29.05.2017 Stockum/Dortmund/Hamm

Regionale Wurstwaren überzeugen bei Qualitätsprüfung

Auszeichnung für Schultenhof und Biohof Raffenberg

24. Mai 2017. "Wissen, wo´s her kommt" ist sicher ein Trend. Bei Fleisch und Wurst vielleicht noch wichtiger, als in anderen Produktbereichen. Wo und wie haben die Tiere gelebt, und was ist alles drin in der Wurst. Nicht jeder, aber immer mehr Menschen wollen genau das wissen. Und am besten funktioniert ein transparenter und direkter Weg in der Direktvermarktung. Beispiele für erfolgreiche Erzeuger, die ihre Produkte für den Verbraucher selbst verarbeiten und vermarkten, sind der Schultenhof in Dortmund und der Familienbetrieb Raffenberg in Fröndenberg. Zusätzlich produzieren diese Betriebe auch noch nachgewiesen hervorragende Qualitäten. Die Bioland Wurstprüfung hat ihnen genau dies gerade bescheinigt.

Jan Leifert, Geschäftsführer des Bioland NRW Landesverbandes, freut sich bei der Urkundenübergabe besonders darüber, diese Betriebe in den Reihen des Bioland Verbandes zu wissen. "Diese wunderbaren Beispiele für sehr gut funktionierende Direktvermarktung sind auch ein Aushängeschild für unseren Verband. Ich freue mich sehr darüber, wie der Schultenhof und die Familie Raffenberg die Nähe zu den Menschen pflegen und mit außerordentlichen Produktqualitäten überzeugen."

Auf dem Schultenhof, einer Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt, arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung. Frank Riedel ist ausgebildeter Fleischermeister und leitet die Metzgerei. Das saisonal wechselnde Angebot umfasst etwa 50 Wurstsorten, die im neuen Hofladen in einer acht Meter langen Fleischtheke angeboten werden. Auch das Fußballmuseum wird mit Wurstwaren des Schultenhofs beliefert. "Das direkte und positive Feedback der Käufer freut mich natürlich am meisten. Jetzt aber von unabhängigen Sachverständigen bestätigt zu werden, ist auch eine sehr wertvolle und motivierende Rückmeldung."

Der Biohof der Familie Raffenberg liegt in Fröndenberg. Hier sind Legehennen, eine Mutterkuhherde und Schweine zu Hause. Die Metzgerei befindet sich im wenige Kilometer entfernten Stockum. Verkauft werden die Fleisch und Wurstwaren und weitere hofeigene Produkte vor allem über den Stockumer Hofmarkt. "Gerade weil die Wurstproduktion nach Bioland Richtlinien besonders anspruchsvoll ist, freue ich mich über diese Auszeichnung", sagt Christine Raffenberg bei der Urkundenübergabe durch Jan Leifert. "Das verdanken wir natürlich unserem Metzger Christoph Kusch, der tolle Arbeit leistet, ist aber auch ein Beweis für die gute Fleischqualität, die unsere Tiere mit sich bringen."

Hintergrund

Bei Bioland kommen nur ausgewählte Zutaten und Zusatzstoffe in die Wurst. Um die Qualität der Bioland-Rohstoffe in der Verarbeitung zu erhalten, sind bei Bioland nur Verfahren erlaubt, die die Inhaltsstoffe der Lebensmittel optimal erhalten. So sind bei Bioland nur 24 der insgesamt 316 Lebensmittelzusatzstoffe, die derzeit in der EU zugelassen sind, erlaubt. Für die Wurstherstellung nach Bioland-Richtlinien sind nur sieben Zusatz- und Hilfsstoffe zugelassen. In Bioland-Wurstwaren finden sich kein Nitritpökelsalz, keine Geschmacksverstärker, keine Antioxidationsmittel oder Phosphate. Stattdessen arbeiten Bioland-Metzger mit bewährten handwerklichen Verfahren und traditionellen Rezepturen. Das bedarf handwerklichen Könnens, Fachwissens und Leidenschaft.

Bioland Nordrhein-Westfalen e.V.
Im Hagen 5, 59069 Hamm-Süddinker

Annette Angenendt - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jan Leifert - Geschäftsführer

Tel. 02385 935418
Fax 02385 935425
E-Mail: annette.angenendt(at)bioland.de

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