Pressemitteilung

Bioland-Bauern sorgen für blühende Felder

Staatssekretär Ripke gibt in Garbsen Startschuss für landesweites Blühstreifen-Projekt/ 36 Grundschüler sind beim Auftakt als „Pflanzen-Detektive“ dabei

Visselhövede, 14. Juli 2006. Mit Unterstützung des Landes Niedersachsen wollen Biobauern wieder mehr Blüten in die Landschaft bringen. Unter dem Titel „Bio-Landwirte spannen ein Blütennetzwerk“ startet am Freitag, dem 14. Juli, in Garbsen-Horst ein zweijähriges Projekt des Bioland Landesverbandes Niedersachsen/Bremen in Zusammenarbeit mit der Naturschutz-beratung des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN). Ziel ist es, den Arten- und Blütenreichtum an den Feldrändern zu erhöhen, auch zum Nutzen der Tiere sowie des Menschen, der sich in der Feldflur erholen will.

Pressetermin am Freitag, dem 14. Juli 2006, ab 10.30 Uhr
Bioland-Hof Joachim Wieding, Frielinger Straße 6, 30823 Garbsen-Horst, Tel. 05131/55538

Bereits im Frühjahr haben die ersten 135 Bio-Bauern eine besondere Samenmischung auf bisher rund 100 Hektar Fläche ausgesät. Einer davon ist der Bioland-Betrieb von Joachim Wieding aus Garbsen bei Hannover. Zum offiziellen Auftakt werden auf seinem Hof der Schirmherr des Projektes, Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke sowie Vertreter von Bioland, KÖN, BUND, Jagd- und Imkerverbänden die ersten blühenden Felder in Augenschein nehmen. Gleichzeitig wird  Staatssekretär Ripke das erste Info-Schild für Passanten am Blühstreifen einschlagen

Unterstützt werden die Fachleute von zwei dritten Klassen der Grundschule Garbsen. Sie verlegen an diesem Vormittag ihren Unterricht in die Feldmark und versuchen als „Detektive“, möglichst viele Pflanzen- und Tierarten auf den neuen Blühstreifen zu finden. „Das wird keine einmalige Aktion sein“, sagt Eva Meyerhoff, eine von zwei Naturschutzberatern des KÖN. „Indem wir Schulklassen und Umweltverbände vor Ort einbeziehen, wollen wir auf die Problematik des mangelnden Blütenreichtums aufmerksam machen.“ Sinn und Zweck des Projektes sei es, mehr Lebensraum für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten zu schaffen, aber auch für Vögel und Niederwild. „Gleichzeitig erhöht sich damit die Attraktivität und der Erlebniswert der Felder für die Bevölkerung“, so Meyerhoff.

Das Besondere am „Blüten-Netzwerk“: „Die Landwirte erhalten keine spezielle Förderung, wenn sie Blühstreifen oder -felder anlegen, sondern erweitern aus eigenem Interesse die Pflanzenvielfalt und den Lebensraum für Nützlinge“, so Albert Haake, Vorsitzender des Bioland Landesverbandes. Lediglich das Saatgut - zwei Blühmischungen mit jeweils elf verschiedenen Pflanzen -  wird gestellt. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Bingo-Umweltlotterie.

Kontakt:
Bioland Landesverband Niedersachsen / Bremen e.V.  und Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen Bahnhofstr. 15,
27374 Visselhövede
Eva Meyerhoff, Naturschutzberaterin
Tel. 0 42 62 / 9593-62 oder  – 70
E-Mail: e.meyerhoff @ oekokomp.de


Bioland – Bundesverband
Kaiserstr. 18, 55116 Mainz

Ressort Öffentlichkeitsarbeit, Sonja Vollmer
Tel.: 0 61 31 / 23 97 9 –17, Fax: 0 61 31 / 23 97 9 – 27
presse @ bioland.de

Präsident, Thomas Dosch
Tel.: 0 61 31 / 23 97 9 –14, Fax: 0 61 31 / 23 97 9 – 27
praesidium @ bioland.de

Bioland - Ökologischer Landbau