01.09.2010

Genetisch hornlos

Genetisch hornlose Rinder sind keine neue Zuchtrichtung, wie viele meinen. Wahrscheinlich sind die genetisch hornlosen Populationen sogar älter als die behornten.

Ihre Nachfolger finden sich vorwiegend im nordeuropäischen Raum, wie beispielsweise Aberdeen Angus, Galloway oder Fjellrind. Hartnäckig hält sich das Gerücht, das hornlose Kühe weniger Milch geben. Das trifft bei manchen Rassen sicherlich zu, hat aber nichts mit dem Horn zu tun. Der Grund für die niedrige Milchleistung liegt vielmehr darin, dass die Hornlosgenetik oft aus Fleischrassen gezüchtet wurde. Ein ebenfalls immer wieder vorgebrachtes Argument gegen die genetische Hornlosigkeit ist, dass die Zucht mit einer vergleichsweise geringen Zahl hornloser Ausgangstiere die genetische Vielfalt bedrohe. Dabei wird oft nicht berücksichtigt, dass die Eigenschaft „hornlos“ dominant vererbt wird. So können immer wieder auch behornte Bullen auf reinerbig hornlose Kühe gesetzt werden, um die Genetik zu erweitern. Große Erwartungen setzen die Züchter hierbei auf die genomische Selektion.

mehr im bioland Fachmagazin 9/2010. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

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