Biotiere
Tier-, Umwelt- & Verbraucherschützer zu www.biotiere.de
Bündnis Mensch & Tier
Biologische Produkte sind heute „in aller Munde“, jedoch wissen nur wenige Verbraucher etwas über die ökologische Nutztierhaltung. Kinder und Jugendliche kennen sich häufig besser mit Exoten denn mit heimischen Nutztieren aus. Die Seite www.biotiere.de weckt das Interesse an der ökologischen Tierhaltung und den Tieren selbst. Hierbei bietet sie leicht verständlich Hintergrundinformationen zu den verschiedenen landwirtschaftlichen Nutztieren an, die zu lebendigen Erfahrungen auf Betrieben ausgebaut werden können.
Die Grundvoraussetzung für einen positiven Mensch-Tier-Kontakt ist das Wissen vom natürlichen Verhalten der Tiere – nur in artgemäßen Stallungen können Tiere ihr natürliches Verhalten zeigen. Bio-Betriebe erscheinen als Begegnungsstätte daher besonders geeignet, da die Tiere hier tiergerecht gehalten werden. Umgekehrt kann es auch für manchen Bio-Betrieb eine Zukunftsperspektive darstellen.
Das BeratungsTEAM Mensch & Tier berät Landwirte und Tierhalter, die an Mensch-Tier-Begegnungen auf ihrem Hof interessiert sind und ihren Betrieb als Mensch-Tier-Begegnungsstätte anbieten möchten. So lädt das BeratungsTEAM Mensch & Tier zu gezielten Begegnungen mit Nutztieren auf geeigneten ökologischen Betrieben ein und ermöglicht einen direkten Kontakt zwischen Verbrauchern und den Nutztieren. Erwachsene und Kinder erfahren etwas über die Bedürfnisse der Tiere und die Notwendigkeiten der Landwirtschaft. Mithelfen, Kontakt und kleinere Aktionen mit den Tieren sind möglich. Der Umgang mit den Tieren wirkt auf Erwachsene und Kinder in vielfältiger Weise positiv.
Dipl.-Ing.Agr., Ing.ökol.Umweltsicherung
Christel Simantke
BeratungsTEAM Mensch & Tier
Stiftungsinitiative Bündnis Mensch & Tier
Nachhaltige Förderung der Mensch-Tier-Beziehung in der Gesellschaft
Tel. 089 - 3791 3761
info @ buendnis-mensch-und-tier.de
www.buendnis-mensch-und-tier.de
NABU Rheinland-Pfalz
Konventionelle Tierhaltung verstößt sehr häufig gegen Umweltschutz - aber auch ethische Prinzipien. In industriell organisierten Tierfabriken sind die arbeits- und platzsparenden Haltungsformen nicht artgerecht und führen oft zu einer Belastung des Naturhaushaltes. Die einseitige Zucht auf tierische Höchstleistung, die unnatürliche Ernährung, die Verabreichung von Antibiotika und Hormonen zur Leistungssteigerung und eine unzureichende Fürsorge führen zu vielfältigen Belastungen bei den Tieren, die sich in Platzmangel, Stressanfälligkeit, Gelenkschäden, Bein- und Klauenschäden, Kannibalismus und vieles mehr äußern. Wenn Tiere allein als verwertbare Ressource eingestuft werden, wird ihre Würde als Mitgeschöpf missachtet.
Die biologische Tierhaltung bekämpft diese Missstände. Tiere werden hier nicht den Haltungssystemen angepasst, sondern die Haltungssysteme nach den Bedürfnissen der Tiere konzipiert. Das Futter wird danach ausgerichtet, was die Tiere von Natur aus fressen würden und nicht ausschließlich danach, was billig ist und fett macht. Die Würde des Tieres wird durch eine angemessene Züchtung, Haltung und sonstige Behandlung geachtet.
Deshalb unterstützt der NABU Rheinland-Pfalz die Aktion „Biotiere" von Bioland ausdrücklicht und wünscht ihr viel Erfolg.
Siegfried Schuch
Vorsitzender NABU Rheinland-Pfalz
PROVIEH
PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. ist seit 31 Jahren tätig und damit Deutschlands ältester und zugleich einziger ausschließlich im landwirtschaftlichen Nutztierschutz bundesweit tätiger Fachverband. Unter dem Dach von PROVIEH sind neben Tausenden von Einzelmitgliedern auch rund 120 Mitgliedsvereine organisiert.
PROVIEH begrüßt die Informationskampagne des Bioland Bundesverbandes mit der Eröffnung des Internetportals Biotiere.de ausdrücklich. Sehr übersichtlich und plakativ werden hier für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Multiplikatoren die Haltungsbedingungen der einzelnen Nutztierarten dargestellt. Tabellarische Gegenüberstellungen unterschiedlicher Wirtschaftsweisen bei den einzelnen Tierarten im allgemeinen sowie dem jeweiligen "Biotier des Monats" im besonderen zeigen anschaulich und im Überblick, welchen Herausforderungen Halter, Handel und Konsumenten gegenüberstehen.
