Bioland-Kartoffeln
Warum schmecken Bioland-Kartoffeln so gut?
Kartoffeln nehmen im konventionellen Anbau einen Spitzenplatz bei den Spritzungen ein: Im Durchschnitt spritzen konventionelle Kartoffelerzeuger 5 bis 7 mal ihre Kartoffeln. Bioland-Bauern haben den Anspruch, ganz ohne Pestizide auszukommen und Kartoffeln von unverwechselbarer Qualität zu erzeugen. Dafür nehmen sie Ertragsverluste von bis zu 40% gegenüber konventionell angebauten Kartoffeln in Kauf.
Bioland-Kartoffeln wachsen langsamer, da sie mit weniger Stickstoff gedüngt werden. Deshalb enthalten sie auch weniger Wasser und schmecken deshalb intensiver. Im Durchschnitt enthalten sie nur halb so viel Nitrat wie konventionell angebaute Kartoffeln und meist mehr Vitamine. Zudem sind Bioland-Kartoffen nahezu frei von synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Keimhemmern.
Ihr geringer Nitratgehalt und die langsame Entwicklung verbessern auch die Haltbarkeit der Knollen. Entscheidend für die gute Lagerfähigkeit von Biokartoffeln ist jedoch vor allem die Gesundheit der Knollen.
Wer Bioland-Kartoffeln isst, leistet zudem einen Betrag zum Umweltschutz und zur Erhaltung der Artenvielfalt. Durch den Konsum von zehn Kilogramm Bioland-Kartoffeln können mehr als fünf Quadratmeter Fläche biologisch bewirtschaftet werden. Da Wildkraut überwiegend mechanisch beseitigt wird, können sich auf den Biofeldern viele verschiedene Ackerwildkräuter entwickeln. Hier finden zahlreiche nützliche Insekten eine gute Nahrungsgrundlage. www.nabu.de

