05.05.2010
Was hilft gegen den Vogelfraß?
Vor allem im Ein- und Zweiblattstadium gehen die Krähen an den Mais. Ab dem Dreiblattstadium verliert er in der Regel seine Attraktivität.
Technische Abwehrmethoden wie Knallgeräte oder diverse Vogelscheuchen können helfen, wenn sie abwechslungsreich und bevorzugt in Kombination nur während der Zeit der größten Schadenswahrscheinlichkeit angewendet werden. Ablenkungsfütterung, z.B. mit Maissilage, muss auf offenen, überschaubaren Flächen und nicht in Feldnähe angelegt werden. Des Weiteren sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass kein Restsaatgut auf der Maisfläche verbleibt, das die Krähen anlockt.
Pflanzenbauliche Maßnahmen:
- Im letzten Jahr hat sich eine tiefere Saatgutablage auf bis zu 8 cm auf leichtem Standort als wirksam gegen Krähenfraß erwiesen. Voraussetzung ist eine Erwärmung des Bodens auf 8 °C, sonst kann es passieren, dass das Saatgut im Boden verfault. Den Krähen wird das Ausgraben der Körner und das Herausziehen der jungen Pflanzen erschwert. Der Einsatz von Vergällungsmitteln und Farbstoffen hat sich bisher nicht bewährt.
- Anwendung spezieller Sätechnik: Hier läuft eine erste Druckrolle (Zwischenandruckrolle) nach der Saatkornablage im Säschlitz. Danach wird der Säschlitz zugeschüttet und durch zwei V-Rollen angedrückt. Wenn der Bearbeitungshorizont nicht tiefer ist als die Saatkornablage, wird das Saatkorn durch die Zwischenandruckrolle in die feste Erde gedrückt. Dadurch ist der spätere Keimling viel fester in der Erde verankert.
aus Rinder Infoblitz 04/2010
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