Bio-Milch Meldungen

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Alle Preisangaben netto bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß, sofern nicht anders angegeben.

02.07.2010

Preisanstieg auch in Dänemark

Nach Berichten des Elite Magazin Online , hat die dänische Molkereigenossenschaft Arla Foods die Auszahlungspreise ab dem 28. Juni 2010 nochmals um 1 Ct/kg erhöht . Damit liegt der Preis für konventionelle Milch umgerechnet bei knapp 32 Ct, für Biomilch bei knapp 40 Ct. Seit Oktober 2009 sind die Preise um mehr als 7 Ct/kg angestiegen.

Die dänischen Verbraucher kauften 12 % mehr Bio-Milch im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008. Der Umsatz stieg allerdings nicht an, was die dort ebenfalls gesenkten Verbraucherpreise wiederspiegelt. Jede dritte Milch kaufen die Dänen in Bio-Qualität, also relativ ein höherer Anteil im Konsum wie in Deutschland. Von den rund 440 Mio. kg Bio-Milchmengen in Dänemark muss aber auch einiges exportiert werden, hauptsächlich nach Deutschland, aber auch England und Frankreich.

(Elite Magazin Online, AMI, Bioland)

17.06.2010

Bio-Milch Anlieferung 2010

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich lagen die Anlieferungen an Bio-Milch im März 2010 fast auf Vorjahresniveau und haben nur geringfügig zugenommen (0,9 % bzw. 1,5 % im Vergleich zum März 2009). Im Januar und Februar betrug der Zuwachs noch rund 7 bis 8 %. Kumuliert von Januar bis März sind es beidesmal + 5,2 %.

Im letzten Jahr waren es in Deutschland + 14,4 % und in Österreich + 3,1 %, während es im Jahr 2008 in Österreich mit + 17,9 % deutlich mehr waren.

Die Molkereien berichten aktuell von guten Absätzen und einem ausgeglichenen Markt mit seinen "normalen" saisonalen Schwankungen.

Umsteller und Tourenerweiterungen

In den Mengenkurven  sind die Umstellungsbetriebe zu erkennen, die in die Anerkennung kamen und damit in die Bio-Milchlieferung aufgenommen wurden. Die Zuwächse in Deutschland ergaben sich hauptsächlich im zweiten Halbjahr 2008 und ersten Halbjahr 2009. Derzeit sind die Zusagen verhalten und nur Mengen, die sicher am Markt unterzubringen sind, werden von den Molkereien aufgenommen.

Der hohe Zuwachs in Österreich im Jahr 2008 ist dagegen durch Tourenerweiterungen erfolgt in Gebiete, wo bereits langjährig bestehende Bio-Betriebe zusätzlich abgeholt wurden.

Die hohe Anlieferungen im Mai und Juni 2009 hatten für Probleme gesorgt.

Der Verlauf der Bio-Milchmengen in Deutschland zeigte im Mai und Juni 2009 einen stärkeren saisonalen Anstieg als in den Vorjahren. Ab Juli waren die Tagesanlieferungen dann wieder stark zurückgegangen. Diese Anlieferungsspitzen hatten zu einem Überangebot und einem Druck auf die Preise geführt. Ab September hatte sich die Lage wieder entspannt. Gleichzeitig waren auch die Absatzzahlen wieder angestiegen.

(Die Daten beruhen auf Angaben des BMELV bzw. der AMA und sind jeweils erst 2-3 Monate versetzt verfügbar.)

 

 

 

A R C H I V

 

 

17.09.2009

Upländer Bio-Milchlieferanten beschliessen Solidaritätsaktion mit den streikenden Milchbauern in Europa

Die Lieferanten der Upländer Bauernmolkerei beschlossen am Montagmittag einstimmig, die Forderung des BDM nach einem fairen Milchpreis für alle Bauern zu unterstützen. Aus Solidarität werden sie sich zwei Tage lang am Lieferstreik beteiligen. Die an diesen beiden Tagen produzierte Milch soll nicht an den Handel geliefert werden. Stattdessen verarbeitet die Molkerei die Anlieferungsmenge zu Butter, die über Tafeln an Menschen in der Region verteilt wird. Die Magermilch wird zu Milchpulver verarbeitet und über die Organisation Ärzte ohne Grenzen an hungernde Kinder vergeben.

