01.09.2010

Schwere Böden besser schälen

Um gegen Wurzelunkräuter vorzugehen, ist jede Art der Stoppelbearbeitung – ob Schälpflug oder Flügelschargrubber – recht, so lautet die gängige Meinung. Doch das gilt nicht immer.

Das mag für milde Böden, auf denen jedes Gerät irgendwie funktioniert, stimmen. Für schwere Böden (> 25 % Ton) stimmt das insbesondere bei Trockenheit oder Nässe nicht. Der erforderliche, sauber schneidende Eingriff ist hier am sichersten mit dem Schälpflug oder Stoppelhobel, aber auch mit dem großen Pflug zu erreichen. Der in den meisten Betrieben vorhandene schwere (meistens Dreh-)Pflug lässt sich bei guter Einstellung und langen Anlagen bei etwa 12 cm Tiefe halten.

Gerade in feuchtem schwierigen Gelände mit verdichteten Böden und Spurwannen ist das Schälen nach der Ernte mit dem großen Pflug eine überlegenswerte Option. Folgt trockenes Wetter, so kann nach etwa zwei bis drei Tagen ein Kreiseleggen-Gang den Boden einebnen und krümeln. Dann ist etwa drei Wochen Zeit bis zum nächsten Arbeitsgang. Mehrmaliges Grubbern oder Scheiben in feuchtem Boden hat dagegen wenig Sinn.

aus: Acker Infoblitz 8/2010. Interesse am Acker Infoblitz? Bitte wenden Sie sich an die Bioland-Beratung, Tel.: 01803/2465263.

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