12.03.2018 Mals

Mechanische Unkrautbekämpfung in der Fürstenburg

Auf Bestreben der Vinschger Gemeinden Mals, Prad, Schluderns, Taufers im Münstertal und Graun fand Anfang Februar in der Fachschule für Landwirtschaft Fürstenburg die Veranstaltung „Mechanische Unkrautbekämpfung im Gemüse- und Ackerbau“ statt.

Auf Bestreben der Vinschger Gemeinden Mals, Prad, Schluderns, Taufers im Münstertal und Graun fand Anfang Februar in der Fachschule für Landwirtschaft Fürstenburg die Veranstaltung „Mechanische Unkrautbekämpfung im Gemüse- und Ackerbau“ statt. Eröffnet und moderiert wurde der Nachmittag vom Referent für Landwirtschaft der Gemeinde Mals sowie Bioland Vorstandsmitglied Günther Wallnöfer.

Als Referenten waren der Biolandwirt Jakob Greiner aus Horgau in Bayern geladen sowie Rudi Barth aus Aufhausen, der nach Jahren des konventionellen Anbaus vor 6 Jahren auf Bio umstellte. Seitdem bewirtschaftet er seinen 50 Hektar großen viehlosen Betrieb pfluglos und mit eigenen Methoden, um den Boden zu konservieren, wie etwa eine zehngliedrige Fruchtfolge oder das Liegenlassen der Mahd. Barth selbst entwickelt einfache Geräte zur Bodenbearbeitung, wobei er außerdem ebenso wie sein Kollege Greiner mit Maschinen des Unternehmens Treffler arbeitet. Diese wurden auf der Info-Veranstaltung ausführlich vorgestellt, wie der ausgeklügelte Präzisions-Grubber, Schneidwalzen, Hackgeräte, Zinkenstriegel oder Federzahneggen, die Treffler in Zusammenarbeit mit Bio-Landwirten herstellt. Maschinen die sich auch für kleine Parzellen wie sie vor allem in Südtirol vorkommen, eignen. Der Striegel kann sogar von zwei Pferden gezogen werden, auch für den Kleingärtnerbereich gibt es einen handgezogenen Striegel. Diese Striegel und Grubber sind auch in Südtirol bereits in Gebrauch.

Der Striegel eignet sich sowohl für den Anbau von Getreide, Kartoffeln und Gemüse, wobei durch die spezielle Bauart der gesamte Damm von der Dammfurche bis zur Dammkrone in einem Arbeitsgang mit demselben Zinkendruck gestriegelt werden kann. Auch Obmann Daniel Primisser vom Bund Alternativer Anbauer bezeugte den vorgestellten Geräten gute Qualität, ein waches Auge, um Striegel & Co. zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen sei jedoch notwendig. Die Gemeinde Mals zeigte sich tatkräftig: Ein Hackgerät soll angekauft und den Bauern zur Verfügung gestellt werden, ebenso eine Fachkraft, welche die Bauern bei der Einarbeitung unterstützt.

Bioland Südtirol

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