04.02.2010

Beifütterung zur Weide nicht immer gut

Am Kraftfutter sollte man während der Weideperiode lieber sparen, besonders dann, wenn das Weidefutter eine hohe Qualität hat.

Das zeigen Untersuchungen am LFZ Raumberg-Gumpenstein in Österreich. In einem Weideversuch wurden die Milchkühe in vier Gruppen eingeteilt. Bis zum 56. Laktationstag erhielten die Tiere in allen Gruppen die selbe Ration. Danach wurde in den Gruppen „Vollweide“, „Heu“ und „Maissilage“ die Kraftfuttergabe schrittweise reduziert und ab dem 120. Laktationstag ganz eingestellt. Alle drei Gruppen erhielten auf diese Weise insgesamt 600 kg Kraftfutter. Eine weitere Gruppe „Kraftfutter“ bekam 1.200 kg Kraftfutter. Aus den 600 kg zusätzlichem Kraftfutter ließen sich im Vergleich mit der Vollweidegruppe lediglich etwa 200 kg mehr Milch gewinnen. Und diese Milchleistungssteigerung stammte ausschließlich aus der Stallfütterungsperiode im Frühjahr! Während der Weideperiode war der Kraftfuttereinsatz sogar kontraproduktiv, das heißt, die Milchleistung konnte gegenüber der Vollweidegruppe nicht erhöht werden. Fazit: Hohe Weidemilchleistungen verlangen eine konsequente Umsetzung der Vollweidestrategie.

(mehr im bioland-Fachmagazin 02/2010)

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