21.12.2017 Bozen

Südtirols Bioflächen bis 2025 verdoppeln

Die biologische Landwirtschaft in Südtirol soll deutlicher und schneller wachsen als bisher. Das ist das Ziel des „Biokonzept 2025“, welches der Südtiroler Bauernbund, die Bioverbände, die Landesverwaltung sowie Schulungs-, Beratungs- und Forschungseinrichtungen zusammen ausgearbeitet haben. Mit zehn Maßnahmen will man dieses Ziel bis 2025 erreichen.

Zwei Jahre lang haben der Südtiroler Bauernbund, die Bioverbände, allen voran Bioland Südtirol, das Ressort Landwirtschaft, die Freie Universität Bozen, die EURAC, das Versuchszentrum Laimburg, der Beratungsring für den Obst- und Weinbau sowie für die Berglandwirtschaft (BRING) und die Landwirtschaftliche Berufsbildung an einer Studie zur Intensivierung der biologischen Landwirtschaft in Südtirol gearbeitet. Auf etwa 20 % bei Äpfeln, 15 % bei Beeren, 16 % bei Ackerfrüchten und Kräutern sowie 12 % beim Wein sollen die Bioflächen in den nächsten acht Jahren ansteigen. Damit dies gelingt, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden, waren sich die Beteiligten am „Biokonzept 2025“ einig. 

„Dieser war eine Umfrage des Südtiroler Bauernbundes unter seinen Mitgliedern im Jahr 2015 vorausgegangen. 57 Prozent der Befragten sprach sich damals dafür aus, sich mit der Biolandwirtschaft intensiver zu beschäftigen“, erklärte Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler die Gründe für die Studie. Um das Ziel der Verdoppelung der Biofläche zu erreichen, müsse man bei den Rahmenbedingungen ansetzen. „Die Aus- und Weiterbildung muss ausgebaut werden“, merkte Toni Riegler, Obmann von Bioland Südtirol an.

In allen Fachschulen soll in Zukunft die biologische Landwirtschaft gleichwertig gelehrt werden. Auch die Beratung soll intensiviert werden. Nachholbedarf gibt es auch in der Forschung. Zwar wird am Versuchszentrum Laimburg und an der Freien Universität Bozen bereits sehr erfolgreich geforscht, dennoch können bei weitem nicht alle Forschungsgebiete abgedeckt werden. „Von den Ergebnissen profitieren auch die integriert arbeitenden Bauern, da Erkenntnisse in der Biolandwirtschaft zunehmend in den integrierten Anbau einfließen“, so Riegler. Landesrat Arnold Schuler kündigt eine Kompetenzzentrum an, das sich um die Pflanzengesundheit kümmern soll.

Die bestehenden Produktionsstandards bleiben bestehen. Das Verbands-Bio ist dem EU-Bio vorzuziehen, da die Rückverfolgbarkeit besser gegeben ist. „Damit können sich die Südtiroler Biobauern abheben, was in Zukunft wichtig werden wird“, so Riegler. Auch die Biomarken werden weitergeführt und, sofern nötig, weiterentwickelt. Dem Südtiroler Bauernbund komme künftig die Rolle des Vermittlers zu, sei es bei der Schaffung von rechtlichen Rahmenbedingungen wie in der Koordination der geplanten Arbeitsgruppen.

Bioland Südtirol

Niederthorstraße, I-39018 Terlan

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