04.01.2010

Passt der Melkroboter zu Bio?

Auch einige Biobetriebe arbeiten inzwischen mit Automatischen Melksystemen und immer mehr interessieren sich dafür. Doch das System hat nicht nur Vorteile.

Von einem Melkroboter verspricht man sich in erster Linie Flexibilität und Zeitersparnis, weil die täglichen Melkzeiten wegfallen. Ein Teil der frei werdenden Zeit muss allerdings für Arbeiten genutzt werden, die vorher während des Melkens erledigt wurden. Die gezielte Tierbeobachtung in der Herde wird deutlich wichtiger. Der Roboter liefert zwar eine Vielzahl von Daten über jedes Einzeltier, diese müssen am Computer aber auch ausgewertet werden. Praktiker mit Melkroboter berichten, dass sie morgens und abends jeweils etwa eine halbe Stunde am Rechner verbringen.

Damit die Kühe häufig in den Roboter kommen, müssen sie dort Kraftfutter erhalten. Dabei werden mindestens 500 g Kraftfutter pro Melkzeit empfohlen. Dem Ziel im Biolandbau, möglichst viel Milch aus dem Grundfutter zu melken, kommt dies nicht unbedingt entgegen. Ein weiterer Punkt, dem höchste Aufmerksamkeit zu widmen ist, ist die Klauengesundheit der Kühe. Schließlich sollen sie möglichst häufig und gerne in den Roboter laufen.

(aus: Rinder Infoblitz 12/09)

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