Ausgezeichnete Bioland-Betriebe
Marcel Huber, Minister für Umwelt und Gesundheit, hat am 28. November 2011 sieben Bioland-Betrieben für ihr Engagement im Naturschutz und in der Landschaftspflege die Auszeichnung "Bayern-Arche-Betrieb" verliehen.
Oberpfalz
Biolandbetrieb Sebastian Altenthan, Breitenbrunn (Landkreis Neumarkt i. d. Oberpfalz)
Auf den Vertragsnaturschutzflächen im Heutal bei Breitenbrunn laufen die Weiderinder der Familie Altenthan. Fast ein Viertel der Gesamtfläche bewirtschaftet Sebastian Altenthan als Naturschutzfläche: er pflegt viele kleine ökologisch sehr wertvolle Flächen, renaturiert Feuchtbiotope und pflegt verbuschte Flächen. Er nimmt seit 15 Jahren an Vertragsnaturschutzprogrammen teil. Für seinen großen Einsatz für den Naturschutz erhielt Sebastian Altenthan zudem 1.000 Euro Preisgeld.
Oberfranken
Biolandbetrieb Armin Knauf, Bad Rodach (Landkreis Coburg)
Bereits seit 30 Jahren wirtschaftet Armin Knauf biologisch. Bei fast einem Drittel seiner Ackerflächen nehmen Knaufs an Vertragsnaturschutzprogrammen teil. Durch die jahrelange extensive Bewirtschaftung konnten sich viele seltene Tier- und Pflanzenarten ansiedeln. Eigenhändig angelegte Steinhaufen und Hecken bilden wertvolle Biotope. Zudem bauen Knaufs seltene Getreidearten wie Emmer und Einkorn an. Für ihren Einsatz erhielten Knaufs 1.000 Euro Preisgeld.
Mittelfranken
Biolandbetrieb Bernhard Schnabel, Arberg (Landkreis Ansbach)
Familie Schnabel beweidet mit ihren Mutterkühen Naturschutz- und FFH-Flächen. Durch die schonende Bewirtschaftung der Grünflächen konnten sich seltene Orchideen etablieren. Auch Wiesenbrüter finden wieder einen Platz zum Brüten.
Schwaben
Biolandbetrieb Konrad Rist, Immenstadt (Landkreis Oberallgäu)
Familie Rist hält und züchtet das inzwischen selten gewordene Original Allgäuer Braunvieh. Die Alpflächen, Wiesen und Weiden werden schonend behandelt und zeichnen sich durch ein hohes Artenreichtum aus. Extrem steile Hänge werden durch Schafe der Rasse Allgäuer Bergschaf beweidet. Am Alpsee werden Streuwiesen gepflegt. Auf dem Weiden stehe nalte Apfelbäume. Für ihr Engagement erhielt Familie Rist ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.
Biolandbetrieb Barbara und Wolfgang Birk, Weitnau-Hellengerst (Landkreis Oberallgäu)
Familie Birk hält mehrere vom Aussterben bedrohte Haustierrassen: das Original Allgäuer Braunvieh (OBV), das braune Bergschaf und das Augsburger Huhn. Seit Juli 2011 ist der Betrieb „Arche-Hof“ der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH).
Biolandbetrieb Thomas Königsberger, Mauerstetten, (Landkreis Ostallgäu)
Familie Königsberger hält Wagyu-Rinder, eine exklusive japanische Fleischrinderrasse. Die Tiere werden natürlich gehalten und aufgezogen. Besondere Anstrengungen unternimmt die Familie beim Aufbau einer reinen Zucht von Wagyu-Rindern.
Biolandbetrieb Peter Nußbaumer, Oberstaufen (Landkreis Oberallgäu)
Peter Nußbaumer bewirtschaftet fast 10 ha Streuwiesen auf ökologisch sehr wertvollen Niedermoorflächen. Nußbaumer nutzt den Aufwuchs der Streuwiesen, um Einstreumaterial für die Tiere zu gewinnen. Dies ist ein sehr arbeitsaufwändiger Prozess. Im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogrammes (VNP) erhält er auch Erschwerniszulagen. Als Dank für die späte und extensive Nutzung der Streuwiesen finden sich Pflanzenarten wie Schwalbenwurz-Enzian, Mehlprimel oder Frühlings-Enzian. Auch seltene Vogel-, Insekten- und Amphibienarten leben dort.