Weiter wurde beschlossen, dass, so lange es einen Lieferboykott bei anderen Molkereien gibt, die Upländer Bauernmolkerei einen Cent je Kilo Biomilch einbehält. Das Geld soll für solidarische Maßnahmen zugunsten streikender konventioneller Bauern verwendet werden.

Pressemitteilung vom 14.09.2009

17.09.2009

Beste Noten für Bioland-Milch in 'Ökotest'

Der Test von 32 Milch-Marken ist das Titelthema im Ökotest-Magazin September. Im Test waren auch vier Bioland-Produkte: Alnatura (Upländer), Hamfelder Hof, Natürlich Wendland und Andechser Natur, die mit „sehr gut“ bzw. „gut“ bewertet wurden. Durch den Test wurde auch der grünfuttertypisch höhere Gehalt an Omega-3-Fettsäuren bei der Bio-Milch bestätigt.

14.08.2009

Andechser Biobauern beschließen flexible Mengensteuerung

Während die EU-Politik untätig zusieht wie die Preise immer weiter fallen, helfen sich die Bio-Milchbauern selbst. Ein wichtiges Signal für faire Preise.

Auf drei Gebietsversammlungen der Bio-Milchbauern im Allgäu und Oberbayern, die Ende Juli und Anfang August stattfanden, wurde mit großer Mehrheit eine flexible Mengenanpassung beschlossen. Knapp 300 der 460 Bio-Lieferanten der Andechser Molkerei Scheitz haben teilgenommen, 89 Prozent der Teilnehmer stimmten für die Mengenanpassung. Die Andechser Molkerei hat von Anfang an die Vorstände der Liefergemeinschaften unterstützt, dieses Modell praxisnah zu gestalten und umzusetzen.

Das Mengenmodell sieht vor, diejenige Milch, die am Markt nicht zu fairen Preisen abgesetzt werden kann, erst gar nicht zu erzeugen. Diese Übermengen können derzeit nur zu Niedrigpreisen über den sogenannten Spotmarkt vermarktet werden. Die Bio-Milchbauern geben sich selbst einen Anreiz, diese Übermengen zu reduzieren. Die politisch gewollten Quotenerhöhungen der letzten Jahre, die den Preisverfall ausgelöst haben, werden in den Liefergruppen rückgängig gemacht. Es werden 95 Prozent der derzeitigen einzelbetrieblichen Milchquote als A–Menge festgelegt, die mit dem aktuellen Marktpreis bezahlt wird. Alles was darüber hinaus geht ist die B–Menge, die mit einem um 15 Cent niedrigerem Preis vergütet wird. Sobald wieder mehr Menge benötigt wird, kann dieses Model sofort flexibel angepasst und die A-Mengen wieder erweitert werden.

„Aber uns allen ist klar, dass wir nur den Anfang machen,“ so Christian Eder, Bio-Milchsprecher aus Bad-Feilnbach. „Wir wollen, dass auch andere Liefergruppen sich zu einer flexiblen Mengenanpassung bekennen, insbesondere auch in den Nachbarländern wie Österreich, wo die Anlieferung von Bio-Milch im letzten Jahr sehr stark zugenommen hat.“ Die Lieferanten der Upländer Bauernmolkerei in Hessen hatten bereits anfang Juni ein ähnliches Modell beschlossen und umgesetzt. Die Agrarpolitik verweigert sich derzeit eine solche Anpassung durchzuführen. Die Bio-Bauern wollen mit dem Mut zur Selbsthilfe deutlich machen, dass die Politik unbedingt nachbessern muss, damit alle Milchbauern bessere Preise bekommen.

