Pressemitteilung

Biolebensmittel müssen gentechnikfrei bleiben

Keine Verwässerung der EG-Öko-Verordnung

Mainz, 2. Mai 2007. Der Rat der EU-Agrarminister beabsichtigt, die EG-Öko-Verordnung aufzuweichen und die Verwendung gentechnisch hergestellter Lebensmittelzusatzstoffe in Bioprodukten zu gestatten, wenn diese nicht mehr in gentechnisch unveränderter Form verfügbar sein sollten. Und dies, obwohl Biokunden und Biobetriebe die Verwendung von Gentechnik in Biolebensmittel nicht akzeptieren. „Biobetriebe brauchen keine Gentechnik, jedoch klare Positionen gegenüber ihren Kunden. Zusatzstoffe als Türöffner für Gentechnik in Bio würde Vertrauen zerstören und den Prinzipien des biologischen Landbaus widersprechen“, stellt Thomas Dosch, Bioland-Präsident, klar.

Bioland fordert den EU-Agrarrat auf, eine Aufweichung der EG-Öko-Verordnung zu verhindern. „Es gehört zu den täglichen Herausforderungen für alle Biobetriebe, die benötigten Rohstoffe und Zutaten in Bioqualität zu erzeugen oder erzeugen zu lassen. Hieraus ergeben sich für viele Betriebe neue Marktchancen. Ein Griff ins Gentechnik-Regal würde die Weiterentwicklung einer ökologischen Struktur jedoch deutlich zurückwerfen und den Biomarkt insgesamt diskreditieren“, warnt Dosch.

Bioland ist mit über 4500 Erzeugern und 700 Vertragspartnern aus Lebensmittelhandwerk und -industrie der größte Verband im ökologischen Landbau in Deutschland. 


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