Pressemitteilung

Steffen Schneider aus Leutenberg seit 20 Jahren Bioland-Mitglied

Leutenberg-Landsendorf, 12. Mai 2010: Vor 20 Jahren stellte Steffen Schneider zusammen mit seiner Frau auf ökologischen Landbau um und wurde Mitglied im Anbauverband Bioland. Zu diesem feierlichen Anlass pflanzte die  Geschäftsführerin von Bioland Thüringen Susanne Weißbecker einen Jubiläums-Apfelbaum.

Steffen Schneider ist gelernter Landmaschinenschlosser und arbeitete zehn Jahre in dem Beruf. Als die Wende kam und mit ihr die Rückgabe der landwirtschaftlichen Flächen an die ehemaligen Besitzer, übernahmen er und seine Frau, von Beruf Köchin, das Land von ihren Eltern. Schneiders Traum war es, Mutterkühe zu halten. Die Wunschrasse Highlands war jedoch zu dem Zeitpunkt unerschwinglich teuer und so konzentrierten sich Schneiders auf Öko-Ackerbau.

Steffen Schneider wurde Mitglied bei Bioland und verkaufte sein Getreide an die Erzeugergemeinschaft Öko-Franken. Er nahm an einem Abendlehrgang Landwirtschaft im bayrischen Kronach teil. „Es herrschte Aufbruchstimmung“, berichtet er. „Wir waren zwanzig hochmotivierte Leute im Kurs, die aus allen Berufen kamen und als Landwirte anfangen wollten.“ Jedoch Bio machte nur einer: Steffen Schneider. Er fuhr die weiten Wege zu den Gruppentreffen von Bioland, anfangs noch in Bayern, und tauschte sich mit Kollegen aus. Später fing er an, ökologisches Gemüse anzubauen.

„Wir sind dann in die Direktvermarktung eingestiegen“ berichtet Steffen Schneider weiter, „Es gab eine Mühle in der Nähe und wir haben einen Bäcker gefunden, der unser Getreide backt. Somit konnten wir auf den Markt gehen.“ Seitdem stehen er und seine Frau jede Woche einmal in Bad Lobenstein mit ihrem Bio-Stand auf dem Marktplatz. Das Angebot an Gemüse ist mit der Zeit gewachsen. „Früher wurden wir als Öko-Spinner abgetan“, erzählt Steffen Schneider schmunzelnd. „Doch das hat sich jetzt geändert. Bio ist in der Gesellschaft angekommen.“ Der überzeugte Vegetarier muss trotzdem noch so manche Diskussion auf dem Marktplatz ausfechten. Gegenüber dem einzigen Bio-Stand herrscht nach wie vor Skepsis. „Wir kriegen die Leute über die Qualität“, so Schneider. Denn wer am Mittwoch einen frisch geernteten Salat kauft, der auch Samstag noch knackig ist oder merkt, dass unser Brot eine ganze Woche gut schmeckt, der kommt wieder.    


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