Wichtig für dieses eindeutige Votum der Milchlieferanten war es, dass alle Bio-Bauern gemeinsam an einem Strang ziehen. So haben sich alle Liefergemeinschaften von Bioland, Naturland, Demeter und Biokreis gemeinsam für dieses Modell ausgesprochen. „Wir wissen, dass auch Liefergruppen anderer Molkereien in den Startlöchern stehen,“ weiß Bio-Milchsprecher Toni Daxenbichler aus Tuntenhausen. „Mit unserer Abstimmung sagen wir: Ja geht den Schritt und helft uns die Preise zu stabilisieren! Damit bleiben wir auch glaubwürdig unseren Kunden gegenüber, die zu einem fairen Preis im Laden unsere Bio-Milch kaufen.“

23.06.2009

Trinkmilch-Konsum konventionell und Bio

Der Trinkmilch-Konsum in Deutschland geht konventionell trotz Preissenkungen zurück. Bio zeigt sich stabil und leicht zunehmend.

Für den Liter konventionelle Milch zahlten die Haushalte in den ersten vier Monaten diesen Jahres 20 % weniger als im Vorjahr. Doch die Preissenkungen führten nicht zum Mehrkonsum. Im Gegenteil: Die Mengen gingen laut GfK-Haushaltspanel im gleichen Zeitraum Januar bis April 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 % zurück. Infolgedessen gingen die Umsätze des Lebensmitteleinzelhandels mit Konsummilch insgesamt um 22 % zurück.

Den Discountern geht es um Marktanteile

Lediglich eine Verschiebung hin zu den Discountern ist erfolgt, deren Marktanteile auf 55 % bei Trinkmilch angestiegen sind. Der Marktführer Aldi verlor allerdings nicht nur Umsatz, sondern auch Absatz und damit Marktanteile. Aldi hatte mit erneuten Preissenkungen Anfang Mai reagiert. Hiermit will er neben Lidl insbesondere den durch den Kauf der Plusmärkte gewachsenen Edeka-Discounter Netto in die Schranken weisen.

Die Verbraucher profitieren nur wenig

Die Verbraucher profitieren nicht wirklich von diesen Preissenkungen. Im Schnitt kauft ein Haushalt 7,2 Liter pro Monat, Familien doppelt soviel, alleinstehende Senioren nur die Hälfte. Die Preissenkungen im Mai von sieben Cent führen zu Einsparungen zwischen 25 Cent und einem Euro pro Monat und Haushalt.

Konventionelle Butter substituiert Margarine

Während auch konventioneller Käse, Joghurt und Milchgetränke Rückgänge verzeichneten, konnte die Butter auf Grund der Preissenkungen die Margarine wieder bei vielen Verbrauchern verdrängen. Der Mengenzuwachs von 5 % bei Butter entspricht gleichermaßen dem Rückgang von Margarine.

Bio-Trinkmilch wächst leicht

Stabil zeigen sich die Entwicklungen bei Bio-Trinkmilch. Laut Nielsen Handelspanel ergeben sich im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) für das erste Quartal 2009 Januar bis März ein leichter Zuwachs von 2,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ist allerdings auf Grund der Preissenkungen auch hier leicht zurückgegangen. Die Zuwächse sind hauptsächlich der Bio-Frischmilch zuzuordnen, während Bio-H-Milch verliert. Im letzten Jahr lagen die Mengenzuwächse bei 11 %.

Ebenso gestiegen ist wieder der Absatz an Bio-Butter im LEH mit 4,8 %. Im letzten Jahr war die Bio-Butter um 14 % zurückgegangen, auch weil noch zu Jahresanfang 2008 die Bio-Molkereien zeitweise nicht lieferfähig waren.

(GFK, AMI, Nielsen, mündliche Mitteilungen)

04.06.2009

Upländer Milcherzeuger beschließen flexible Mengensteuerung

Milch-Quotenerhöhungen, die der Markt nicht zu fairen Preisen aufnehmen kann, sollen erst gar nicht erzeugt werden. Anreize zur Mengendrosselung.

