Pressemitteilung
Ährensache - Ohne Gentechnik!
Bäcker, Bauern, Müller und Verbände starten Aktionswoche mit Brottüten
Hannover, 2. März 2007. "Wir möchten ein Signal für die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung setzen, deshalb starten wir mit über 1,3 Millionen Brottüten im Bundesgebiet eine Aktion mit der klaren Botschaft: "Ährensache- ohne Gentechnik!", so Bäcker, Müller, Bauern, Verbraucher und Verbände in Hannover im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bioland e.V. und des Bündnisses für gentechnikfreie Landwirtschaft in Niedersachsen, Bremen und Hamburg.
Anlass für diese Aktion ist die von der Bundesregierung im letzten Jahr genehmigte wissenschaftliche Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen in einer der größten Genbanken der Welt in Gatersleben (Sachsen-Anhalt). Die Sprecher weiter: "Das Grundnahrungsmittel Weizen muss gentechnikfrei bleiben! Über 30.000 Bürger, Züchter, Bauern, Müller und Bäcker haben Einwände gegen die Freisetzung erhoben. Trotzdem ist das gentechnische Experiment gestartet worden. Wir machen uns Sorgen sowohl um die zukünftige Lebensmittelqualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit des Getreides als auch um die wirtschaftlichen Konsequenzen für Bäcker und Bauern. Es ist ein Skandal, in unmittelbarer Nachbarschaft zu tausenden alter Getreidesorten, die zur Erhaltung regelmäßig im Freiland angebaut werden, gentechnisch veränderten Weizen frei zu setzen. Wir befürchten eine gentechnische Verunreinigung dieser alten Pflanzensorten. Das wäre ein unersetzlicher Verlust für zukünftige Züchtungsbemühungen, denn alte Sorten enthalten oft Resistenzen gegen Krankheiten und extreme Klimabedingungen. Die Kunden in den Bäckerfachgeschäften wollen keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. Wir wollen sie mit unserer Brottüte und einem beigelegten Handzettel informieren und ermutigen, selbst etwas zu tun.
Der Handzettel enthält eine Postkarte an den Bundeslandwirtschaftsminister. Wir fordern Herrn Minister Seehofer auf, die Freisetzung von gentechnisch veränderten Weizen zu stoppen und damit einen Beitrag zu leisten, unsere Lebensmittel gesund zu erhalten und das Naturerbe zu bewahren. Wir erwägen auch rechtliche Schritte gegen die Freisetzung einzuleiten. Für uns ist es eine Ährensache: Gentechnik kommt bei uns nicht auf den Acker, nicht in die Tüte und nicht auf den Teller!"
Die Sprecher auf der Pressekonferenz:
Annemarie Volling, AbL, Sprecherin im Bündnis, T. 04131-400720, mobil: 0160-96760146.
Anke Kähler, Bioland-Bäckerberatung, T. 05105/520220, mobil: 0170/4105983
Gerhard Lorenz, Schoonorth, Bioland-Landbäckerei Lorenz, mobil: 0172/5322726
Hedi Grunewald, Hannover, Verbraucherzentrale Niedersachsen, mobil: 0178/3198450
Bernd Nagel-Held, Lemgo-Voßheide, Eickernmühle, mobil: 0170/4315020
V.i.S.d.P.:
Gerald Wehde, Pressestelle Bioland e.V.
Kaiserstraße 18
55116 Mainz
Tel: 06131/2397920,
Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL und Sprecher im Bündnis für die gentechnikfreie Landwirtschaft in Niedersachsen, Bremen, Hamburg,
Heiligengeiststr. 28,
21335 Lüneburg
Tel: 04131/407757, mobil: 0170-4964684.
