Bio-Milch Meldungen
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Alle Preisangaben netto bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß, sofern nicht anders angegeben.
30.09.2011
Arla übernimmt Allgäuland
Die Entscheidung ist endlich gefallen: Die drohende Insolvenz der Allgäuland Käsereien GmbH konnte in letzter Minute abgewendet werden. Die Bergbauern Genossenschaft hatte es spannend gemacht und erst in ihrer zweiten außerordentlichen Generalversammlung am 12. September mit der nötigen ¾ Mehrheit für den Verkauf gestimmt. Insgesamt sind es fünf Gernossenschaften und derzeit 1.800 aktive Milchlieferanten. Arla übernimmt das Unternehmen ab den ersten Oktober.
Allgäuland Bio-Bauern treten Bio-MEG Süd bei
Die rund 200 betroffenen Bio-Milchbauern, die auf die verschiedenen Genossenschaften der Allgäuland Käsereien verteilt sind, haben sich von Anfang an mit deutlicher Mehrheit für ein Abwenden der Insolvenz ausgesprochen und für den Verkauf an Arla. Genauso deutlich fiel aber auch die Entscheidung aus, sich künftig als eigene Gruppe zu bündeln. In Vorgesprächen mit Arla stieß man auf positives Echo und am 2. September haben sich die Bio-Bauern in einer eigens einberufenen Versammlung für den Beitritt zur Bio-MEG Süd und der Gründung der Lieferguppe „Allgäuland“ entschieden. Die Übergangszeit mit den noch bestehenden Mitgliedschaften in den Genossenschaften will man einvernehmlich lösen. „Jetzt ist es an der Zeit wieder vernünftig zusammen zu arbeiten, aber auch deutlich zu machen, dass wir eine eigene legitimierte Vertretung der Bio-Milchbauern brauchen“, so der neue Vorstandsvorsitzende der Bio-Liefergruppe Claus Zengerle aus Isny. Die Bio-MEG Süd besteht seid 2007 und ist eine anerkannte Erzeugergemeinschaft nach Marktstrukturgesetz.
30.09.2011
Gute Absatzentwicklungen im Handel im ersten Halbjahr 2011
Nach Berichten der AMI auf Basis des GfK-Haushaltspanels haben die deutschen Privathaushalte im ersten Halbjahr 2011 rund 12 Prozent mehr Bio-Konsummilch gekauft, davon hauptsächlich Frischmilch mit +14 Prozent, während die H-Milch nur um 1,3 Prozent wächst. Auch Joghurt, Quark und Käse haben zugenommen. Milchgetränke sind dagegen um 4,4 Prozent zurückgegangen, allerdings nur im Absatz und nicht im Umsatz. Letzterer hat sogar zugenommen, was darauf hinweist, dass Auslistungen dieses (hochpreisigen) Sortimentbereiches bei einigen Billiganbietern erfolgt sein könnten.
Bei der Trinkmilch ist die größte Zunahme in den Discountern zu finden, weil diese unter anderem ihr Bio-Sortiment auf weitere Filialen ausgeweitet haben. Erfreulich ist der Zuwachs bei Käse in der Theke, der sich hauptsächlich im Naturkosthandel, beim Erzeuger und auf dem Wochenmarkt findet. Der Naturkosthandel konnte sich über Absatzzuwächse von 30 Prozent freuen, Wochenmärkte und Erzeuger verzeichneten sogar 47 beziehungsweise 42 Prozent Zuwachs.
30.09.2011
Im Juni und Juli wurde wieder weniger Bio-Milch angeliefert
Nachdem die deutschen Bio-Milchanlieferungsmengen im Mai laut Monatsbericht der BLE den bisherigen Jahreshöchstwert von 60,4 Mio. kg erreicht haben, sind die Mengen zum Juni und Juli wieder zurückgegangen und liegen im Juli bei 58,0 Mio. kg. Im Vergleich zum Vorjahr wurden im Zeitraum Januar bis Juli 12,0 % mehr angeliefert. Der Anteil der Bio-Milch im Verhältnis zur gesamten bundesweiten Milchanlieferung beträgt 2,2 %. Die gesamte Milchanlieferung ist im gleichen Zeitraum um 2,6 % angestiegen. Der höhere Zuwachs bei der Bio-Milch wird durch die Umsteller verursacht.