PROVIEH unterstreicht als Tierschutzverband, dass Leistung allein nicht das dominierende Selektionsziel in der Tierzucht sein darf. Die Bioland-Richtlinien für die Tierhaltung und -zucht sind deutlich strenger als die geltende EG-Verordnung über den ökologischen Anbau. In den Bioland-Richtlinien sieht PROVIEH - auch mit Blick auf die Übergangsregelungen bis 2010 - aber durchaus noch weiteres Verbesserungspotenzial hin zu einer Optimierung tiergerechter Haltung.
Im Einzelnen schlagen wir vor:
Rinder: Abschaffung der mutterlosen Kälberaufzucht; keine Enthornung bei Rindern (nur in begründeten Ausnahmefällen und dann mit Betäubung); keine Anbindehaltung
Nutz-/Hühnervögel: Garantie auf Freilandauslauf und Abschaffung mutterloser Aufzucht; bei Hühnern Rückkehr zu Zweinutzungstypen oder geeigneten Neuzüchtungen, da für jede Legehenne nach wie vor ein männliches "nutzloses" Küken getötet wird; noch striktere Begrenzung der max. Tierzahl je Stall und damit mehr Mindestlaufflächen je Tier; Hühner brauchen als Allesfresser ausreichend tierische Proteine zugefüttert, ansonsten droht Mangelernährung.
Bei Bioland-Produkten sind Käuferinnen und Käufer auf dem richtigen Weg und fahren im Hinblick auf das Wohl der Tiere allemal besser als etwa beim Bio-Siegel. Aufgrund der Übergangsfristen und der individuellen Ausprägung der Tierhaltung liegen auch jene Verbraucherinnen und Verbraucher richtig, die "ihren" Bioland-Bauern sowie dessen Betrieb kennen und sich somit persönlich vom Stand der Tierhaltung überzeugen können.
Geschäftsführer PROVIEH
Sven Lucas
Dipl.-Agraringenieur/-Agrarökonom
Telefon: 0431. 2 48 28-14
E-Mail: lucas @ provieh.de
www.provieh.de
VEBU
Grundsätzlich begrüßt der VEBU als bundesweite Interessenvertretung vegetarisch, vegan und fleischreduziert lebender Menschen die Herstellung einer größtmöglichen Transparenz im Bereich der Tierhaltung. Positiv zu bewerten ist darüberhinaus, dass auch im Biobereich kritische Punkte, wie z.B. das Töten männlicher - aus der Legehennenzuchtlinie stammender - Küken thematisiert wird. Hier wäre es allerdings wünschenswert, die Dimension dieses Vorganges und seine Unhaltbarkeit sehr viel deutlicher anzusprechen.
Der VEBU empfiehlt vegetarisch lebenden Menschen, die von ihnen konsumierten tierischen Produkte aus ökologischer Landwirtschaft zu beziehen, da hier das Tierleid gegenüber dem konventionellen Landbau zumindest verringert ist. Auch vor diesem Hintergrund ist das Projekt www.biotiere.de hilfreich. Die Vision einer nachhaltigen Landwirtschaft der Zukunft des VEBU unterscheidet sich allerdings von der jetzigen landwirtschaftlichen Praxis von BIOLAND. Der von uns vertretene "bio-vegane Landbau" verzichtet auf das Halten und Töten von Tieren. Der VEBU würde sich deutlich mehr Engagement des BIOLAND-Verbandes in Forschung und Praxis im Hinblick auf den "tierlosen Landbau", der im übrigen schon vielfach erprobt und auch Gegenstand der Forschung ist, wünschen.
Thomas Schönberger
Vorsitzender des VEBU
Vegetarier-Bund Deutschlands e.V. (VEBU)
Blumenstr.3
30159 Hannover
Tel. 0551 / 363 20 50
Fax 0511 / 363 20 07
E-Mail: Info @ vebu.de
www.vebu.de
Verbraucherzentrale Hamburg
Die Internetseiten "www.biotiere.de“ sind eine große Bereicherung im Internet! Viele Fragen zur Tierhaltung, die uns tagtäglich von ratsuchenden Verbrauchern erreichen, werden mit dieser aktuellen Gegenüberstellung in klarer und übersichtlicher Form beantwortet.
Sehr gelungen sind die tabellarisch dargestellten Unterschiede zwischen biologischer und konventioneller Tierhaltung, die den Verbrauchern ermöglichen, Vergleich zu ziehen und die Lebensbedingungen von Puten oder Kühen zu bewerten. Nur eins fehlt: Bilder von der konventionellen Tierhaltung, die den Konsumenten so häufig vorenthalten werden. Stattdessen findet man auf vielen Verpackungen von konventionellem Fleisch eine "ländliche Idylle", die nicht den Tatsachen entspricht. Schweine auf strohlosen Spaltenböden, Geflügelschnäbel, die stumpf gemacht wurden, oder Puten in drangvoller Enge - die traurige Realität bleibt häufig im Dunkeln.
Wir wünschen dieser Internetseite möglichst viele Nutzer!
Silke Schwartau
Abteilungsleiterin Ernährung
Verbraucherzentrale Hamburg e.V.








