11.12.2008
Bioland-Wurstwaren spielen in der oberen Liga
Die zweite Qualitätsprüfung von Bioland-Wurstwaren mit hervorragenden Ergebnissen.
Am 13. und 19. November 2008 fand in der Fleischermeisterschule von Kulmbach unter der Leitung von Hermann Jakob die zweite Qualitätsprüfung von Bioland-Wurstwaren statt.
Eine dreiköpfige Jury prüfte die 57 eingesendeten Bioland-Wurstwaren der 10 teilnehmenden Betriebe sensorisch nach dem DLG-Prüfschema. Jeder Teilnehmer konnte bis zu sechs Produkte einschicken. Dabei mussten mindestens drei Produktgruppen der vier möglichen, nämlich Brühwurst, Kochwurst, Rohwurst und Schinken, vertreten sein.

Teilnehmer der diesjährigen Qualitätsprüfung
- Alsfelder BIOFLEISCH
- Bakenhus Biofleisch GmbH
- Bioland Frischfleisch Fleischerei Fricke
- Bio-Metzgerei Schojohann
- Fleischerei Kleiner
- Fleischerei Thordsen
- Metzgerei Mülhaupt
- Metzgerei Packlhof GmbH
- RoBert's Bio-Geflügel GmbH & Co. KG
- Stadtmetzgerei Adolf Fries e.K.
Urkunden erhielten diejenigen Betriebe, die mit drei Produkten mindestens 92 Punkte nach Prüfschema erzielt hatten. Alle Betriebe haben die Prüfung bestanden und erhielten eine Betriebsurkunde.

Der Bioland Betrieb Bakenhus Biofleisch GmbH, aus dem niedersächsischen Großenkneten, schloss als bester, mit 6 prämierten von 6 eingereichten Produkten, ab. Bioland begleitete die Qualitätsprüfung mit Presseaktionen. Eine bundesweite Pressemeldung ging an alle relevanten Medien, zudem eine Pressemeldung an die Fachmedien. Zusätzlich wurde in Abstimmung mit den Teilnehmern die örtliche Presse des jeweiligen Teilnehmers mit einer individuellen Meldung versorgt. Außerdem können die Betriebe eine Auszeichnung auf die prämierten Produkte im Handel anbringen.
Wer hat geprüft?
- Thomas Weiss, Kulmbach, Fleischermeister, DLG-Prüfer, Meisterprüfungsausschuss
- Manfred Behrschmidt, Fleischermeister, Weidhausen, DLG-Prüfer
- Hermann Jakob, Mainleus, Meisterschule für Fleischer Kulmbach
Wie wurde geprüft?
- Nach einem Prüfschema, das sich an der DLG-Wurstprüfung orientiert und an die Besonderheiten der Öko-Wurst angepasst wurde.
Besonderheiten, Auffälligkeiten
- Bittergeschmack bei mehreren Leberwurstsorten.
- Einige Produkte aus der Kategorie Brühwurst und Rohwurst waren zu schmalzig, zu weich und zu kurz im Biss.
Allgemeine Verbesserungsvorschläge!
- Lebern gut ausschneiden eventuell wässern oder in Milch einlegen.
- Auf Kutterzeiten achten, ggf. Kutterzeiten verkürzen, weniger und dafür kernigeres Fett verwenden.
Fazit/Resümee
Bioland-Wurstwaren spielen qualitativ schon in einer hohen Liga. Bei Einzelprodukten gibt es aber immer noch Luft nach oben. Man erkennt regionale Stärken und Schwächen.
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