Österreich: 20 % weniger Anlieferung im Juni
Im Juni wurden nach dem aktuellen Marktbericht der AMA (AgrarMarkt Austria) 31,9 Mio. kg Bio-Milch in Österreich (für welche ein Zuschlag bezahlt wurde) angeliefert. Dies war ein deutlicherer Rückgang im Vergleich zum Vormonat (- 20 %) als in den Vorjahren. Eine Erklärung hierfür liefert das dürre Frühjahr, welches in Salzburg und Oberösterreich zu Futterknappheit führte. Im Vergleich zum Vorjahr wurden von Januar bis Juni 6,5 % mehr Bio-Milch angeliefert. Der Bio-Milchanteil an der Gesamtmilchanlieferung in Österreich lag in den letzten Monaten bei etwas über 14%.
Der Absatz mit Bio-Frischeprodukten inkl. Molkereiprodukten ist in Österreich nach guten Zuwächsen 2010 in den ersten vier Monaten diesen Jahres um 9,3 % zurückgegangen. Beim Bio-Anteil am Lebensmittel-Umsatz bleibt Österreich aber nach Dänemark Spitzenreiter. Die höchsten Bio-Anteile an der Verkaufsmenge verzeichnen wie schon in den vergangenen Jahren Frisch- (16,7%) und ESL-Milch (13,8%).
Der gewichtete Bio-Preis in Österreich lag im Juni bei durchschnittlich 40,8 Cent/kg (4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß; netto, ca.70.000 kg Durchschnittsanlieferung). Der konventionelle gewichtete Milchpreis lag bei 34,4 Cent/kg.
Frankreich: Milchmengen steigen an
Im Mai wurden nach den Monatsberichten von FranceAgriMer 32,5 Mio. kg Bio-Milch von französischen Erzeugern angeliefert, 12 % mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn 2011 liegt der Zuwachs im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode bei +19 %.
Die Erzeugerorganisation Biolait, die ca. 30% der Bio-Milch in Frankreich sammelt, zahlt seinen Mitgliedern einen Bio-Milchpreis von knapp 45 Cent im Jahresdurchschnitt mit starker saisonaler Ausrichtung, im Sommer niedrigere und im Winter höhere Preise.
08.09.2011
Kartellamt verbietet aktuelle Milchpreisvergleiche
Sehr geehrte Nutzer unseres Online-Angebots für Bio-Milchpreise,
mit dem Fallbericht des Bundeskartellamtes vom 29. Juni 2011 sollen künftig nur noch Milchpreisvergleiche möglich sein, die im wesentlichen folgende Vorgaben einhalten:
- Preise von einzelnen Molkereien müssen älter als sechs Monate sein.
- Durchschnittspreise von mehreren Molkereien sind zulässig, soweit bestimmte Vorgaben bzgl. Anzahl und Menge eingehalten werden.
- Eine Auswahl von bestimmten Vergleichsmolkereien als Bestandteil von Lieferverträgen ist nicht zulässig.
- Durchschnittspreise je Land und Region sind möglich.
Auch der Bio-Milchpreistrend des Bioland-Verbandes ist dadurch betroffen. Wir sind gezwungen bis auf weiteres die Preise der letzten 6 Monate nicht mehr zu veröffentlichen.
Den bundesweiten Durchschnitt werden wir weiterhin bekanntgeben. Wir planen auch weitere regionale Durchschnitte z.B. Nord/Süd bekannt zu geben, die laut Kartellamt weiterhin möglich sind.
Die weiteren Entwicklungen werden wir beobachten und Sie darüber informieren.
Hier der Link zum Fallbericht des Bundeskartellamtes: http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/download/pdf/Kartell/Kartell11/Fallberichte/B02-118-10-ENDG.pdf
20.05.2011
Verbraucherpreise steigen
Nach Berichten der AMI hat Aldi Süd ab Mai die Preise für Bio-Milch von 89 auf 95 Cent angehoben, ebenso gab es Erhöhungen bei Bio-Quark und –Sahne. Im Naturkosthandel sind Erhöhungen bei den Handelspreisen zum Juni angekündigt.
