03.04.2017 Esslingen

Save the date: Erste Internationale Schäfertagung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb im Oktober 2017

Baden-Württemberg und besonders die grandiose Landschaft der Schwäbischen Alb sind auch heute noch stark von der Schäferei geprägt. Artenreichtum und landschaftliche Schönheit der Wacholderheiden, Hutewälder, Magerrasen, Streuobstwiesen und Blumenwiesen im Land sind ohne die Schafhaltung kaum zu erhalten.

Die Schäferei steht heute im Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlichem Wettbewerb und Landschaftspflege, zwischen Ökonomie und Ökologie. Die Veränderungen in der Landwirtschaft mit einer steigenden Intensivierung, dem Höfesterben sowie der zunehmenden Technisierung und Bürokratisierung wirken sich auch auf die Schafhaltung aus.

Damit die Schäferinnen und Schäfer diese Herausforderungen erfolgreich meistern können, bedarf es vielfältiger Anstrengungen. Der Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg e.V., die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb und der Bioland e.V. laden in Kooperation mit dem Schafberatungsbüro Dr. Florian Wagner & Partner am 17. bis 19. Oktober 2017 zur Internationalen Schäfertagung ein. Die Veranstaltung findet auf dem Hofgut Hopfenburg in Münsingen auf der Schwäbischen Alb statt und hat zum Ziel, mögliche Entwicklungsoptionen und Perspektiven für Schäfereibetriebe aufzuzeigen. Für die Bereiche Betriebswirtschaft, Herdenmanagement, Landschaftspflege und Vermarktung werden zahlreiche Impulse aus Theorie und Praxis präsentiert. Für eine Diskussion der vorgestellten Ideen und Erfahrungen ist genügend Zeit eingeplant.

Eine Exkursion zu Schäfereien rund um Münsingen und über den ehemaligen Truppenübungsplatz sowie ein unterhaltsames Rahmenprogramm runden die Tagung ab.

Das detaillierte Veranstaltungsprogramm wird derzeit erstellt und ab Mai 2017 unter www.bioland.de und www.schaf-bw.de zu finden sein.

Zum Hintergrund: Die Schwäbische Alb ist ein Zentrum der Wanderschäferei mit landesweiter Bedeutung und internationaler Anerkennung. Die albtypischen Wacholderheiden mit ihren Kalkmagerweiden wurden als ein herausragendes Merkmal des UNESCO-Biosphärenreservates Schwäbische Alb hervorgehoben. Mit dieser Auszeichnung ist gleichzeitig der Auftrag verbunden, diese hochwertige Landschaft zu fördern und zu unterstützen.

Der politische Wille zur Erhaltung der Schafhaltung ist in Baden-Württemberg klar umrissen. Das Land hat im Zuge der Erarbeitung seiner Nachhaltigkeitsstrategie einen Leitfaden zur Schafhaltung entworfen, dem gemäß seit mehreren Jahren im Rahmen des Schafreports präzise und repräsentative Daten zur Betriebswirtschaft in der Schafhaltung erhoben werden. Zudem wurden entsprechende Förderprogramme für Schäfer entwickelt, die die gesellschaftlichen Leistungen der Schafhaltung honorieren sollen.

Doch dies allein reicht zur Aufrechterhaltung der Schäferei nicht aus. Es gibt weitere Spannungsfelder und Herausforderungen, denen sich die Branche und die Betriebe stellen müssen und für die, gemeinsam aber auch individuell, Lösungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen, die zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Schafhaltung beitragen.

Bioland Baden-Württemberg e.V.
Schelztorstr. 49, 73728 Esslingen

Imme Schäfer - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christian Eichert - Geschäftsführer

Tel. +49 711 550939-19
Fax: +49 711 550939-50
E-Mail: imme.schaefer(at)bioland.de

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