30.01.2018

Tipps zur Schwefeldüngung

Grünlanderträge verbessern

Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil von Aminosäuren und daher für den Proteingehalt im Grünfutter elementar. Eine Schwefeldüngung verbessert die N-Fixierung der Leguminosen, der Grünlandertrag und die Qualität des Futters steigen. Häufig genutzte Grünlandbestände leiden möglicherweise unter Schwefelmangel.

Bei reiner Schnittnutzung werden jährlich bis zu 40 kg/ha Schwefel abgeführt. Ob ein Mangel vorliegt, können Sie durch eine Futteruntersuchung des ersten Schnittes feststellen. Liegen die Untersuchungsergebnisse vor, dividieren Sie den ermittelten Rohproteingehalt durch 6,5 und erhalten damit den Stickstoffgehalt. Bei einem Verhältnis von Stickstoff zu Schwefel unter 12:1 ist in der Regel keine Schwefeldüngung notwendig. Liebt das Verhältnis darüber, bewirkt eine Schwefeldüngung häufig Ertragssteigerungen.

Schwefelhaltige Dünger sollten gezielt zum Vegetationsbeginn ausgebracht werden. Meist reichen 20 kg S/ha. In der zweiten Jahreshälfte kommt es zu einer verstärkten Schwefelmineralisierung im Boden, eine Düngung ist dann nicht mehr sinnvoll.

Aus: bioland-Fachmagazin für den ökologischen Landbau, Ausgabe 02/2018

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