20.05.2011
Arla und Campina schieben Umsätze bei Bio-Milchprodukten in Holland an
Nach Berichten der AMI hat sich laut dem aktuellen Bio-Monitor 2010 für die Niederlande bei den Bio-Molkereiprodukten das größte Umsatzwachstum im Vergleich zu 2009 vollzogen. Der Umsatz stieg um +28% von 125,2 Mio. EUR in 2009 auf 160,5 Mio. EUR in 2010. Über alle Bio-Produkte lag der Zuwachs lediglich bei +13%. Größter Umsatzträger bei den Bio-Milchprodukten ist die fettarme Milch, die mit 65,1 Mio. EUR für über 40% der Umsätze gut war.
Auslöser dieser hohen Zuwachsraten sind laut Bio Monitor die beiden Molkereien Campina und Arla, die nun auch ein Bio-Sortiment führen bzw. dieses deutlich ausgebaut haben. Der dänisch-schwedische Konzern ArlaFoods hatte erst 2009 die Molkerei Nijkerk von Friesland-Campina übernommen. Arlas langfristige Strategie sieht vor, den Anteil der Bio-Milchprodukte in den Niederlanden in zehn Jahren auf 20% zu steigern. Der Anteil erreichte 2010 4,5%, während er 2009 noch bei 3,2% lag.
Wachstum auch in Belgien
Auch in Belgien schreibt der Bio-Umsatz 2010 zweistellige Wachstumsraten, so die aktuellen Auswertungen der GfK Benelux im Auftrag von VLAM. Der Umsatz mit Bio-Molkereiprodukten stieg um +12% auf 51 Mio. EUR in 2010. Über alle Bio-Produkte liegt der Zuwachs sogar bei +20%. Der Anteil der Bio-Umsätze an den Gesamtausgaben für Lebensmittel ist aber mit 1,8% in Belgien noch recht gering.
19.05.2011
Georg-August Universität Göttingen befragt Landwirte
Wie sehen Sie die Rolle des Staates und der Märkte bei der Preisfindung Ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse? Zu diesem Thema führt die Arbeitsgruppe für eine faire Preisgestaltung in der Wertschöpfungskette Bio-Milch der agrarwissenschaftliche Fakultät der Universität Göttingen im Rahmen eines Projektes eine Befragung durch. Sie möchte wissen, wie Landwirte auf die Preisschwankungen auf den Agrarmärkten reagieren. Sind sie sich des Risikos bewusst oder wird darauf vertraut, dass der Staat ein sicheres Netz bildet?
Bioland unterstützt dieses Projekt und bittet alle Landwirte um Teilnahme an der Umfrage. Diese dauert etwa 15 Minuten und kann unter folgendem Link im Internet abgerufen werden: http://ww3.unipark.de/uc/Preisbewertung/
Weitere Informationen zum Fortgang des Projektes siehe
http://www.fop.uni-goettingen.de/.
21.03.2011
Bio-Absatz steigt in den ersten Monaten stark an
Das belegen die Zahlen der Marktforschungsunternehmen.
Nach Berichten der AMI auf Basis des GfK Verbraucherpanels wurden im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr +14% mehr Bio-Konsummilch gekauft. Der stärkste Zuwachs ist bei den Discountern mit +26% zu verzeichnen, hauptsächlich durch Aldi. Im übrigen LEH sind es +4%, im Naturkosthandel +22%. Die Discounter haben einen Anteil von 37% an der verkauften Menge an Bio-Konsummilch im Handel.
Die Zeitschrift BioHandel berichtet in ihrem Umsatzbarometer für das gesamte Bio-Sortiment im Naturkosthandel von einem tollen Start mit +12,6% im ersten Quartal 2011 gegenüber 2010. Dieser Wert bezieht sich auf bestehende Verkaufsflächen noch ohne Neueröffnungen. Besonders die Hofläden haben vom
Dioxin-Skandal profitiert mit +29,3%. Die Bio-Supermärkte liegen bei +12%. Nun ist es an den Läden die „Krisenkäufer“ zu Stammkunden zu machen, wofür die Branche gute Chancen sieht.
