05.05.2010
Grünfutter: Lieber oft als viel auf einmal
Die Ration von Bioland-Kühen muss im Sommer zu mindestens 50 Prozent aus frischem Gras bestehen. Sind die Kühe nicht auf der Weide, wird Grünfutter im Stall verabreicht.
Bei gutem Weidemanagement mit gleichmäßigem und nicht überständigem Bestand nehmen die Kühe das frische Gras kontinuierlich in gleichmäßigen Mengen auf, was für einen relativ konstanten Pansen-pH-Wert sorgt. Das ist für die Kühe wichtig, damit der Pansen nicht übersäuert. Eine Kuh mit übersäuertem Pansen leidet häufig an Durchfall, frisst weniger, gibt weniger Milch und die Fruchtbarkeit kann eingeschränkt werden.
Wird im Stall viel frisches Gras auf einmal gefüttert, besteht die Gefahr, dass die Kühe enorm große Mengen an Futter in kurzer Zeit fressen. Damit nehmen die Tiere in einem kurzen Zeitraum viel Wasser und Zucker auf, was zu einem schnellen Abfall des Pansen-pH – also einer Pansenübersäuerung – führt. Das Prinzip Weide, also eine kontinuierliche Fütterung gleichmäßiger Mengen, muss auch bei Grünfütterung im Stall gewährleistet werden. Das heißt, das Grünfutter sollte in kleineren Mengen über den Tag verteilt vorgelegt werden.
aus Rinder Infoblitz 04/2010
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