12.11.2009
Bio-Rapsöl im 'test'
Die Stiftung Warentest hat das Bio-Rapsöl unseres Bioland Partners Teutoburger Ölmühle bewertet. Mit der Note Befriedigend (3,3) schnitt dieses Öl zwar als zweitbestes unter den Bio-Rapsölen ab, die Bewertung wird dem qualitativ hochwertigen Speiseöl aber nicht gerecht.
So findet das schonende Verarbeitungsverfahren, das von der Teutoburger Ölmühle eigens entwickelt und patentiert wurde, keinerlei Berücksichtigung. Seit Jahren garantiert dieses Verfahren nur beste Qualitäten eines geschmacklich milden Öls. Erst im neuesten Ökotest Jahrbuch 2009 Essen und Trinken wurde das gleiche Öl in der Reformhausausstattung als Testsieger mit der Note "sehr gut" bewertet.
Um eine halbe Note (0,5) wurde das Produkt im aktuellen Test-Heft abgewertet, da es angeblich zu wenig zur Vitamin-E-Versorgung beitrage. Mit 26,9 mg/100g liegt der Vitamin E-Gehalt aber im üblichen Bereich (ca. 30 mg/100g). Der Vitamin E-Gehalt bei einem nativen Naturprodukt ist abhängig von den natürlichen Bedingungen in der Wachstumsperiode der Rapspflanzen und daher nicht durch den Ölmüller beeinflussbar. Der Vitamin E-Gehalt verändert sich mit Pressung jeder neuen Saatcharge. Die hohe Gewichtung des Vitamin E-Gehaltes im Test reflektiert nicht die Tatsache, dass der gesundheitliche Produkt-Vorteil von Rapsölen nicht vornehmlich im Vitamin-E-Gehalt sondern im idealen Fettsäure-Muster und hohen Gehalt von Omega 3-Fettsäure liegt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt heute Rapsöl ausdrücklich wegen seiner ausgesprochen günstigen Fettsäurenzusammensetzung: viel Ölsäure, Linolsäure in Maßen, ein optimales Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren und den niedrigsten Gehalt gesättigter Fettsäuren. Den nachweislich höheren Gehalt sekundärer und antioxidativer Pflanzeninhaltsstoffen (wie z.B. die Karotinoide), den kaltgepresste Rapsöle gegenüber Raffinaten aufweisen, hat Stiftung Warentest nicht bewertet. Dies ist eine klare Benachteiligung der kaltgepressten Öle gegenüber den Raffinaten.
Die mit sehr gut bewertete chemische Qualität und Schadstofffreiheit gehen nur mit 10 Prozent in die Bewertung ein, die sensorische hingegen mit 45 Prozent. Eine Überprüfung der Sensorik durch ein zweites Panel, wie bei Olivenölen vorgesehen, blieb aber trotz der Bedeutung für die Gesamtnote aus.
Lesen Sie dazu weitere Informationen und Stellungnahmen unseres Bioland Partners Teutoburger Ölmühle: www.teutoburger-oelmuehle.de/deutsch/aktuelles/index.htm.
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