel Energie: Biobetriebe setzen diese Stoffe gar nicht oder nur begrenzt ein. Daher ist der Energieverbrauch, den konventionelle Landwirte für die Herstellung solcher Stoffe verursachen, insgesamt um das 21fache höher (K2).
Auch einzelne Bioprodukte (z.B. Biomilch oder Feldfrüchte) weisen in der Regel eine bessere Energiebilanz auf (K2, K4, K5, K7).
Bei der ökologischen Rindfleischerzeugung fällt die CO2-Bilanz um ca. 24 Prozent besser aus als bei der konventionellen Wirtschaftsweise (K8).
Biobäcker, Biometzger und Biogastronomiebetriebe beziehen ihre Rohwaren bevorzugt aus der Region. Dadurch entfallen weite und energiezehrende Transportwege. Biobauern setzen besonders auf regionale Vermarktungswege wie Direktvermarktung, Lieferservice usw. und sparen dadurch aktiv Energie.
(K1) GEIER, U.; FRIEBEN, B.; HAAS, G.; MOLKENTHIN, V.; KÖPKE, U.:
Ökobilanz Hamburger Landwirtschaft. Umweltrelevanz verschiedener Produktionsweisen, Handlungsfelder Hamburger Umweltpolitik. Teil I: Landwirtschaftliches Gutachten i. A. d. Freien u. Hansestadt Hamburg. Schriftenreihe. Inst. f. Organ. Landbau. Berlin: 1998. S. 52, 53
(K2) HAAS, G.; GEIER, U.; SCHULZ, D.G.; KÖPKE, U. (1995):
Vergleich konventioneller und organischer Landbau - Teil I: Klimarelevante Kohlendioxid-Emission durch den Verbrauch fossiler Energie . Berichte über die Landwirtschaft 73 (1995) Landwirtschaftsverlag, Münster-Hiltrup. S. 401 - 415, hier: S. 407-412
(K3) Naturland
Gräfelfinger Thesen, Klimaschutz und Ökologischer Landbau, S. 57, Gräfelfing 2000
(K4) MURPHY, D.P.L.; RÖVER, M.; SOHLER, S.; FLACHOWSKY, G.; BOCKISCH; F.-J.; HEINE-MEYER; O.:
Bewertung von Verfahren der ökologischen u. konventionellen landwirtschaftlichen Produktion. Studie im Auftrag d. BMELF. Wiss. Mitt. FAL. SH 211, 2000. S. 162
(K5) „Biovegan“, Energieeffizienz in der Landwirtschaft, Nr. 6/ Frühling 2001
(K6) Ist Bio wirklich besser? Faktensammlung zur Qualität Biologisch erzeugter Lebensmittel. Hrsg.: BIO Austria, 2005
(K7) Pimentel, D, Hepperly,P, Hanson, J, Douds, D, Seidel, R.Environmental: Energetic and Economic Comparisons of Organic and Conventional Farming Systems. BioScience 7/2005, S. 573-582
(K8) Studie: Einfluß von Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Ernährung auf das Klima. Im Auftrag der NÖ Landesregierung und des NÖ Klimabündnisarbeitskreises Land & Forstwirtschaft erstellt ;2007; S.114
(K9) Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft; Angewandte Forschung und Beratung für den ökologischen Landbau in Bayern; Öko-Landbau-Tag 2007; ISSN 1611-4159; S.12/15

