27.11.2009

Bio-Kartoffeln: Der Geschmack zählt

Die diesjährige Bio-Kartoffelernte war verhältnismäßig gut, allerdings sind Qualitätseinbußen festzustellen.

Dies berichteten Vermarkter beim Öko-Kartoffeltag der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Ende Oktober. Ein Drittel der Ware genüge höchsten Ansprüchen, ein Drittel sei allerdings so schadhaft, dass diese Kartoffeln nicht als Speiseware vermarktet werden können. Hauptursache sind Drahtwurmbefall und Dry Core. Deutschlandweit wurden 2009 rund 140.000 bis 160.000 t Bio-Kartoffeln geerntet, schätzte ein Händler. Diese Zahlen decken sich mit Ertragsschätzungen der AMI.

Mittlerweile wird der größte Teil der gehandelten Bio-Kartoffeln im LEH und Discount verkauft, die enge Vorgaben machen, vor allem hinsichtlich Optik und Kaliber. Bei Direktvermarktung und Vermarktung an den Naturkosthandel setzen die Kunden eher auf Geschmack und Transparenz. Insgesamt sehen die Vermarkter gute Aussichten in der Kartoffelvermarktung, allerdings müsse es gelingen, den besonderen Wert der Bio-Kartoffeln wieder in den Vordergrund zu stellen. Der gute Geschmack spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

(mehr im bioland-Fachmagazin 12/2009)

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