Auf einer Mitgliederversammlung am 3. Juni haben die Milcherzeuger, die Lieferanten und Eigentümer der Upländer Bauernmolkerei sind, die Umsetzung einer flexiblen Mengensteuerung beschlossen, die auf der bestehenden staatlichen Milchquotenregelung aufbaut.

Mit den Beschlüssen wollen die Milcherzeuger erreichen, dass der Erzeugerpreis für die Basis-Milchmenge möglichst wenig in den Strudel mitgerissen wird, der durch zu viel Milch am Markt ausgelöst wurde und der den Preis für die gesamte Milchmenge zunehmend unter Druck setzt. Die Milcherzeuger schaffen sich nun selbst Anreize, damit sie ihre erzeugte Milchmenge am tatsächlichen Bedarf des Marktes statt an den von der Politik beschlossenen Quotenerhöhungen orientieren.

„Zur Zeit ist zu viel Milch am Markt. Das drückt den Erzeugerpreis der Milchbauern. Wir wollen aber faire Erzeugerpreise, deshalb muss alles getan werden, um die Übermenge abzubauen. Die Agrarminister von Bund und Ländern in Deutschland könnten das für alle Milcherzeuger und Molkereien verbindlich umsetzen, aber sie verweigern sich dem bisher. Um den Druck auf die Minister zu erhöhen, gehen wir nun voran und zeigen, dass es geht“, begründet Josef Jacobi, Vorsitzender der Milcherzeuger, das Vorgehen.

Für den überwiegenden Teil der Milch erhält die Molkerei von ihren Kunden faire Preise.
Die Beschlüsse sehen nun vor, dass die Milchmenge, die der Markt derzeit nicht zu fairen Preisen abnimmt, zu einem deutlich geringeren Preis bezahlt wird, und zwar zu dem Erlös am so genannten „Spotmarkt“, also dem Handel zwischen Molkereien. Die so bezahlte Übermenge entspricht einer Menge, die sich zusammensetzt aus den politisch beschlossenen Quotenerhöhungen seit 2008, der faktischen Quotenerhöhung durch den politisch geänderten Fettkorrekturfaktor, den einzelbetrieben Überlieferungen sowie einer Menge, die sich durch einen geänderten Umrechungsfaktor von Litern in Kilogramm ergibt. Insgesamt entspricht das ca. 7 % der Quotenmenge.

„Für einzelne Milcherzeuger, die ihre Milchquoten ganz ausnutzen oder überliefern, bedeutet das eine Mindereinnahme. Doch die Milcherzeuger haben sich dazu entschlossen, um die Basismenge weiterhin mit einem fairen Preis bezahlen zu können, zum Wohle aller Milcherzeuger“, stellt Karin Artzt-Steinbrink, Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei, fest. Sobald der Markt mehr Milch zu fairen Preisen aufnehmen könne, soll das neue System flexibel angepasst werden.

Milcherzeugergemeinschaft Hessen w.V.
Orketalstraße 26, 35104 Lichtenfels-Dalwigksthal
www.bauernmolkerei.de

08.05.2009

Verbraucher können wählen: Bio-Milch ist die faire Alternative!

Auf Initiative des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel werben Vertreter der Wertschöpfungskette für Bio-Milch im deutschen Naturkosthandel mit einer Anzeige in verschiedenen Tageszeitungen. Dem Naturkosteinzelhandel wird ein Plakat zur Verfügung gestellt.

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen das Milchpreisdumping im konventionellen Lebensmitteleinzahlhandel nicht mitmachen. Mit einem Einkauf im Naturkosthandel können sie ein Zeichen für faire Abnahmepreise, artgerechte Tierhaltung und gentechnikfreie Nahrungsmittel setzen.

