Bioland-Hof setzt innovatives Stall-Konzept in die Praxis um - glückliche Bioland-Schweine in Ebsens Stall

Familie Ebsen aus Langenhorn im Kreis Nordfriesland bewirtschaftet seit 1988 einen 40,6 ha großen Bioland-Hof. Sie hat die dem Betrieb angeschlossenen Ferienhäuser modernisiert, einen neuen Stall für ihre Rinder und ein neues Gehege für ihre Hühner gebaut. Jetzt ist auch der innovative Schweinestall fertig geworden. „Auf den sind wir ganz besonders stolz“, sagt Bioland-Landwirt Oke Ebsen.

Der Schweinestall der Ebsens ist nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen gebaut. Sein Vorbild steht im Institut für ökologischen Landbau in Trenthorst. Er bietet beste Voraussetzungen für eine artgerechte Tierhaltung. 

Eine besondere Innovation: Die Ferkel haben eine warme Schlafecke mit Fußbodenheizung, die mit Erdwärme versorgt wird. Das steigert das Wohlbefinden der jungen Schweine und ist gleichzeitig klimaschonend. Die Schlafecke ist wie der ganze Stall dick mit Stroh ausgestreut. Metallbügel schützen die jungen Schweine vor Verletzungen,  wenn die liegende Sau sich dreht. Im Innen- wie im Frischluft-Außenbereich steht den Tieren viel Platz zur Verfügung.

Der neue Stall gliedert sich in zwei eigenständige Einheiten, den Ferkelaufzucht-Stall und den Abferkel-Stall mit Wartestall und Deckzentrum. „Unsere 35 Zuchtsauen und der Eber fühlen sich sichtlich wohl“, stellt Altbauer Karl Ebsen fest: „Sie sind sehr viel zufriedener, was wir an der Ruhe im Stall und der ausgeglichenen Art der Tiere erkennen.“ Zufrieden ist auch Oke Ebsen. Mit dem neuen Stall haben er und seine Familie deutlich weniger Arbeit. Die günstige Anordnung der Räume sowie die einfache und robuste Technik verringern den Arbeitsaufwand merklich.

„Die Schweine misten jetzt nicht mehr drinnen, sondern überwiegend draußen“, sagt Karl Ebsen. Der Grund: Die Schweine haben direkten Kontakt zueinander und die einzelnen Ausläufe sind nur durch Gitter getrennt. Das fördert die Verdauung im Außenbereich und verbessert die Hygiene im Stall, denn die Fressplätze bleiben sauber. Nachdem die Ausläufe nebeneinander liegen, lässt sich der Mist mit dem Trecker bequem abschieben.

Dass der Stall trotz seiner vielen Details und moderner Technik vergleichsweise günstig gebaut werden konnte, liegt daran, dass Ebsen auch Zimmermann ist. Außerdem stammt das Bauholz aus dem familieneigenen Wald.

Die Schweinezucht macht in Ebsens Betrieb knapp die Hälfte des landwirtschaftlichen Umsatzes aus. Da sind die 100.000 Euro für den neuen Stall eine sehr gute Zukunftsinvestition. Würden – rein theoretisch - Schweine Miete zahlen, verlangte Vermieter Ebsen von jeder Sau 230 Euro pro Jahr. Das deckt, über 20 Jahre gerechnet, die Investition in den modernen Stall.

Betriebsspiegel
Lage: Langenhorn, Schleswig-Holstein
Fläche: 40,6 ha
Tierhaltung: 35 Zuchtsauen, 1 Zuchteber, 7 Mutterschafe, 64 Rinder, 30 Enten, 230 Legehennen, 25 Masthähnchen
Direktvermarktung mit Hofladen
Ferienhäuser
Internet: www.ferienhof-ebsen.de

Gelegenheit den Hof Ebsen zu besuchen haben Sie am 12. Juli zum Hoffest.

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