Pressemitteilung

„Ernährung – viel mehr als Essen!“

Domäne Dahlem erhält Förderpreis Ernährungskultur

Berlin/Kassel, 09.12.2011. Gestern verlieh die Universität Kassel den Förderpreis Ernährungskultur. Soziale Ungleichheit und Ernährung war 2011 das Schwerpunktthema des Förderpreises, der zum achten Mal verliehen wurde und vom Fachgebiet Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur betreut wird. Den ersten Preis erhielt der Bioland-Mitgliedsbetrieb Domäne Dahlem für sein Konzept: „Ernährung – viel mehr als Essen!“

„Wir gratulieren der Domäne Dahlem ganz herzlich zum 1. Preis! Es ist beeindruckend, wie auf der Domäne auf vielfältige Weise den Besuchern ökologische Landwirtschaft nahegebracht wird“, gratulierte Heike Kruspe, Geschäftsführerin des Bioland Landesverbandes Ost, „Die Domäne zeigt außerdem anschaulich, wie ökologische Verarbeitung der selbst produzierten Erzeugnisse und gesunde Ernährung zusammenhängen.“  Auf der Domäne können Interessierte den Werdegang der Lebensmittel vom Feld bis auf den Teller, von der Weide bis in die Einkaufstasche kennen lernen.  

Das Freiland-Museum für Agrar- und Ernährungskultur mit ökologischem Schwerpunkt Domäne Dahlem ist ein ehemaliges Rittergut, auf dem seit 800 Jahren Landwirtschaft betrieben wird. In ihrem besucheroffenen Bioland-Bauernhof bilden bedrohte Nutztierrassen und historische Kulturpflanzensorten den Schwerpunkt. Hier wird die Bildungsarbeit in Landwirtschaft und Ernährung für alle Altersstufen und ebenso für Personen mit Migrationshintergund als Kernziel formuliert. „Zu uns kommen sowohl Kinder als auch Jugendliche, Erwachsene sowie Senioren und sehen sich die Domäne mit ihren Ausstellungen, Nutzpflanzen und Nutztieren an. Wir bieten Führungen und Workshops, Aktionen im pädagogischen Garten, Experimente und Kochaktivitäten. Die Besucher nehmen aktiv teil, ernten, kochen und essen mit uns gemeinsam. Durch all diese Aktivitäten und Erfahrungen haben sie die Möglichkeit, ein bewussteres Ernährungsverhalten zu entwickeln“, erläutert der Museumsdirektor Dr. Peter Lummel die Herangehensweise der pädagogischen Arbeit auf der Domäne. Er ergänzt: „Durch diese Entwicklung eines Bewusstseins für das Ernährungsverhalten erfahren unsere Besucher, dass Genuss und globale Verantwortung kein Widerspruch sein müssen.“


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