>> zur Pressemitteilung des BNN

12.01.2009

Akteure des Bio-Milchmarktes unterzeichnen gemeinsame Erklärung

In Berlin trafen sich am 12. Januar erstmals Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette für Bio-Milch im deutschen Naturkosthandel zur Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zum Bio-Milchmarkt. Repräsentanten der ökologischen Landwirtschaft, der Bio-Molkereien und des Naturkosthandels sprechen sich darin für stabile und faire Bio-Milchpreise aus und vereinbaren ein verantwortungsbewusstes Zusammenwirken im Bio-Milchmarkt.

Bio-Milch verdient einen stabilen und fairen Preis

Zum Wortlaut der Erklärung >>

Zu den Erstunterzeichnern zählen folgende Verbände und Molkereien
(jeweils in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt):

Biokreis e.V., Bioland e.V., BNN Einzelhandel e.V., BNN Herstellung und Handel e.V., Demeter e.V., Gäa e.V. , Naturland e.V. , Verband der Bio-Supermärkte e.V.

Andechser Molkerei Scheitz GmbH, Gläserne Meierei GmbH, Meierei Trittau eG, Molkerei Berchtesgadener Land Chiemgau eG, Molkerei Schrozberg eG, Molkerei Söbbeke GmbH, Ökodorf Brodowin - Meierei GmbH & Co. KG, ÖMA Beer GmbH Ökologische Molkereien Allgäu, Upländer Bauernmolkerei GmbH

BNN Herstellung und Handel e.V. >>

07.11.2008

Dramatische Milchpreissenkungen des Handels sind unverantwortlich

Bioland fordert Milchpolitik für den ländlichen Raum

Der Bioland Verband kritisiert den Lebensmittelhandel für die massiven Preissenkungen für konventionelle Milchprodukte und fordert die Verbraucher auf, nicht bei "Billigheimern" einzukaufen. "Die Preissenkungen der Discounter und... 
[» zur Pressemitteilung]

17.07.2008

Bioland im Gespräch mit Molkereien und Fachhandel

Ein fairer Bio-Milchpreis, der sich unabhängig vom konventionellen Milchpreis behauptet und die Leistungen aller Glieder der Wertschöpfungskette ausreichend entlohnt, ist das gemeinsame Ziel: Bei einem Fachgespräch Anfang Juli waren sich die Vertreter der Anbauverbände, der Biomolkereien und des Naturkosthandels einig darüber. Rund 50 Cent bekommen die Biomilcherzeuger zurzeit und dass soll nach dem Willen der Marktbeteiligten auch so bleiben. Sowohl Biomolkereien als auch die Vertreter des Fachhandels zeigten sich zuversichtlich, das Preisniveau zu halten: „Unser Ziel muss es sein, den Preis für Biomilch auch mittelfristig stabil zu halten und von den Spekulationen im konventionellen Markt abzukoppeln“, sagte Hermann Heldberg, Vorstandsvorsitzender des BNN Herstellung und Handel.

Heinz-Josef Thuneke, Mitglied des Bioland-Präsidiums, zeigte sich erfreut über die konstruktiven Gespräche und das erklärte, gemeinsame Ziel. „Gerade in der jetzigen Zeit brauchen unsere Bauern verlässliche Signale, damit ihr Vertrauen in den Markt gestärkt wird und auch die nachfolgenden Generationen die guten Perspektiven erkennen, die Bio-Betriebe weiter zu führen.“

Das Fachgespräch fand auf Einladung des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) am 1. Juli in Kassel statt. 15 Vertreter folgender Unternehmen und Verbände nahmen daran teil: Die Andechser Molkerei Scheitz, Berchtesgadener Land, Gläserne Meierei, Ökologische Molkereien Allgäu (ÖMA), Söbbeke, Schrozberg und Upländer Bauernmolkerei; die Anbauverbände Bioland, Demeter und Naturland; die Handelsverbände BNN Einzelhandel e.V. und BNN Herstellung und Handel e.V.; die Naturkostgroßhandelsunternehmen dennree, Naturkost Elkershausen und Terra Naturkost.

