Gerd Kämmer
Königswiller Weg 13
24837 Schleswig
Tel.: 04621/984080 und 0171/ 7594747,
gk @ bundewischen.de
www.bundewischen.de
Bunde Wischen e.V.
„Wilde Weiden“ mit Galloways und wilden Pferden
Salzwiesen, stillgelegte Kiesgruben, verlassene Standortübungsplätze und Uferzonen: das sind die Weideflächen der Galloways, Koniks (polnische Pferderasse) und Heidschnucken des Bioland-Betriebes Bunde Wischen in Schleswig. Bunde Wischen betreibt seit zwanzig Jahren Landschaftspflege auf Naturschutzflächen und ist Bioland-Mitglied. Das Besondere: Der Betrieb finanziert sich durch die Vermarktung seiner Rinder und betreibt dabei einen extensiven Biolandbau. Durch die schonende Bewirtschaftung bewahrt der Betrieb die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft. Bunde Wischen bewirtschaftet mit 550 Tieren über 20 Standorte und eine Gesamtfläche von 1000 Hektar in ganz Schleswig-Holstein. Der gemeinsame Grundgedanke ist die Erhaltung von schützenswerten Flächen durch extensive Beweidung.
Gerd Kämmer, Leiter von Bunde Wischen, ist überzeugt: „Die Landschaft in Schleswig-Holstein war einst eine abwechslungsreiche halboffene Weidelandschaft.“ Wildtiere hielten das Buschwerk kurz. Erst als Nashorn und Rentier, Wisent, Auerochse und Rothirsch verdrängt wurden, bildete sich ein flächendeckender Wald aus. Heute erlauben verlassene Kiesgruben einen Blick zurück in die Nacheiszeit. Überließe man diese Kiesgruben sich selbst, würden sie verbuschen: heute fehlen die Wildtiere, die diese Flächen kurz halten können. Ohne den Eingriff des Menschen entwickelt sich aus der Kiesgrube erst Buschland, dann Wald. Die typische Vegetation der offenen Trockenstandorte mit ihrer Vielfalt an Pflanzen und Tieren wäre verdrängt.
Karge Flächen beweiden, das können genügsame Weidetiere wie Galloways, Highländer, Koniks und Schafe heute am besten. Bunde Wischen hat gute Erfahrungen mit der Beweidung durch mehrere Tierarten nebeneinander gemacht. Die Galloways fressen fast alles, aber sie fressen nicht zu kurz. Kurz und selektiv, das ist das typische Fressverhalten von Pferden und Schafen. Beide ergänzen sich gut und schaffen diese halboffenen, abwechslungsreichen Weidelandschaften, wie sie einst für Schleswig-Holstein typisch waren. Galloways werden seit Jahren in der Landschaftspflege eingesetzt. Der Bioland- Hof Bunde Wischen finanziert seine Arbeit in Naturschutzgebieten durch die Vermarktung der Rinder.
Gerd Kämmer hat – gemeinsam mit neun Fachautoren – ein 220-seitiges Buch geschrieben, das im Mai 2008 erscheinen wird. „Wilde Weiden“ – Ein Leitfaden für die Ganzjahresbewirtschaftung in Naturschutz und Landschaftsentwicklung. Es ist über Bunde Wischen, gk@bundewischen.de, zu beziehen. Der Preis steht noch nicht fest.
Weitere Bioland-Betriebe auf Naturschutzgebieten in Schleswig-Holstein
Friesische Schafskäserei-Hof Volquardsen
Redlef Volquardsen
Kirchdeich 8
25882 Tetenbüll - Trockenkoog
Tel.: 04862/348, hof-volquardsen @ web.de
Shorthornzucht "Von Siekbüll"
Peter-Jens Buttgereit
Welter Straße 24
25836 Kspl. Garding
Tel.: 04862/8699 und 0170/5248710,
peter-jens-buttgereit @ t-online.de,
www.shorthorn-elite.de
Dahlke & Stark GbR
Lydia Stark und Gerd Dahlke
An der Kirche 21
17258 Feldberger Seenl. - Krumbeck
Tel.: 03964/210233 und 0160/92601489,
dahlke.stark @ gmx.de


