04.02.2010

Schweinefütterung – wie macht’s die Praxis?

In der ökologischen Schweinehaltung werden in der Regel Eigenmischungen eingesetzt.

Gründe hierfür sind geringe Spezialisierungsgrade und der Wunsch nach dem Idealbild des geschlossenen Betriebskreislaufes. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Niedersachsen etwa 80 Prozent der Betriebe ihr Futter selbst mahlen und mischen. Zukaufkomponenten sind in der Regel Mineralfutter, Futteröle und Eiweißträger.

In der Schweinemast hat sich die zweiphasige Fütterung durchgesetzt. Hierbei wird ein höherwertiges Vormastfutter von 28 kg bis 50 kg LG (13,2 ME, 1,05 Lys.) gefüttert. Ab einem Lebendgewicht von 50 bis 60 kg wird auf ein kostengünstigeres Endmastfutter (12,8 ME, 0,90 Lys.) umgestellt. Größere Mastbetriebe mit ausgefeilter Fütterungstechnik füttern angepasst mit einem Vormast-, Mittel-Endmast- und Endmastfutter.

Dass eine 100-prozentige Biofütterung möglich ist, zeigen Versuchsergebnisse und Futtermischungen aus der Praxis. Vorraussetzung ist die ausreichende Verfügbarkeit von hochwertigen Eiweißfuttermitteln wie Ölkuchen, Magermilchpulver, Süßmolkenpulver,  Maiskleber und anderen.

(aus: Schweine Infoblitz 01/2010)

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