Welcher Hopfen für welches Bier? Unser Brauer-für-eine-Woche wird es bei der Neumarkter Lammsbräu erfahren (Foto: Neumarkter Lammsbräu)
17.05.2016
Neumarkter Lammsbräu

Brauen Sie sich was zusammen!

Da weiß man, woher das Feierabendbier kommt: Bei der Neumarkter Lammsbräu erfahren Sie, was der Hopfen im Bier macht und wie man für die optimale Schaumkrone sorgt. Von Magdalena Fröhlich

Ein Urlaub, bei dem sich alles nur ums Bier dreht - das hat nichts mit Feierei auf einer Partyinsel zu tun, sondern mit ehrlichem Handwerk in der Oberpfalz. Wenn Sie unser "Brauer für eine Woche" werden, sind Sie mitten im Land des Bieres - in Bayern. Die Neumarkter Lammsbräu gilt als Pionier in der Bio-Bierherstellung und es gibt kaum einen Bioladen oder gut sortierten Getränkehändler, wo man die Flaschen der Oberpfälzer heute noch nicht finden kann.

Rund 20 verschiedene Biersorten werden hier gebraut, darunter auch zwei glutenfreie und einige limitierte Craft-Biere. Sie fragen sich jetzt schon, was ein Craft-Bier ausmacht? Keine Sorge, die Brauer erklären es Ihnen. Und auch, was es mit dem Reinheitsgebot auf sich hat - das jährt sich dieses Jahr immerhin zum 500. Mal. Bei den Bioland-Brauern bedeutet "Reinheit" übrigens noch viel mehr: Statt auf ein paar Mittelchen, die auf dem Etikett nicht angegeben werden müssen, setzen sie auf feinste Bio-Rohstoffe, die hauptsächlich aus der Region kommen, moderne Brautechnik und echtes Handwerk. Und das wird in Neumarkt schon seit dem Jahr 1628 hoch gehalten - so lange ist es schon her, dass die die Brauerei gegründet wurde.

Wenn Sie also schon immer einmal wissen wollten, warum jedes Bier anders schmeckt, wie sich die Technik entwickelt hat, und was eigentlich im Braukessel passiert, dann sind Sie hier richtig. Von der Auswahl des Hopfens bis hin zum Abfüllen in die Flaschen sind Sie hier bei der gesamten Produktionskette dabei.

Dabei erklären Ihnen die Profis, warum es nicht nur aufs Getreide, sondern auch aufs Wasser ankommt - das ist immerhin der Hauptbestandteil von jedem Bier.

Ihr Arbeitsalltag beginnt um acht Uhr morgens uns endet gegen 16 Uhr. Dann können Sie zum Beispiel ins nahe gelegene Nürnberg fahren oder Sie erkunden die schöne Flusslandschaft der Region.

Am Ende Ihres Praktikums wissen Sie auf jeden Fall, welches Bier in welches Glas gehört und dass man übers Bier mindestens genauso viel ins Schwärmen kommen kann wie beim Wein. Denn einen Bier-Sommelier gibt es hier auch - von der Farbe bis zur perfekten Harmonie mit verschiedenen Speisen berät dieser einige Restaurants - und für kurze Zeit auch dich.

Also hoch die Humpen - auf eine tolle Woche!

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