Pressemitteilung
Bioland-Serie: "Biodiversität im Blickfeld" - Der Bioland-Hof Ellenberg
Beim Bioland-Hof Ellenberg ist Vielfalt das Programm
Mainz, 19.05.2008. Bioland stellt im Mai aus der Serie "Biodiversität im Blickfeld" den Bioland-Hof Ellenberg aus der Lüneburger Heide vor. Für Biolandbauer Ellenberg ist der Erhalt und die Wiederbelebung alter Kartoffelsorten eine Herzensangelegenheit. 1997 begann alles mit einer Handvoll Kartoffelknollen alter Sorten. Heute können die Kunden in seinem Hofladen zwischen 22 unterschiedlichen Sorten wählen, auf den ellenbergischen Feldern blühen sogar über 170 verschiedene Knollen. Ellenbergs Engagement kommt besonders der Sorte Linda zu Gute: Er setzt sich vehement für die Wiederaufnahme dieser beliebten Kartoffel im Sortenregister ein. Auch als Jurymitglied für die „Kartoffel des Jahres“ fördert er öffentlichkeitswirksam die Kartoffelvielfalt.
Das deutsche Sortenregister des Bundessortenamtes führt über 150 verschiedene Speisekartoffelsorten. Die Kunden im Lebensmitteleinzelhandel finden jedoch meist nur zwischen drei bis fünf auf Massenertrag gezüchtete und relativ homogen schmeckende Sorten vor. So herrscht bei den Verbrauchern ein eingeschränktes Bewusstsein über die Vielfalt der Kartoffeln in Form, Farbe und Geschmack. „Dagegen kämpfen wir an, das ist Biodiversität auf dem Acker – und eine Bereicherung des Geschmackserlebnisses“, erläutert Ellenberg. Für Karsten Ellenberg ist die Wirtschaftlichkeit einer Sorte nur ein Kriterium. Ebenso wichtig ist ihm der Erhalt alter Sorten mit den verschiedensten Ausprägungen. So wachsen zur Zeit über 170 Sorten auf seinen Feldern - vom Bamberger Hörnchen über den blauen Schweden bis hin zu den Inkakartoffeln. Mit beeindruckendem Ergebnis: verschiedene Blüten, verschiedene Knollen, verschiedener Geschmack. In einer eigenen Einrichtung auf dem Hof erhält er mittlerweile Kartoffelpflänzchen seiner Sorten durch das „In-vitro-Verfahren“. Durch gezielte Kreuzung von Sorten entstanden auf dem Hof Ellenberg die Sorten "Emma und "Olivia".
Seit 1990 bewirtschaftet Bauer Ellenberg seine landwirtschaftlichen Flächen nach den Bioland-Richtlinien. "Der Betrieb war zu klein und bot als konventioneller Betrieb langfristig keine Perspektive", resümiert Ellenberg, "und ich wollte ökologisch wirtschaften". Nach einigen Jahren besann sich Ellenberg auf die alten Traditionen der Landbewirtschaftung der Lüneburger Heide: die Kartoffel.
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