Bioland – eine starke Marke

Das sind wir

Wir sind der führende Verband für ökologischen Landbau in Deutschland und Südtirol. Aktuell bilden über 7.000 Mitglieder wie Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer sowie mehr als 1.000 Partner aus Lebensmittelherstellung und -handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie die Bioland-Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Natur.

Die Marke Bioland

Zur Kennzeichnung von Bioland-Produkten nutzen unsere Mitglieder und Vertragspartner die Marke Bioland. Auf vielen Produkten findet sich unsere Marke in Form des Bioland-Logos.

 

Dafür stehen wir

Unser wichtigstes Ziel ist es, den organisch-biologischen Landbau umzusetzen, zu fördern und zu verbreiten. Das erreichen wir, indem wir seine Anwendungen und Methoden in die Ausbildung und Beratung von Betrieben tragen, Forschung und Lehre fördern sowie Verbraucher aufklären. Wir erhalten mit unserer Arbeit Lebensgrundlagen und setzen uns aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz ein, indem wir mit der Natur anstatt gegen sie arbeiten. Die starken Abwehrkräfte von gesunden Pflanzen und Tieren machen uns unabhängig von chemisch-synthetischen Düngemitteln, Pestiziden oder Antibiotika. Dies sind nur einige Beispiele unserer vielfältigen Tätigkeiten und Ziele. Näheres zu unseren Aufgaben finden Sie in unserer Satzung und zu unseren vielfältigen Aktivitäten zur Förderung des ökologischen Landbaus auf unserer Website.

  • Unser Leitbild

    Die Bioland-Mitglieder haben gemeinsam ein Leitbild für die Landwirtschaft der Zukunft erarbeitet. Diese sieben Bioland-Prinzipien geben uns Ziel und Richtung vor, um die Methoden und Verfahren des organisch-biologischen Landbaus fortlaufend zu verbessern und weiterzuentwickeln.

    Die sieben Prinzipien für die Landwirtschaft der Zukunft sind:

    • Im Kreislauf wirtschaften

    • Bodenfruchtbarkeit fördern

    • Tiere artgerecht halten

    • Wertvolle Lebensmittel erzeugen

    • Biologische Vielfalt fördern

    • Natürliche Lebensgrundlagen bewahren

    • Menschen eine lebenswerte Zukunft sichern

    Mehr zu unserem Leitbild erfahren Sie hier.

  • Unsere Richtlinien

    Eine wichtige Aufgabe unseres Verbands ist es, Richtlinien für die Erzeugung und Verarbeitung organisch-biologischer Lebensmittel zu entwickeln und deren Einhaltung zu überwachen. Unsere Richtlinien standen zusammen mit den Richtlinien anderer Verbände und Organisationen Modell für die ersten gesetzlichen Vorschriften auf diesem Gebiet, die EU-Ökoverordnung. Heute sind die gesetzlichen Vorschriften über den ökologischen Landbau der EU-weit geltende Mindeststandard, den auch unsere Mitglieder und Vertragspartner einhalten müssen. Es handelt sich hierbei um die EG-Öko-Basisverordnung (EG) Nr. 834/2007, ihre Durchführungsverordnung (EG) Nr. 889/2008 und das Öko-Landbaugesetz (ÖLG).

    Unsere Mitglieder und Partner arbeiten darüber hinaus nach den Bioland-Richtlinien und verpflichten sich damit, mehr als die gesetzlichen Mindeststandards einzuhalten. Unsere Mitglieder müssen beispielsweise ihren gesamten Betrieb nach den Bioland-Richtlinien bewirtschaften. Eine teilweise konventionelle Bewirtschaftung, wie nach den gesetzlichen Vorschriften zulässig, ist unseren Mitgliedern nicht erlaubt. Einige weitere Beispiele: Bioland-Mitglieder dürfen pro Hektar nur 140 Legehennen oder 280 Hähnchen halten, während nach den gesetzlichen Vorschriften mit 230 Legehennen oder 580 Hähnchen knapp die doppelte Tieranzahl pro Fläche erlaubt ist. Strenger reglementiert ist auch die Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen: Nach den gesetzlichen Vorschriften können selbst in der ökologischen Lebensmittelwirtschaft 53 Zusatzstoffe verwendet werden – wir haben den Einsatz bei der Verarbeitung auf 24 begrenzt. Wesentliche Unterschiede zwischen den gesetzlichen Mindestvorgaben und den Bioland-Richtlinien haben wir für Sie in einem ausführlichen Vergleich zusammengestellt.

