Pressemitteilung
Blauzungenimpfung
Bioland sieht positive Signale für Abschaffung der Pflichtimpfung
Mainz, 23. Oktober 2009. Bioland setzt sich seit über einem Jahr dafür ein, Rinder, Schafe und Ziegen nicht verpflichtend gegen die Blauzungenkrankheit zu impfen. Nach Gesprächen mit Vertretern der zuständigen Landesministerien sieht Bioland jetzt positive Signale für eine geänderte Impfpolitik in Deutschland ab 2010.
„Die Freiwilligkeit der Blauzungenimpfung und damit die Stärkung der Verantwortung der Tierhalter ist eine realistische Option. Wir erwarten in Kürze eine entsprechende Entscheidung der zuständigen Bund-Länder-Kommission“, erklärte Bioland Präsident Thomas Dosch.
In einem Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner sowie alle zuständigen Landesministerien führte der Verband insbesondere drei Gründe auf, die für eine Freiwilligkeit der Impfung sprechen:
- Die Blauzungenkrankheit kann durch eine flächendeckende Impfung nicht ausgerottet werden. Deshalb gab es bereits in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Ausnahmen von der Pflichtimpfung. Die Impfquote bei Rindern von ca. 75 % könnte auch bei einer Freiwilligkeit erreicht werden.
- Die Entkriminalisierung der Landwirte ist dringend geboten. Bioland kritisiert das in Einzelfällen unangemessene Vorgehen der Veterinärämter bei der Durchsetzung der Impfpflicht und die Verhängung hoher Zwangsgelder.
- Tierhalter wollen und können ihre Verantwortung für die Gesundheit ihrer Tiere selbst tragen.
Bioland – Bundesverband
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