Bergkäse-Linsen-Tartelettes, Bratenstreifen mit Polenta nebst Ofen-Rote-Bete und Quitten-Tiramisu

Von Anna Viktoria Pröbstle notiert am 05.12.2017

 

~ Menü für 5 Personen ~

Vorspeise: Bergkäse-Linsen-Tartelettes mit Wintersalaten

Oh du Fröhliche! So lassen sich Linsen ganz schickt an Weihnachten präsentieren. Die Kombination aus braunen und roten Linsen sorgen zusammen mit den rot-grünen Wintersalaten für ein buntes Farbspiel auf dem Teller. Wer mag, kann die Weihnachtsnote im Gericht durch Zugabe von knackigen Walnüssen steigern. Selbst im Festmenü können die traditionelle Linse und der würzige Bergkäse perfekt einmal anders als Vorspeise inszeniert werden.

Zutaten:
Tartelettes - Teig:

200 g Mehl
100 g Butter
1 Eigelb
1 Prise Salz

Tartelettes - Füllung:
75 g Linsen braun/grün
75 g Linsen rot
125 g herzhafter Bergkäse
5 EL Sahne
5 EL frische Kräuter gehackt
3 EL Walnussöl
Salz, Pfeffer, Muskat

Wintersalate:
1 Radicchio
3 Chicorée
200 g Postelein
2 Karotten

Soße:
5 EL Walnussöl
5 EL Balsamico
2 EL Ahornsirup
Salz, Pfeffer

So geht's:
Für den Teig alle Zutaten zu einem Teig kneten und den Teig ca. 20 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.

Für die Füllung Linsen mit einer Tasse Wasser 10 Minuten leicht köcheln lassen. Abkühlen lassen und dann mit Bergkäse, Sahne, Öl, Kräutern und Gewürzen mischen.

Den Teig ausrollen und in mindestens fünf gefettete Förmchen legen. Den Teig an die Förmchen drücken. Die Füllung auf Teigmasse setzen. Die Tartelettes 20 Minuten bei 180 Grad backen. Die Tartelettes sollten goldbraun sein. Tartelettes entweder sofort mit Salat servieren oder auch kalt genießen.

 

Hauptspeise: Bratenstreifen mit gebratener Polenta und Ofen-Rote-Bete

Männer und Frauen Anfang 30 trauen sich viel zu: die Welt zu bereisen, Kinder in die Welt zu setzen, Karriere zu machen. Klar, selbstverständlich! Nur wenn man nachfragt, wer schon mal einen Rinderbraten gemacht hat, stellt sich heraus: Die meisten trauen sich das nicht zu. Ich kann nur sagen: Traut euch! Bratet, schmort und gart! Es macht Spaß und eure Koch-Community wird begeistert sein! Und vor allem: Wenn die Gäste Sonntagmittag zum Essen pünktlich auf der Matte stehen, ist der Braten bereits fertig, da er ja mehrere Stunden schmoren konnte und man selbst wirkt ganz entspannt. Schließlich hatte man ja noch genügend Zeit, um sich in Schale zu werfen oder den Tisch gästetauglich zu gestalten. Genießt es. Einmal ist immer das erste Mal!

Zeitangabe: 1 Stunde plus 3-4 Stunden im Bräter

Zutaten:
Fleisch:

1 kg Rinder-Braten, aus der Flanke geschnitten
Salz und Pfeffer
5 EL Butterschmalz

Schmorgemüse für Soße:
10 EL Olivenöl
4 Karotten in Scheiben
½ Zwiebel gewürfelt
1 Stange Lauch in Scheiben
Salz, Pfeffer
100 g Tomatenmark
500 ml trockener Rotwein
500 ml Gemüsebrühe
3 Lorbeerblätter
2 Wacholderbeeren
1 TL Senfkörner
Bratengewürz von Herbaria

Beilage gebratene Polenta:
1 Tasse Polenta
2 Tassen Wasser
3 TL Gemüsebrühe instant
2 EL Butter

Beilage Rote Bete aus dem Ofen:
10 kleine rote Bete
10 Esslöffel Olivenöl
Salz, Pfeffer
Dill und weitere frische Kräuter
Balsamico-Knoblauch-Sauce für die Rote Bete
100 ml Saure Sahne
4 EL Balsamico
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer

Garnitur:
Granatapfel
Kräuter

So geht's:
Rindfleisch I:
Rindfleisch auf Raumtemperatur mit Salz und Pfeffer einreiben. An der oberen Hälfe  mit dem Messer Rauten einschneiden (ca. 2 mm tief). Butterschmalz im Bräter erhitzen. Flanke an allen Seiten im Bräter gut anbraten. Nehmt euch dafür Zeit! Für das Anbraten braucht ihr mindestens 25 Minuten. Jedoch aufpassen, dass nichts anbrennt. Fleisch herausnehmen.

