Pressemitteilung

Das Wassergut Canitz lädt ein!

Seit 20 Jahren Trinkwasserschutz durch ökologischen Landbau

Berlin, Canitz, 24.04.2012. Das Wassergut Canitz betreibt seit 1992 ökologischen Landbau, um den Nitratgehalt im Trinkwasser für Leipzig zu senken. Außerdem wird das Wasserwerk 2012 100 Jahre alt. Diese beiden Anlässe sollen mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden: am 28. April sind alle Interessierte ganz herzlich eingeladen, sich vor Ort ein Bild von der Biolandwirtschaft auf dem Gut zu machen. Von 11 bis 17 Uhr können die Besucher bei Hofführungen und Feldrundfahrten mitmachen, das Gut besichtigen und an der Bio-Trinkbar leckere Bio-Getränke probieren. Auch für Essen in Bio-Qualität ist gesorgt. Für Kinder gibt es verschiedene Aktionen, des Weiteren werden eine Technikschau, Kutschfahrten und eine Tombola angeboten.

„Wir erklären den Besuchern, wie ökologischer Landbau nicht nur gesunde Lebensmittel hervorbringt, sondern auch nebenbei unser Wasser schützt“, erklärt Klaus Götze, Betriebsleiter des Wassergutes Canitz und erläutert: „Der Biolandbau geschieht ohne den Zusatz von chemisch-synthetischen Stoffen. So wird sichergestellt, dass keine Verunreinigungen in das Trinkwasser gelangen. Durch die gezielt umweltschonende Bewirtschaftung der besonders empfindlichen und für die Brunnen der Wasserwerke wesentlichen Flächen konnten wir die Werte für Nitrat im Grundwasser inzwischen erheblich senken.“

„Wir gratulieren dem Wassergut Canitz ganz herzlich zu seinem 20jährigen Jubiläum und dem Wasserwerk zu seinem 100sten Geburtstag“, betont auch Heike Kruspe, Geschäftsführerin des Bioland Landesverbandes Ost, „Mit seinem großen Engagement ist das Wassergut für uns ein echter Vorzeigebetrieb des ökologischen Landbaus. Ich kann nur jedem raten, die Gelegenheit zu nutzen und sich selbst ein Bild von seiner Wirtschaftsweise und den positiven Auswirkungen für  den Trinkwasserschutz zu machen.“

 

Hintergrund: Wichtigstes Ziel des Unternehmens ist der Schutz der Trinkwasserressourcen im Einzugsgebiet der Wasserwerke in Canitz, Thallwitz, Naunhof. Umweltschonung und Bodenfruchtbarkeit stehen im Mittelpunkt. Auf insgesamt 750 Hektar Fläche - einem Areal größer als 1.000 Fußballplätze - werden pflanzliche und tierische Ökoprodukte nach Bioland-Richtlinien erzeugt und Mutterkühe gehalten. Die Durchführung des ökologischen Landbaus im Wasserschutzgebiet Canitz/Thallwitz bestätigt die Erfahrungen in anderen Wasserschutzgebieten, wonach der ökologische Landbau unter Nutzung intensiven Zwischenfruchtanbaus, einer geeigneten Fruchtfolgegestaltung und relativ geringen Wirtschaftsdüngereinsatzes zu einer Reduzierung der potentiellen Nitratauswaschungsgefahr beiträgt.

 


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