    Unsere Richtlinien bestehen aus den Allgemeinen Richtlinien zu Pflanzenbau, Tierhaltung und Verarbeitung und den spezifischen Richtlinien für die einzelnen Produktgruppen und Bereiche (Brauerzeugnisse, Milch- und Milcherzeugnisse, Brot- und Backwaren, Obst und Gemüse, Eier und Eiprodukte, Fette und Speiseöle, Soja(produkte), Fleisch(erzeugnisse), Spirituosen, Getreide(erzeugnisse), Süßungsmittel, Met / Honigwein, Teigwaren, Hefe und Hefeerzeugnisse, Wein und Sekt und Heimtierfutter sowie für die Schädlingsbekämpfung im Lager).

  • Kontrolle und Sanktionen

    Wir kontrollieren, ob unsere Mitglieder und Vertragspartner die Bioland-Richtlinien einhalten (Satzung und Richtlinien, Art. 7.9.3 und 9.3). Eine angekündigte Kontrolle pro Jahr wird durch vereinzelte, unangekündigte und risikoorientierte Stichprobenkontrollen ergänzt. Mit der Kontrolle sind unabhängige Kontrollstellen betraut. Diese sind für die Kontrolle der gesetzlichen Vorschriften staatlich zugelassen und verfügen über die notwendige Fachkompetenz.

    Beim Rundgang durch den Betrieb gewinnt der Kontrolleur einen Eindruck vom Betrieb, den Pflanzenbeständen und der Tierhaltung. Werden Produkte verarbeitet und vermarktet, werden die Verarbeitungsverfahren und die Verkaufsstätten ebenfalls kontrolliert. Neben diesem Augenschein erfolgt eine ausführliche Prüfung von Aufzeichnungen und Dokumentationen. Aus diesen muss hervorgehen, dass alle Betriebsmittel wie Saatgut, Jungtiere oder Düngemittel und deren Einsatz unseren Richtlinien entsprechen. Dokumentiert werden muss u.a., wo Betriebsmittel gekauft und eingesetzt werden, was wo angebaut und geerntet wird (Schlaglisten), Daten zur Tierhaltung wie Tierarztbehandlungen und Medikamentengaben, welche Zutaten bei der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt werden (Verarbeitung mit Rezepturen) sowie die Vermarktung. Wie grundsätzlich im ökologischen Landbau werden die Prozesse kontrolliert, also wie die Lebensmittel erzeugt und verarbeitet werden, nicht aber die Beschaffenheit der Produkte. Risikoorientiert werden auch Proben (Bodenproben, Blatt- oder Produktproben) vor Ort genommen und auf Kontaminationen, z.B. durch Pestizide, analysiert. Wie die Kontrolle auf einem Bioland-Hof abläuft, haben wir hier beispielhaft für Sie beschrieben.

    Verstöße gegen die Richtlinien werden von uns – unabhängig von und parallel zu etwaigen staatlichen Maßnahmen – sanktioniert. Die Sanktionen reichen von Hinweisen und Auflagen über Abmahnungen im Wiederholungsfall bis hin zu Vertragsstrafen, Pflichtberatungen, Entzug des Rechts zur Markennutzung oder gar Kündigung der Mitgliedschaft – je nach Schwere des Verstoßes.

    Festgelegt werden die Sanktionen innerhalb unseres Verbandes wie in der Satzung geregelt von der Anerkennungskommission. Diese teilt sich in zwei Unterkommissionen auf, je eine für die Erzeugung und eine für die Verarbeitung der Lebensmittel. Die Unterkommissionen setzten sich zusammen aus jeweils drei erfahrenen Erzeugern, das sind gewählte Mitglieder unseres Verbandes, und drei unabhängigen externen Sachverständigen aus den Bereichen Verbraucher-, Umwelt- und Naturschutz sowie Bio-Handel (Unterkommission Erzeugung) respektive aus drei Sachverständigen aus den Bereichen Ernährungswissenschaft, Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelkontrolle (Unterkommission Verarbeitung).