01.09.2010

Ernte 2010 – gemischte Lage

In vielen Gebieten Deutschlands wurde auch die Bio-Getreideernte durch Regen behindert. Erträge und Qualitäten sind unterdurchschnittlich.

Trotzdem haben die Erträge in den Frühdruschgebieten längst nicht so stark gelitten, wie nach der langen Trockenheit erwartet worden war. Regional konnten größere Anteile der Ernte aber erst Ende August gedroschen werden, oft mit zu hoher Feuchte. Im Süden gab es zum Teil größere Verluste durch Auswuchs. Empfindliche Qualitätseinbußen gab es im Norden auch beim Hafer, wo die Hektolitergewichte teils unter 50 kg lagen, andere Partien waren aber durchaus zufrieden stellend.

Der Markt für Bio-Getreide zeigte sich während der Ernte unruhig. Viele Mühlen und Großbäckereien waren nervös geworden und haben bereits vor der Ernte kontraktiert – zum Teil für ihren gesamten Jahresbedarf. Vor allem beim Qualitätsweizen, aber auch bei Dinkel und Roggen kann es knapp werden. Der Preis für Bio-Roggen hat einen Sprung nach oben gemacht. Besonders beim Bio-Backweizen werden weiter steigende Preise erwartet. Auch die Preise für Futtergetreide zogen zuletzt an. Insgesamt ist eine stabile Preiserholung beim Bio-Getreide zu erwarten, die den Ackerbauern gut tut und die Verarbeiter nicht überstrapaziert.

mehr im bioland Fachmagazin 9/2010.

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