Pressemitteilung
Bioland-Serie: "Biodiversität im Blickfeld" - Das Wassergut Canitz
Biolandbau ist Grundwasserschutz!
Mainz, 13.05.2008. Bioland stellt in seiner Serie „Biodiversität im Blickfeld“ auf www.bioland.de monatlich Biobetriebe vor. Diese Betriebe schützen die Natur und fördern die Artenvielfalt in besonderem Maße, so auch das Wassergut Canitz. Das Gut liegt im Urstromtal der Mulde, direkt im Wassereinzugsgebiet der Stadt Leipzig. Ende der 70er Jahre erreichten die Wasserwerte beinahe den kritischen Grenzwert von 50mg/l Nitrat. Aus diesem Grund stellte das Leipziger Wasserwerk nach der Wende die Landwirtschaft auf ökologischen Landbau um. Bis dahin wurden die Flächen intensiv konventionell bewirtschaftet. Mit dieser Umstellung bewahrt die Stadt Leipzig auch heute noch ihr Grund- bzw. Trinkwasser vor Verunreinigungen. Zudem werden durch die ökologische Bewirtschaftung gesunde Lebensmittel erzeugt.
Seit 1992 bewirtschaften Diplom-Landwirt Klaus Götze und sein zehnköpfiges Team den Betrieb ökologisch, seit 2004 sogar nach den Bioland-Richtlinien. Die Fläche erstreckt sich über 800 Hektar, in der sich die Vielseitigkeit der Landschaft wiederspiegelt: Von Niederterrassen mit fruchtbarem Auenland, zu Hochterrassen mit blühenden Saumstrukturen, im Hintergrund das Panorama der Hohburger Berge. Ein besonderes Merkmal dieser landwirtschaftlichen Flächen sind die immer wieder aufragenden Kontrollbrunnen. Hier wird gemessen, ob die Wasserqualität in Ordnung ist.
Damit keine Nitrateinträge die Wasserqualität beeinträchtigen, wird eine angepasste Fruchtfolge eingehalten und die Düngung auf 30 kg pro Hektar begrenzt. Zu den Flächen zählt auch die Auenlandschaft der Mulde, die eine Mutterkuhherde schonend beweidet. Auf 24 Hektar bieten Feldraine, Windschutzstreifen und Biotope natürliche Habitate für Vögel, Raubinsekten und allerlei andere Tiere.
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