Bioland-Kartoffeln

Neben Anbau und Sorte kommt es auch auf die Lagerung und Zubereitung an. Wissenswertes über die "tollen Knollen" finden Sie hier:

Welche Kochtypen gibt es?

Bei der Kartoffel werden die drei Kochtypen "festkochend", "vorwiegend festkochend" und "mehligkochend" unterschieden. Die Kocheigenschaft ist an der Textur der gekochten Kartoffel erkennbar.

Die Beliebtheit einzelner Kochtypen ist von Region zu Region unterschiedlich. In Ost- und Süddeutschland werden mehligkochende Sorten bevorzugt, im Norden und Westen eher festkochende. Für die Zubereitung von verschieden Kartoffelgerichten sind bestimmte Kochtypen mehr oder weniger geeignet.

Festkochende Kartoffelsorten behalten die gewünschte Form - egal ob in Scheiben, in Würfeln oder als ganze Kartoffel zubereitet, ob gebraten, gekocht oder gebacken. Für Gerichte mit formschönen Kartoffeln, die möglichst nicht auseinander fallen sollen, bieten sich festkochende Sorten an. Dazu gehören Kartoffelsalat, Salz-, Pell- und Bratkartoffeln, Kartoffelgratin, -pfuffer und Rösti.

Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten sind vielseitig einsetzbar. Sie können beim Kochen aufplatzen, sind in ihrer Konsistenz feinkörnig und etwas feuchter. Ideal geeignet sind sie für Schmor- und Grillkartoffeln, Pommes frites, Puffer, Rösti, Suppen und Eintöpfe.

Mehligkochende Sorten besitzen eine eher trockene, grobkörnige und lockere Konsistenz. Sie brechen beim Kochen leicht auf. Besonders geeignet sind die mehligen Knollen für die Zubereitung von Püree, Klößen, Suppen und Eintöpfen. Auch als Beilage sind sie wunderbar, da sie Soßen sehr gut aufnehmen

Stimmt der angegebene Kochtyp?

Auf der Verpackung von Kartoffeln ist immer der Kochtyp angegeben. Dieser wird von der jeweiligen Sorte bestimmt. Allerdings kann die Kocheigenschaft einer Sorte unter unterschiedlichen Bedingungen (Standort, Witterung, Anbauverfahren und Reifegrad) verschieden ausfallen. Eine als festkochend bezeichnete Sorte kann eher mehlig geraten. Dennoch muss der Erzeuger sie als festkochend bezeichnen. Dies führt beim Verbraucher oft zu Unzufriedenheit.

Wie lagert man Kartoffeln richtig?

Vor der richtigen Aufbewahrung heißt es "Augen auf beim Kartoffelkauf!". Die Kartoffeln sollten beim Kauf sauber und trocken, ohne Schimmelansatz und möglichst ohne Keime sein. Damit das so bleibt werden die Knollen zu Hause ausgepackt und an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahrt. Besitzt man einen geeigneten Lagerraum, wie zum Beispiel einen Keller, kann man auch größere Mengen an Kartoffeln in Körben oder Kartoffelkisten einlagern.

Vorsicht bei Kartoffeln mit mehr als 1 cm langen Keimen. Diese können Solanin oder andere Glykoalkaloide - auch außerhalb der Schale - enthalten. 

Woher stammt die Kartoffel?

Die Kartoffel stammt ursprünglich aus Südamerika. Die Inkas waren die ersten, die Kartoffeln angebaut haben. Um 1555 brachten die spanischen Eroberer die Kartoffel nach Europa. Wegen ihrer schönen Blüte wurde sie zunächst als Zierpflanze in Gärten gepflanzt. Mit der Zeit wurde ihre Knolle zum wichtigsten Nahrungsmittel. Heute essen wir im Schnitt 70 kg Kartoffeln pro Jahr, davon 40 kg frische Kartoffeln und 30 kg Kartoffelprodukte.
Der Name "Kartoffel" beruht auf einer Verwechselung. Auf Grund ihres knollenartigen Aussehens nannten die Italiener sie "tratuffoli" (=Trüffel), woraus in Deutschland der Name Kartoffel entstand. Andere Bezeichnungen sind Erdapfel, Erdbirne, Grundbirne oder Gumbiere.

Die Kartoffel (Solanum tuberosum) ist eine Wurzelknolle und gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die krautige Pflanze bildet weiße oder violette Blüten und kirschgroße Früchte (Beeren) mit zahlreichen Samen. Die Beeren enthalten das giftige Alkaloid Solanin, das auch in grünen Knollen enthalten ist.

Leckere Kartoffel-Rezepte

Hier finden Sie eine Auswahl von Kartoffel-Rezepten zum Ausprobieren: Bunte Kartoffelsuppe, Kartoffel- Möhren-Gratin oder Kartoffelflecken mit Sauerkraut, um nur einige zu nennen.