Genmais Anbau 2009

Genmais Anbau seit 2009 verboten

Mitte Februar 2009 waren bundesweit 3.644 Hektar Genmais im Standortregister angemeldet. Am 14. April 2009 hat Bundesagrarministerin Ilse Aigner dann die Aussaat und den Handel mit MON810 aufgrund von Umweltrisiken verboten und ist damit der Bioland Forderung gefolgt. Gegen diesen Beschluss reichte Monsanto sofort am Verwaltungsgericht Braunschweig Klage ein. Dieses Gericht als auch die Folgeinstanz entschieden im Eilverfahren gegen Monsanto - also für das Anbauverbot von Gen-Mais.

Anbaufläche von Bt-Mais in Hektar von 2005 bis 2009

Jahr20052006200720082009

Tatsächlicher Anbau

342

947

2.685

3.171

0

Höchststand der vorläufig angemeldeten Flächen

1.150

2.004

3.778

4.500

Abmeldungen

808

1.057

1.093

669

Quellen: BMELV 2009, Standortregister des BVL 

 

Informative Links:

http://194.95.226.237/stareg_web/bundeslandStatistic.do (Standortregister des BVL)

http://www.risikoregister.de

http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/anbau_genpflanzen/gen_mais_anbau_in_deutschland/ oder http://194.95.226.237/stareg_visual_web/localeSwitch.do?language=de&page=/data.do

(hier sind die Standorte nach Bundesländern in einer Karten dargestellt)

 

 

Gen-Maisanbau verhindern: Hinweise für betroffene Bioland-Bauern

Grundsätzlich sollten möglichst viele Gen-Maisanbauer zu einem Rückzug ihrer Anmeldung bewegt werden. Ein wichtiges Instrument dazu ist die Information der Öffentlichkeit vor Ort auch durch Pressearbeit. Als betroffener Landwirt gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Suchen Sie das direkte Gespräch mit dem Gentech-Anbauer und nehmen Sie sich Unterstützer (z. B. Kirchenvertreter) mit. Evtl. können Sie den Gentech-Anbauer bereits in einem persönlichem Gespräch von der Anbauplanung abbringen.
  2. Informieren Sie den Verpächter, falls die geplanten Genmais-Flächen gepachtet sind. Auch ihn auf Haftungsrisiken etc. hinweisen. Als Hilfestellung kann beiliegender Musterbrief verwandt werden.  Verpächterbrief
  3. Kontakt aufnehmen mit lokalen Bürgerinitiativen und Umweltgruppen. Den Namen des Anbauers öffentlich machen. Zu Bürgerversammlungen einladen, Unterschriftenlisten initiieren etc. Das Thema in den Gemeinderat bringen, alle persönlichen Ämter und Kontakte nutzen, z.B. auch Kirche etc.

Presseerklärungen machen, Pressetermine auf dem eigenen Hof oder Feldspaziergänge mit Pressevertretern vereinbaren, Ziel auch hier: den Anbau, den Anbauer und die Problematik des Biohofes öffentlich machen. Es soll eine breite öffentliche Diskussion entstehen. Hierbei unterstützt Sie Ihr Bioland Landesverband.