04.02.2010
Anbaustrategien fürs Frühjahr
Im Gegensatz zu den Vorjahren wurde Bio-Konsumgetreide im vergangenen Jahr wieder deutlich besser bezahlt, allerdings galt das nur für Top-Qualität.
Die Empfehlung für Landwirte lautet daher, auf jeden Fall Konsumware anzubauen, dazu Körnerleguminosen und eventuell auch Körnermais. Aufgrund des relativ hohen Preise für Körnermais von 23 bis 26,- Euro/dt könnte diese Frucht eine Alternative zu Hafer oder Sommertriticale sein. Er ist gerade auch für Umstellungsbetriebe interessant, weil er sich auch als U-Ware gut absetzen lässt. Im Anschluss an den Körnermais sollte man eine Körnerleguminose einzuplanen, da der Boden durch Stickstoffentzug und N-Bindung des Körnermaisstrohs „leer“ ist.
Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen sind nach wie vor gesucht und werden relativ gut bezahlt. Der Anbauumfang im Betrieb sollte jedoch nicht steigen, um die Leguminosenmüdigkeit nicht zusätzlich zu fördern.
Nach wie vor händeringend gesucht werden Sojabohnen. Die Sorten Merlin und Gallac haben sich bewährt (Rhizobien-Imfpung nicht vergessen). Aussaat mit Einzelkornsägerät, Unkrautbekämpfung mit Hacktechnik. Wo ein Körnermais mit FAO-Zahl 220 angebaut werden kann, funktioniert klimatisch auch die Sojabohne.
(aus: Ackerbau Infoblitz 01/2010)
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