07.07.2008

Solidarisch für faire Preise

Zahlreiche Bioland-Milchbauern und -bäuerinnen haben den Kampf der konventionellen Kollegen für bessere Milchpreise unterstützt – sei es durch einen eigenen Lieferstopp oder durch andere Aktionen. Der Bioland Verband setzt sich auf vielen Ebenen für faire Preise und eine vernünftige Milchpolitik ein.

50 Cent Jahresdurchschnitt

Die Bioland-Milchvertreter haben sich bundesweit verständigt und legten als Planungsgrundlage für ihre Preisverhandlungen mit den Molkereien einen Jahresdurchschnitt von mindestens 50 Cent fest.

[>> mehr im Artikel der bio-land Fachzeitschrift 07/2008]

16.05.2008

Bio-Preise im Handel sind unverändert

Entgegen der Preissenkung bei der konventionellen Trinkmilch auf 61 Cent, die am 21. April bundesweit bei den Discountern erfolgte, sind die Bio-Preise stabil geblieben. Im Discounter kostet der Liter Bio-Milch 99 Cent, im Lebensmitteleinzelhandel wie Edeka und Rewe 1,09 und im Naturkostfachhandel 1,19 Euro. Aber auch die konventionellen Herstellermarken wie Weihenstephaner und Bergbauern sind im Lebensmitteleinzelhandel gleich geblieben und kosten zwischen 89 und 99 Cent. Die konventionelle „Bärenmarke“ länger haltbare Frischmilch wurde mit 1,19 Euro sogar über der Bio-Milch beobachtet. Die gleiche Preisspreizung findet man auch bei der Butter. Die Preissenkung ist also nur bei den Eigenmarken des Handels erfolgt.

(Quelle: eigene Erhebung in Süddeutschland)

Bio-Absatz im ersten Quartal 2008 positiv

Nach Auswertungen des AC Nielsen Handelpanels hat der Absatz von Bio-Trinkmilch im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr wieder um 20 % zugenommen. Zu gleichem Anteil sind auch die Preise gestiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal, sodass der Zuwachs im Umsatz insgesamt bei 40 % liegt. Ebenso wachsen die Absätze an Natur- und Fruchtjoghurt, während der Butterabsatz um 13 % zurückgegangen ist. Dies wird aber auch der Knappheit an Bio-Milch zugeschrieben – in manchen Supermarktregalen war Bio-Butter gar nicht vorhanden.

Für den Naturkosthandel liegen keine Sortimentsauswertungen vor, im Umsatzbarometer der Zeitschrift Bio-Handel wird von 7 % Wachstum für das gesamte Naturkostsortiment der teilnehmenden Läden berichtet.

Weitere Informationen auf Oekolandbau.de

31.03.2008

Entspannte Gesichter bei Milchvertretern

„Die Bio-Milch in eigenen Milcherzeugergemeinschaften bündeln und gemeinsam vermarkten.“ Dies war die Botschaft sowohl deutscher als auch europäischer Bio-Milcherzeuger auf dem Bio-Milch-Kongress Ende Februar in Nürnberg. Rund sechzig Vertreter waren der Einladung von Bioland nach Nürnberg gefolgt.

[>>mehr in der Ausgabe 04/2008 der  bio-land Fachzeitschrift]

20.02.2008

Bio-Milchabsatz weiter dynamisch

Nach Berichten der ZMP hat sich der Absatz von Bio-Trinkmilch im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) nach Ergebnissen des Nielsen Handelspanels 2007 wieder um 34 Prozent erhöht, 2006 waren es 38 Prozent – und dies trotz gestiegener Preise. Ursache sind nicht allein Neulistungen von Discountern, auch je Laden wurde laut ZMP-Analyse mehr abgesetzt.

Der Naturkosthandel ist stark in der Käsetheke: Er verkauft knapp 80 Prozent der losen Bio-Käsespezialitäten. Der LEH hat dagegen bei Bio-Trinkmilch (75 Prozent) und bei verpacktem Bio-Käse (90 Prozent) die Nase vorn.

