27.08.2009
Disteln müssen kein Problem sein
Ein einjähriger dichter Kleebestand, der als Untersaat oder Stoppelsaat angesät wurde, unterdrückt die Disteln. Hilft das nicht, gibt es weitere Bio-Maßnahmen.
Disteln sind im Bio-Betrieb einfach zu bekämpfen. Ein einjähriger dichter Kleebestand, der als Untersaat oder Stoppelsaat angesät wurde, unterdrückt die Disteln in der Regel drei Jahre lang. Sollten trotzdem Disteln wachsen, kann man sie auch durch die Stoppelbearbeitung zurückdrängen. Vor allem in trockenen Jahren ist die Distel nach der Getreideernte ausgepowert und legt eine Ruhepause bis Herbst ein. Hier wirkt meistens die Methode "tot wachsen" nicht. Die geschwächten Distelwurzelausläufer müssen anderweitig zerstört werden. Entweder durch mehrmaliges, tiefes Grubbern oder aber durch eine tiefe Sommerfurche 5 cm unter der Pflugsohle. Dort verlaufen die horizontalen Wurzelausläufer, diese werden nach oben geholt und danach durch mehrmaliges Eggen ausgetrocknet. Nur bei trockenem Boden wird tief gepflügt.
Eine wiederholte immer tiefere Bearbeitung z.B. mit dem Gänsefußschargrubber oder dem Stoppelhobel bringt nur Erfolg, wenn die Distel den Mähdrescher gestärkt überlebt und keine Ruhephase eingelegt hat.
(mehr im Acker Infoblitz 08/09)
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