26.02.2010

Optimales Mastendgewicht für Bio-Mastschweine

Die Vermarkter bevorzugen bei den Bio-Schweinen häufig hohe Mastendgewichte. Was muss der Mäster dabei beachten?

Geringere Stückkosten in der Verarbeitung und bessere Fleischqualitäten, dies sind die Gründe, warum höhere Mastendgewichte in der Vermarktung gefragt sind. Der Mäster sollte allerdings genau rechnen. Mit zunehmendem Endgewicht belasten die Ferkelkosten das erzeugte Kilogramm Fleisch zwar geringer. Allerdings wird auch die Futterverwertung deutlich schlechter. Bei derzeitigen Ferkelkosten von 105,- Euro netto und Futterpreisen von 33,50 Euro netto je dt Endmastfutter wird jedes Kilogramm bei einem Lebendgewicht von 125 kg mit 0,84 Euro Ferkelkosten und 1,68 Euro Futterkosten belastet. Das sind zusammen Kosten von 2,52 Euro je kg Lebendgewicht und 3,23 Euro je kg Schlachtgewicht! Arbeitserledigungskosten, die geringere Stallauslastung und geringere Erlöse aufgrund einer eventuell schlechteren Klassifizierung sind hierbei noch nicht berücksichtigt.

Fazit: Die Mastendgewichte müssen regelmäßig auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft werden. Mastendgewichte sind nicht statisch, sondern müssen je  nach Zunahmeniveau, Futteraufwand, Verfettungsgrad des Schlachtkörpers und Preismaske ermittelt werden.

(mehr im Schweine Infoblitz 02/2010)

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