Mit besonders starken Zunahmen in den Regalen sind seit Ende 2006 die Bio-Trinkjoghurts zu finden, insbesondere die Sorte „Lassi“ nach indischer Art fand den Geschmack der Bio-Kunden.

www.zmp.de

16.01.2008

Bio-MEG Nord und Süd erfolgreich gegründet

Auf der Grünen Woche in Berlin wurden die neu gegründeten Bio-Milcherzeugergemeinschaften (Bio-MEG) Nord und Süd vorgestellt.  [mehr>>]

21.12.2007

Produktionskosten für Bio-Milch sind angestiegen

(aktualisiert *)

Laut Betriebszweigauswertung (BZA) der Bioland-Fachberatung sind im Jahr 2007 im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 05/06 die Produktionskosten im Durchschnitt um 4,4 Cent pro kg Bio-Milch angestiegen. Die Spanne der ausgewerteten Betriebe reicht von 2,8 bis 7,2 Cent. Am stärksten wirken sich die gestiegenen Preise für Kraftfutter aus mit durchschnittlich 2,4 Cent und Höchstwerten bis 3,9 Cent. An zweiter Stelle rangieren die niedrigeren Fördersätze für den ökologischen Landbau, die mit 1,2 Cent pro kg Bio-Milch zu Buche schlagen, gefolgt von den höheren Energie- und sonstigen Kosten. Die gesamten Produktionskosten liegen durchschnittlich bei 50,4 Cent je kg Bio-Milch netto bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß.

*) Die Werte wurden auf den Standardwert von 4,2 % Fettgehalt umgerechnet.

01.11.2007

Milch Board: Interview mit Romuald Schaber 

Das bioland Fachmagazin berichtete im November-Heft über das Milch Board und befragte Romuald Schaber vom BDM zum aktuellen Stand. [>>mehr]

www.bdm-verband.de
www.milch-board.de

27.06.2007

Bioland-Milchviehbauern für den Erhalt der Milchquote

Aktuelle Umfrageergebnisse am Bauerntag in Bamberg vorgestellt.

Eine große Mehrheit der Bioland-Milchbauern hat sich für den Erhalt der Milchquote ausgesprochen. 82 Prozent fordern, dass die Quotenregelung auf europäischer Ebene auch über das Jahr 2015 hinaus beibehalten und weiterentwickelt wird, so das Ergebnis einer Umfrage, die Bioland unter seinen Milchbauern durchgeführt hat. [>> mehr]

19.06.2007

Die Trinkmilchpreise erhöhen sich, der Geiz wandelt sich zum Genuss.

Die Molkereien haben Steigerungen der Abgabepreise an den Handel für konventionelle als auch Bio-Trinkmilch von 8 bis 10 Cent erreicht. Die Verbraucherpreise für konventionelle Trinkmilch im Laden haben sich laut ZMP anfang Juni um durchschnittlich 4 bis 5 Cent erhöht. Bei Bio-Trinkmilch sind Steigerungen von 10 Cent zu beobachten: Der Discounter Plus hat seinen Ladenpreis im Mai von 79 auf 89 Cent angehoben. Die länger haltbare Bio-Frischmilch des Hamfelder Hofes (Meierei Trittau), die im Raum Hamburg in den Edeka-Läden vertrieben wird, liegt inzwischen über einen Euro, ohne Einbußen im Absatz. Für die anderen Sortimente wie Joghurt und Käse bestehen unterschiedliche Kontraktzeiträume mit dem Handel. Einige Preisverhandlungen haben bereits stattgefunden, andere erfolgen erst noch in den nächsten Wochen und Monaten.

Auch Verbraucherschützer können den Preiserhöhungen positives abgewinnen, denn "höhere Preise spiegeln sich ja auch in höherer Qualität wieder". Die reine „Geiz-ist-Geil-Mentalität“ bröckelt, so Vertreter aus der Lebensmittelbranche, die die Chance sehen, dass der Wert des Lebensmittels auch wieder im Preis gewürdigt wird.

