05.05.2010

Striegeln in Körnerleguminosen

Aufgrund der tiefen Saatablage der Körnerleguminosen (Erbsen, Bohnen) erfolgt das erste Blindstriegeln kurz nach der Aussaat, wenn erste Keimfäden im Boden zu sehen sind.

Wichtig ist, dass die Beikräuter im frühesten Jugendstadium (vor allem bei Kamille) durch den Striegel erfasst und gestört werden. Ein vorsichtiges Striegeln sollte bei höheren Tagestemperaturen, beispielsweise während der Mittagsstunden, sowie bei trockener Witterung durchgeführt werden. Nach dem Auflaufen – also dann, wenn der Erbsenkeimling die Oberkrume durchbricht – sind die Erbsen sehr empfindlich gegen mechanische Eingriffe. Bis zum Erreichen des 4-Blattstadiums wird daher nicht gestriegelt. Ab einer Wuchshöhe von etwa 5-10 cm sind die Beschädigungen an der Erbsenpflanze durch das Striegeln relativ gering und verschüttete Pflanzen wachsen wieder nach.

Bei der blauen Lupine ist ebenfalls ein früher Striegeleinsatz möglich, allerdings muss hier die Arbeitstiefe auf die flachere Saat abgestimmt werden. Die Lupine toleriert ein Abbrechen nicht, während Erbsen und Ackerbohnen den gesamten Spross regenerieren können. Deshalb ist gerade bei der Lupine die Arbeitskontrolle während des Striegelns wichtig. Der letzte Pflegeeinsatz mit dem Striegel erfolgt in den Erbsen sobald sie sich zwischen den Reihen verranken. Die Unkrautregulierung in Ackerbohnen ist etwa bis 20 cm Wuchshöhe möglich, bei der Lupine etwa bis zum Bestandesschluss. Zwei bis drei Striegeldurchgänge können erforderlich sein.

aus Ackerbau Infoblitz 04/2010

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