Daschingerhof
Lorenz und Barbara Kratzer
85354 Lageltshausen 2
Tel.: 08165/8747
Betriebsspiegel:
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Mütterkühe stehen im Zentrum
Der Bioland-Betrieb Daschingerhof von Lorenz und Barbara Kratzer liegt im Freisinger Moos, eines der bedeutendsten Niedermoorgebiete Bayerns. Es ist Trinkwasser-Reservoir der Stadt Freising und ein wichtiges Naherholungsgebiet. Auf den wassergesättigten und nährstoffreichen Böden wird hauptsächlich Grünlandwirtschaft betrieben. Viele Wiesenbrüter konnten sich in diesem Gebiet ansiedeln. Besonders der große Brachvogel erlebt hier einen überdurchschnittlichen Bruterfolg.
Das Ehepaar Kratzer bewirtschaftet Flächen auf der ersten Hügelkette westlich von Freising. Bereits 1996 haben die beiden ihren Betrieb nach den Bioland-Richtlinien umgestellt. 31 ha Wiesen und Weiden werden bewirtschaftet. Um die ansässigen Wiesenbrüter zu schützen, treibt Familie Kratzer die Mutterkühe später auf die Weide, nämlich erst ab dem 15. Juni. So werden bei großflächiger Nutzung Trittschäden vermieden und die Grünlandnarbe geschont. Auf cirka einem Hektar hat der Landwirt Hecken und Kicks zum Windschutz und zur Biotopvernetzung von Wildtieren und Nützlingen angelegt. Der Daschingerhof beteiligt sich an einem Projekt des „Bund Naturschutz“ mit dem Ziel, die besondere Flora und Fauna des Freisinger Moores zu erhalten. In dieser Region zieht sich die Landwirtschaft entweder ganz zurück oder wird zunehmend intensiviert. Eine intensive Landwirtschaft mindert jedoch den ökologischen Wert des Niedermoorgebietes.
Durch die Beweidung von Grünlandflächen entsteht Wertschöpfung für den Landwirt und die Lebensbedingungen für viele Tier- und Pflanzenarten verbessern sich. Die extensive Beweidung schützt zudem Wasser und Boden. Der Betrieb Kratzer ist mit Beginn des Beweidungskonzeptes im Jahre 2001 der erste Kooperationspartner für das Projekt gewesen. Die erforderliche Besatzdichte von maximal 1,4 Großvieheinheiten pro Hektar (GV/ha) unterschreitet der Betrieb mit ca. 0,6 GV/ha.
Die Mutterkuhhaltung ist der wichtigste Betriebszweig auf dem Daschingerhof. Die Kratzers setzen auf eine eigene Bedarfskreuzung aus den Rassen Fleckvieh und Limousin. Bis zum Alter von zehn Monaten bleiben die Kälber beim Muttertier, also bis kurz vor der nächsten Kalbung. Den Sommer verbringt die Herde auf großflächigen Standweiden. Im Winter werden die Tiere im Stall mit eigenem Heu versorgt, nur im Notfall füttern Kratzers Silage hinzu. Das durch diese Nutzung artenreiche Grünland ergibt ein kräuterreiches Heu. Da das Grünland nicht gedüngt wird, ist der Grasanteil nicht überständig und zu lang. Das Futter und der Weideaufwuchs sorgen so für eine gute Tiergesundheit und somit eine hervorragende Fleischqualität. Auch die extensive Mast führt zu einer langsamen und dadurch qualitativ guten Fleischleistungssteigerung. Durch das Futter und den Aufwuchs auf der Weide sind die Tiere gesünder und liefern eine hervorragende Fleischqualität.. Die Schlachtung übernimmt ein Metzger in der Region, das Fleisch vermarkten Kratzers zum Großteil an Großküchen. Ein kleiner Teil wird direkt in 10-kg-Mischpaketen an Einzelkunden verkauft. Dazu hat der „Bund Naturschutz“ ein eigenes Logo „Freisinger-Moos-Weiderind“ kreiert.
Neben der Grünlandwirtschaft baut Lorenz Kratzer auf rund 32 ha Getreide (Hafer, Triticale, Winter-Roggen) an, das über die Bioland Markt GmbH vertrieben wird.