Verbraucherpreise sind unverändert
Im Februar zahlten die Verbraucher laut AMI-Verbraucherpreisspiegel durchschnittlich 0,94 €/Liter für Bio-Milch im Karton mit mindestens 3,5 % Fett. Die Preisspanne reichte von 0,88 € im Discounter bis zu 1,00 € im Fachgeschäft. Im entsprechenden Monat des Vorjahres waren es 0,95 €. Für konventionelle Milch wurde im Februar von der AMI ein durchschnittlicher Verbraucherpreis von 0,63 € ermittelt.
21.03.2011
Liefergruppe Zott tritt der Bio-MEG Süd bei
In ihrer Versammlung am 11. April haben die Bio-Milchlieferanten der Molkerei Zott den Beitritt und die Bildung einer eigenen Liefergruppe innerhalb der Bio-MEG Süd beschlossen. Die Bio-MEG Süd w.V. ist eine nach Marktstrukturgesetz anerkannte Milch-Erzeuger-Gemeinschaft, die Ende November 2007 von den Lieferanten der Weißenhorner Molkerei mit Unterstützung des Bioland-Verbandes gegründet wurde. Ziel ist es, weitere Bio-Milchliefergruppen - auch überverbandlich – in der Bio-MEG Süd zu bündeln um enger zusammenzuarbeiten. Die Vertretung der Milchbauern soll gestärkt werden hinsichtlich der Vertrags- und Preisgestaltungen. Auch für das Quotenende 2015 will man sich aufstellen um gemeinsam die Interessen der Bio-Milchbauern zu vertreten. Der Beitritt erfolgte einstimmig durch die anwesenden Lieferanten. Zum Vorstand der neuen Liefergruppe Zott wurden die Bioland-Milchbauern Friedrich Joas aus Wertheim, Alfred Vogt aus Blaufelden und Hermann Zeller aus Ipsheim gewählt. Zuvor hatte Zott zur Molkereibesichtigung in Mertingen eingeladen. Auch die Vertreter der Molkerei unterstützen die Bündelung der Bio-Lieferanten in der Bio-MEG Süd.
04.03.2011
Bio-Milchmengen sind angestiegen
Die angelieferten Biomilch-Mengen in Deutschland sind 2010 gegenüber 2009 um +9,1% auf 595 Mio. kg angestiegen. In Bayern liegt der Zuwachs überdurchschnittlich bei +15,1% auf 308 Mio. kg. Der bayerische Anteil an der Bio-Milchmenge in Deutschland liegt bei 52%. Der Bio-Anteil an der gesamten (konv.) Milch beträgt bundesweit 2,05 % und in Bayern 3,9 %.
Der Zuwachs erfolgte vor allem im zweiten Halbjahr durch neue Umstellungsbetriebe. In den letzten drei Monaten des Jahres 2010 lagen die Zuwächse bei +15 bis +17% zu den jeweiligen Vorjahresmonaten.
Absatz im Handel wächst genauso
Ähnliche Wachstumsraten im Absatz für 2010 meldet auch die AMI auf Basis des GfK-Haushaltspanels mit Spannen von +5,9% bei Käse bis +10% bei Konsummilch und Joghurt. Überdurchschnittlich ist der Zuwachs bei den Discountern, was auf die erfolgte große Ausweitung des Bio-Angebots bei Aldi zurückgeführt wird. Der Naturkostfachhandel ist 2010 bei der Bio-Milch um 9 % gewachsen.
Der Dioxin-Skandal hat anfang des Jahres 2011 auch den Absatz der Bio-Milchprodukte beflügelt, was sich im Jahresverlauf auf die Bio-Preisentwicklung positiv auswirken dürfte.
Hinweis: Die BLE hatte Mitte letzten Jahres die angelieferten Bio-Milchmengen, die die Molkereien laut Meldeverordnung angeben, für 2009 und 2010 korrigiert. Bisher fehlende Melder kamen hinzu. Allerdings rückwirkend nur bis 2009, so dass die Daten mit den Vorjahren nicht mehr ganz vergleichbar sind. So haben sich die Bio-Mengen im Jahr 2009 gegenüber 2008 inzwischen um +18,5% erhöht, vor der Korrektur lag die Zunahme bei +14,4%.
Kontakt
Bioland – Koordinationsstelle Biomilch
Rüdiger Brügmann
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 346 80-118, Fax 0821 / 346 80-181
ruediger.bruegmann @ bioland.de



