Bioland-Schafe und -Ziegen

Viel zu mähen,  nix zu meckern.

Bioland-Ziegen bei der Arbeit - der Landschaftspflege! (Foto: Bioland e.V.)
Bock auf Käse oder Joghurt? Produkte aus Ziegen- und Schafsmilch schmecken lecker und werden immer beliebter. Unsere Schafe und Ziegen hatten aber sowieso noch nie etwas zu meckern: Von Frühling bis Herbst dürfen sie durchgehend auf die Weide – das freut das freut die Tiere und  unterstützt  gleichzeitig  den  Naturschutz

Tierisch guter Landschaftsschutz

Schafe und Ziegen geben nicht nur gute Milch, sie sind auch tolle Fleischlieferanten – und dazu noch echte Landschaftsschützer. In Trockenwiesen, Magerrasen, Mooren und Heiden fressen sie die jungen Triebe von Bäumen und Sträuchern – und verhindern dadurch die Verbuschung und Verwal- dung unserer schönen Kulturlandschaften. Sie sind also die idealen Biotoppfleger – und das schon seit Jahrhunderten. Gleichzeitig transportieren Schafe und Ziegen in ihrem Fell Samen und Insekten.So tragen sie zur Arterhaltung und zur Artenvielfalt bei.

Auch aus der Deichpflege sind die kleinen Wieder- käuer nicht wegzudenken. Sie halten das Gras kurz, und durch ihren „Goldenen Tritt“ stabilisieren sie die Deiche.

Genügsam und leistungsstark

Vor allem Ziegen wollen für diese ökologisch wich- tige Hilfe kaum eine Gegenleistung: Sie sind extrem genügsam und fressen sogar Blätter, Rinden oder Zweige. Milchschafe und -ziegen brauchen allerdings energiereicheres Futter, denn bezogen auf ihre Körpergröße vollbringen sie enorme Leistungen.

Auslauf ist Pflicht

Egal ob Ziege oder Schaf: Kaum wird es im April draußen grüner, dürfen die Tiere nach draußen auf die Weiden. Sind diese zu weit weg oder nicht vorhanden, gibt es bei bei Milchziegen oder -schafen befestigte Laufhöfe, in denen die Tiere toben können. Die Ställe von Ziegen und Schafen sind ausnahmslos Laufställe, das heißt: Die Tiere sind nicht angebunden, es gibt ausreichend Platz, üppig mit Stroh eingestreute Liegeflächen und einen eigenen Fressplatz für jedes Tier.

Zukunft für die Bauern

Schafe und Ziegen sind für die ökologische Landwirtschaft besonders geeignet. Ihr Anteil am Gesamtbestand in Deutschland liegt mit 10 Prozent weit über dem anderer Öko-Tierarten. Die Öko- Schaf- und Ziegenhaltung ist eine kleine, aber stetig wachsende Nische, vor allem zur Milchgewinnung. Für Grünlandbetriebe im Umfeld von Molkereien bieten Schafe und Ziegen eine existenzfähige Alterna- tive, aber auch viele bäuerliche Familienbetriebe in Mittelgebirgslagen beschreiten mit Hofkäserei und regionaler Vermarktung neue Wege.

Konventionelle Ziegen- und SchafhaltungBioland-Ziegen- und Schaf-haltungDarum handeln Bioland-Bauern so
Futter-herkunftKeine Vorgaben zur Herkunft des Futters.Bei Bioland mind. 50 % vom eigenen Betrieb und nur Biofutter zulässig. Mindestens 60 % Raufutter (Heu und Silage).Erst Futter, dann Mist: Ziel der Biolandwirtschaft ist der hofeigene Nährstoffkreislauf!
FütterungGanzjährig nur mit Grassilage zulässig. Grünfutter ist nicht vorgeschriebenFrisches Gras im Sommer ist Pflicht, im Winter Heu oder Silage.Frisches Gras ist  gesund –und das natürlichste Futter.
WeidegangGanzjährige Stallhaltung ist üblich. Schafe und Ziegen müssen in der Vegetationsperiode Zugang zu Weideflächen erhalten. Steht nicht genügend Weideland zur Verfügung, muss ganzjährig nutzbarer Auslauf im Freien vorhanden sein.Abwechslungsreiche Bewegung an der frischen Luft bei gleichzeitiger Landschaftspflege.