31.05.2007

Zum Internationalen Tag der Milch:

Faire Preise für die Bauern!
40 Cent je Liter Milch!

Die Upländer Bauernmolkerei hat in ihrer Pressekonferenz am 31.05.2007 anlässlich des Internationalen Tages der Milch ein deutliches Zeichen gesetzt: Ab 1. Juli wird sie als erste Molkerei in Deutschland 40 Cent pro Liter Milch an die Bauern ausbezahlen (netto bei 3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß). Die Molkerei ist Bioland-Vertragspartner und will damit die regionale Bio-Landwirtschaft fördern und weitere Bauern motivieren auf Bio umzustellen. Der Bioland-Verband unterstützt die Initiative für faire Milchpreise und wertet diese als wichtiges Signal an den Handel und andere Molkereien diesem Beispiel zu folgen.

www.bauernmolkerei.de

17.02.2007

Die Bio-Milchpreise müssen steigen
Vertreter der Bio-Milchbauern haben Resolution beschlossen

Die Vertreter der Biomilch-Liefergemeinschaften aus ganz Deutschland trafen sich im Rahmen der BioFach am 17. Februar in Nürnberg. Dort tauschten sie sich über Auszahlungspreise und Entwicklungen in ihren Liefergruppen aus. Vor dem Hintergrund einer stark gestiegenen Nachfrage nach Bio-Milch und einer Unterversorgung in Deutschland wollen die Milchviehhalter für einen steigenden Bio-Milchpreis kämpfen. Denn der Bedarf werde zunehmend aus dem Ausland gedeckt, die meisten deutschen Bio-Milchviehhalter könnten ihre Kosten nicht decken und das Umstellungsinteresse sei nach wie vor zu gering. Die Bio-Milchbauern wollen die Mengen gerne steigern, damit ihre Molkereien den Markt bedienen können, doch dafür brauchen sie nachhaltig kostendeckende Preise. Die Biomilch-Vertreter verabschiedeten einstimmig eine gemeinsame Resolution mit der Forderung nach ausreichenden Preisen, um die Liefergruppen und die Molkereien in den anstehenden Preisverhandlungen zu unterstützen. Diskutiert wird auch die Gründung von überregionalen Bio-Milcherzeugergemeinschaften, um die Position der Milchbauern zu stärken. Unterstützung erfuhren die deutschen Bio-Milchlieferanten aus dem Ausland: Acht Vertreter aus Schweden, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Dänemark, die sich in Nürnberg zu einem europäischen Bio-Milchgipfel getroffen hatten, unterschrieben die Resolution ihrer deutschen Kollegen ebenfalls.

Die Vertreter der deutschen und europäischen Bio-Milchbauern verabschieden einstimmig die Resolution für höhere Milchpreise.

"Wir verlangen nichts Unmögliches", Interview in der BIOwelt 3/2007

22.09.2006

Fachhandel zahlt faire Preise

Der Handel erkennt die Lage der Bio-Milchbauern und erhöht die Preise. So hat der Naturkostfachhändler Alnatura seinen Bio-Trinkmilchpreis ab 1. September um 10 ct auf 99 ct angehoben. Dagegen ist der Liter Bio-Milch im Discount weiterhin für 78 ct zu haben. „Der Markt wird sich zunehmend differenzieren“, meinen viele Marktbeteiligte. Qualitäts- und Sicherheitskonzepte, regionale Markenherkünfte und faire Preise gewinnen zunehmend an Bedeutung. Markenhersteller und Fachhandel wollen sich von Billig-Bio ohne nachvollziehbare Herkunft absetzen. Nicht umsonst ist auf der Handelsmarke BioWertkost bei Edeka immer seltener das Bioland-Zeichen zu finden. Das gibt es nur für Bioland-Herkünfte, eben nicht aus Österreich oder Dänemark.

Kontakt
Bioland – Koordinationsstelle Biomilch
Rüdiger Brügmann
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 346 80-118, Fax 0821 / 346 80-120
ruediger.bruegmann @ bioland.de 

 
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