Im selben Topf das Gemüse, zunächst die Zwiebel und die Karotten andünsten, dann den Lauch. Tomatenmark hinzugeben und ebenfalls dünsten. Das Fleisch wieder zum Gemüse in den Bräter legen. Den Wein und die Gemüsebrühe hinzugeben. Der Braten sollte mit Flüssigkeit fast bedeckt sein. Gewürze ebenfalls hinzugeben. Bräter verschließen und auf 160 bis 180°C für mindestens drei bis vier Stunden köcheln lassen.

Polenta: Wasser aufkochen. Polenta hinzugeben und ca. 10 Minuten quellen lassen. Polentabrei auf eine glatte Oberfläche streichen und erkalten lassen. Anschließend in Rauten schneiden und in einer Pfanne in Butter goldgelb anbraten.

Rote Bete: Schälen und in halbe Scheiben schneiden. Ofen auf 180°C vorwärmen. Rote Bete mit Öl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Als Ofengemüse ca. 35 Minuten backen. Währenddessen die Zutaten für die Sauce vermengen und kalt stellen.

Rindfleisch II: Warmen Baten herausnehmen, Lorbeerblätter und Wacholder ebenfalls herausnehmen, restliche Soße pürieren - für eine feine Soße durch ein Sieb drücken. Braten in Streifen schneiden und zusammen mit den anderen Beilagen servieren.

 

Dessert: Quitten-Mandel-Mascarpone

Die Quitte wurde in der Vergangenheit stiefmütterlich behandelt. Als hart, pelzig und bitter galt sie, die gute Frucht. Seit einigen Jahren erlebt die hellgelbe, auffällig geformte Quitte eine Renaissance - nicht nur unter Kennern. Solch ein Quittenbäumchen müsste man haben, denken sich viele. Bereczki Birnenquitte, Konstantinopler Apfelquitte, Wudonia oder die Vrania Quitte heißen unter anderem die Hochstämme, die Bioland-Baumschulen anbieten. Aber wohin mit so vielen Quitten für einen Drei-oder Vier-Personen-Haushalt? Wir sagen: Ernten, Freunde einladen, kochen, kreativ sein und lachen. Zum Desserttrio bietet sich ein fruchtiger Quittenlikör aus alten Quitten-Sorten an, der das Weihnachtsmenü abrundet.

Zutaten:
Quitte:

2 große oder 5 kleine Quitten
100 g Zucker
200 ml Wasser
3 Wachholderbeeren
1 TL Zimt
1 Messerspitze Vanille
2 EL Quittenedelbrandt

Mandeln:
100 g Mandeln gemahlen
100 g Mehl
30 g Zucker
30 g Butter
1 Eigelb
1 TL Lebkuchengewürz
1 Messerspitze Salz

Mascarpone:
250 g Mascarpone
200 ml Sahne
30 g Zucker
1 Messerspitze Vanille

So geht's:
Quitten:
Die Quitte in Stücke schneiden und würfeln. Den Ofen auf 200°C stellen. Quitten in einen Bräter geben. Zucker, Wasser und Gewürze hinzugeben. Den Bräter mit geschlossenem Deckel in den Ofen stellen und etwa 30 Minuten erhitzen. Anschließend den Deckel abnehmen und das Quitten-Dessert weitere 30 Minuten schmoren, bis der Zucker zu karamellisieren beginnt. Bitte aufpassen, dass die Masse nicht anbrennt! Wacholderbeeren entfernen. Quitten auskühlen lassen, sie müssen mindestens lauwarm sein.

Mandel-Crumble: Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten. Den Teig im Kühlschrank 20 Minuten ruhen lassen. Den Teig zerkrümeln und die Teigkrümel ca. 25 Minuten bei 180°C im Ofen backen. Ebenfalls Vorsicht hier - die kleinen Krümel werden schneller braun als die großen. Zu viele Röstaromen machen das Dessert bitter, was wir nicht wollen! Mandel-Crumble auskühlen lassen.

Mascarpone: Sahne steif schlagen. Alle Zutaten in einem Gefäß unterheben. Kaltstellen.

Alle drei Bestandteile kann man entweder in einer Form abwechselnd aufeinander schichten und wie eine Tiramisu gestalten oder man legt die Bestandteile einzeln in kleinen Förmchen aus.

 

Weitere Weihnachtsmenüs im Bioland-Rezeptblog:

Feldsalat mit Nüssen, Datteln und Speck, exotisch gewürztes Gulasch und eine Joghurtbombe

Pastinakencremesuppe, Winter-Pie und Bratapfel mit Nusseis

Käse-Plätzchen mit Dip, Nussbraten und Mohnküchlein mit Honig

Festtagsbraten: Bruderhahn im Römertopf

 

 



Weiterlesen...